
Sturzflut in Nepal: UNICEF erreicht Kinder mit Hilfe
Eine gewaltige Sturzflut hat am 26. August 2026 im Himalaya-Gebiet in Nepal große Zerstörung angerichtet. Mehr als 1.400 Menschen kamen ums Leben, über 5.000 werden noch immer vermisst (Stand: 4. Oktober 2026). Der elfjährige Sumit, den Sie oben auf dem Foto sehen, hat seinen Vater bei den verheerenden Überschwemmungen verloren. Die Schlamm- und Wassermassen begruben Wohnhäuser, Krankenhäuser und Straßen unter sich. Viele Familien stehen vor dem Nichts. Jetzt steht ein kalter Winter bevor. Kinder, die alles verloren haben, brauchen dringend warme Kleidung und Decken. UNICEF ist vor Ort im Einsatz und erreicht Kinder und Familien mit lebensrettender Hilfe.
Das Wichtigste in Kürze zur Hilfe nach der Sturzflut in Nepal:
- UNICEF-Teams sind sofort nach der Katastrophe in die betroffene Region gefahren. Sie verteilen Hilfsgüter wie Trinkwasser, Medikamente und Hygieneartikel und leisten psychosoziale Hilfe.
- Mit einer Spende von 150 Euro können wir zum Beispiel fünf Sets warme Kleidung für den Winter bereitstellen.
- Ihre Spende für die Hilfe nach der Sturzflut in Nepal ist bei UNICEF Deutschland in guten Händen: Wir tragen das DZI-Spendensiegel, unser Online-Portal ist vom TÜV Saarland geprüft.
Aktuelle Situation nach der Sturzflut in Nepal
Nach der Sturzflut vom 26. August 2026 bleibt die Lage in den Katastrophengebieten angespannt. Viele Familien haben ihr Zuhause verloren und leben noch immer in Notunterkünften. Tausende Kinder sind von ihrer vertrauten Umgebung abgeschnitten. Wir gehen davon aus, dass mehr als 32.000 Kinder humanitäre Hilfe brauchen.
Im Winter spitzt sich die Lage weiter zu. In den Bergen Nepals können die Temperaturen auf bis zu minus zwölf Grad fallen. Kalte Nächte und provisorische Unterkünfte sind besonders für kleine Kinder gefährlich, denn sie sind anfällig für Unterkühlungen und Atemwegsinfektionen. UNICEF leistet Winterhilfe und versorgt die Kinder mit warmer Kleidung, Decken und weiteren Hilfsgütern.
Jede Spende hilft jetzt, damit Kinder in Nepal die kalte Jahreszeit sicherer überstehen. Bitte unterstützen Sie unseren Nothilfe-Einsatz in Nepal. Vielen Dank!

Bild 1 von 4 | "So etwas haben wir noch nie gesehen": Das berichten uns unsere Kolleg*innen aus Nepal, die für UNICEF im Katastrophengebiet im Einsatz sind.
© UNICEF Video-Still/UNI1013407
Bild 2 von 4 | Alles ist Grau und Braun vom Schlamm, den das Wasser mitgebracht hat. Innerhalb von Minuten stieg es meterhoch. Die Sturzflut hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.
© UNICEF/UN0914644/Gautam
Bild 3 von 4 | Sonika (13) hat sich und ihren Bruder vor der Flut gerettet. Als das Wasser kam, drückte ihre Mutter ihr den kleinen Jungen in den Arm und sagte: "Renn." "Ich rannte den Hügel hinauf. Als ich mich umdrehte sah ich, wie mein Zuhause weggespült wurde", erzählt Sonika. Später konnten Sonika und ihr Bruder wieder mit ihrer Familie vereint werden. Sie erhalten Hilfe von UNICEF.
© UNICEF/UNI1011279/Prasad Ngakhusi
Bild 4 von 4 | Nach der Sturzflut fahren Bagger durch das Katastrophengebiet in Nepal, um die gröbste Verwüstung aus dem Weg zu räumen.
© UNICEF/UN0914875/Prasad Ngakhusi
So helfen wir den Kindern nach der Sturzflut in Nepal
Seit dem ersten Tag bringen UNICEF-Teams lebenswichtige Hilfsgüter zu den betroffenen Familien im Katastrophengebiet. Mit der Unterstützung der Spenden auch aus Deutschland konnten wir unsere Hilfe für die Kinder in Nepal stetig ausweiten.
Wasser und Hygiene: Das UNICEF-Team in Nepal hat seit der Katastrophe mehr als 50.000 Menschen mit sauberem Wasser und Notfall-Hygienesets erreicht (Stand: 5. Oktober 2026). Hygieneartikel wie Seife und Wassereimer helfen in einer solchen Notsituation, die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.
Dringende Hilfsgüter: Wir liefern dringende Hilfsgüter in die am schwersten betroffenen Gemeinden. Dazu gehören Zelte für die Gesundheitsversorgung, Moskitonetze sowie Sets für die Versorgung von Neugeborenen.
Psychosoziale Hilfe: Viele Kinder haben den Tod von Angehörigen miterlebt oder gesehen, wie ihr Zuhause weggespült wurde. Geschulte Betreuer*innen helfen ihnen, das Erlebte zu verarbeiten. Zudem haben wir zwei Hotlines für psychologische Betreuung eingerichtet.
Kinderschutz: Bis Anfang Oktober haben wir in den Flutregionen 28 kinderfreundliche Orte eingerichtet, in denen Kinder in Ruhe spielen und malen können.
Hilfe gegen Mangelernährung: Bis Anfang Oktober haben wir fast 5.000 Kinder auf Mangelernährung hin untersucht. Wenn Kinder Spezialnahrung brauchen, behandeln wir sie damit. Allein innerhalb der ersten Woche nach der Sturzflut haben wir 500 Kartons mit Erdnusspaste und 560 Kartons mit Mikronährstoffpulver in die Region gebracht.
Bildung: In der von der Sturzflut betroffenen Region sind zahlreiche Schulen zerstört oder beschädigt. Wir liefern Lernmaterialien in das Katastrophengebiet und haben bis Anfang Oktober bereits 52 Notschulen für die Kinder eingerichtet.

Bild 1 von 7 | Zahlreiche Schulen und Klassenräume wurden durch die Sturzflut zerstört oder beschädigt. UNICEF errichtet provisorische Lernzentren wie hier an einer weiterführenden Schule in Nuwakot. So haben die Kinder schnell wieder einen sicheren Ort, an dem sie weiter lernen können und der ihnen ein Gefühl von Routine und Stabilität zurückgibt.
© UNICEF/UN0929234/Prasad Ngakhusi
Bild 2 von 7 | In den provisorischen Lernzentren in Nepal stellt UNICEF den Kindern Lernmaterial zur Verfügung und bietet auch psychosoziale Hilfe an. Und: Unsere Teams kümmern sich darum, dass die Kinder dort sauberes Wasser haben und sich an den von UNICEF errichteten Wasserzapfstationen jederzeit bedienen können.
© UNICEF/UN0929161/Prasad Ngakhusi
Bild 3 von 7 | Vorbereitungen für den Winter: In einem provisorischen Warenlager prüfen UNICEF-Mitarbeitende die Kartons, die warme Kleidung und andere Hilfsgüter enthalten. Anschließend werden diese weiterverteilt an die Familien, die von den Überschwemmungen betroffen sind.
© UNICEF/UNI1016477/Upadhayay
Bild 4 von 7 | Eine speziell geschulte Betreuerin und eine UNICEF-Helferin sprechen mit einer Familie. Psychosoziale Hilfe ist aktuell besonders wichtig für die Kinder, denn sie haben einen Schrecken erlebt, den wir uns kaum vorstellen können.
© UNICEF/UNI1012205/Prasad Ngakhusi
Bild 5 von 7 | Dieses Flugzeug landete am 4. September in Kathmandu – an Bord 84 Tonnen Hilfsgüter von UNICEF, bestimmt für die Hilfe im Katastrophengebiet.
© UNICEF/UN0918413/Laxmi-Prasad-Ngakhusi
Bild 6 von 7 | In Warenlagern wie diesem werden die Hilfsgüter sortiert und für den Transport zu den Familien vorbereitet.
© UNICEF Video-Still/UNI1013407
Bild 7 von 7 | Wir von UNICEF liefern zum Beispiel Mittel zur Wasseraufbereitung aus. Sauberes Trinkwasser ist sehr wichtig, um Krankheitsausbrüchen vorzubeugen.
© UNICEF Video-Still/UNI1013407
Hintergrundinfos: Häufige Fragen und Antworten zur Lage der Kinder in Nepal
Bei Naturkatastrophen hat für UNICEF der Schutz der Kinder immer höchste Priorität.
Nur wenige Stunden nach der Sturzflut am 26. August 2026 haben sich UNICEF-Teams auf den Weg ins Flutgebiet gemacht. Wir unterstützen die Notversorgung vor Ort unter anderem mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung. Für Kinder und Familien, die die Sturzflut miterleben mussten, haben wir psychosoziale Hilfsangebote eingerichtet. Zudem liefern wir Hilfsgüter aus, darunter vor allem Trinkwasser und Hygieneartikel, um Krankheiten vorzubeugen, sowie Zelte. Wir weiten unsere Hilfe stetig aus.
Nach den Erdbeben 2015 und auch 2023 lieferte UNICEF tonnenweise Hilfsgüter in die von Naturkatastrophen betroffenen Regionen in Nepal, vor allem Trinkwasser, therapeutische Nahrung und Medikamente. Die Mädchen und Jungen, die schon vor dem Erdbeben in großer Armut lebten, sind in solchen Krisensituationen am stärksten gefährdet und häufig von Mangelernährung bedroht. UNICEF hat diese Kinder besonders im Blick und versorgt sie mit überlebenswichtiger Zusatznahrung und psychosozialer Hilfe. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich auch darum, über Hygieneregeln aufzuklären – damit sich in den betroffenen Gebieten nach einer Naturkatastrophe keine Krankheiten ausbreiten.
UNICEF arbeitet schon seit vielen Jahren in Nepal. Dank Ihrer Spenden stehen in unseren regionalen Warenlagern Hilfsgüter für Notfälle bereit, auf die wir jederzeit schnell zugreifen können. Um diese Hilfe aufrechterhalten zu können, brauchen die Kinder in Nepal weiterhin Ihre Unterstützung!
Warum für UNICEF spenden?
Ihre Spende verändert Kinderleben. Unsere Teams helfen den Kindern vor Ort. Und Sie von zuhause aus.
- Sie spenden – und wir impfen Aichata in Mali als Baby gegen Malaria, damit sie besser vor der tödlichen Krankheit geschützt ist.
- Sie spenden – und wir geben dem 18-monatigen Nasratullah in Afghanistan therapeutische Nahrung, damit er wieder Energie hat zum Spielen.
- Sie spenden – und wir bohren in Tansania ein Wasserloch im Dorf von Tausi, damit die Elfjährige nicht mehr stundenlang unterwegs ist zum Wasserholen und wieder zur Schule gehen kann.
UNICEF wurde 1946 als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gegründet. Seitdem setzen wir uns in über 190 Ländern für die Kinderrechte und für Kinder in Not ein. Jedes Kind ist uns gleich wichtig – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Besonders kümmern wir uns um die ärmsten und am meisten benachteiligten Kinder: Kinder in Krisenregionen, entlegenen Dörfern oder auf der Flucht.
Wir arbeiten mit Regierungen und lokalen Organisationen zusammen, um gemeinsam das Beste für die Kinder zu erreichen und ihnen direkt während einer Krise, aber auch langfristig zu helfen. Unsere Partner vertrauen uns, weil wir seit Jahrzehnten weltweit als Hilfsorganisation für Kinder anerkannt sind.
Wir sind Profis in Sachen Logistik und geübt darin, Kindern bei Krisen und Katastrophen schnell zu helfen. Das ist wichtig, denn für Kinder in Not zählt jede Minute. Innerhalb von 72 Stunden bringen wir unsere Hilfsgüter in jeden Winkel der Erde.
Wie wir das machen? Wir haben ein riesiges Warenlager in Kopenhagen – das größte humanitäre Lager weltweit. Hier verpacken wir unsere Hilfsgüter und verschicken sie dorthin, wo Kinder sie bereits dringend erwarten. Dazu kommen fünf weitere große UNICEF-Warenlager sowie hunderte kleinere Regionallager auf den verschiedenen Kontinenten. Weit über Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Beschaffung und Lieferung von UNICEF-Hilfsgütern, um Kinder und Familien für eine gesündere, sicherere und hoffnungsvollere Zukunft zu rüsten: Von Spezialnahrung und Impfstoffen bis hin zu Erste-Hilfe-Sets und Schulrucksäcken – die UNICEF-Logistik-Experten sorgen dafür, dass die wertvolle Fracht heil am richtigen Ort ankommt, egal ob per Flugzeug, Lastwagen, Schiff oder manchmal auch per Motorrad oder Lastesel.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht erfahren Sie, wie viel Geld UNICEF Deutschland eingenommen hat, in welche Länder wir die Spendengelder überwiesen haben und wie sie den Kindern vor Ort in dem Jahr konkret geholfen haben. Sie können sich im Geschäftsbericht auch darüber informieren, wie hoch die interne Kostenquote bei UNICEF Deutschland ist und wie viel wir zum Beispiel für Personal und Spendenwerbung ausgeben.
Das DZI-Spendensiegel bestätigt seit Jahren unsere verantwortungsvolle Verwaltung der Spendengelder. UNICEF Deutschland lässt sich regelmäßig prüfen, um höchste Transparenz und Seriosität zu gewährleisten. Mit dem DZI-Spendensiegel gehören wir seit vielen Jahren zu den besonders vertrauenswürdigen Spendenorganisationen.
Allein kann man wenig bewirken, gemeinsam aber viel. Mit Ihrer Spende werden Sie Teil einer großen UNICEF-Gemeinschaft. Über 300.000 Menschen in Deutschland unterstützen unsere Programme mit einer Dauerspende – zum Beispiel für Ernährung, Gesundheit, Bildung und Kinderschutz.
Dazu kommen Hunderttausende Einzelspenderinnen und -spender, Tausende Ehrenamtliche, zahlreiche Unternehmen sowie viele Prominente, die sich für UNICEF engagieren. Gemeinsam können wir die Welt für Kinder verändern.

UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern.
© UNICEF/UNI610093/Dejongh
In Nepal können viele Kinder nicht zur Schule gehen – manche aus finanziellen Gründen, andere, weil sie zu weit entfernt von der nächsten Schule wohnen. Die UNICEF-Bildungsinitiative "Let Us Learn" ermöglicht es zum Beispiel Kindern in besonders abgelegenen Regionen Nepals, Lesekurse zu besuchen. Für Schulabbrecher*innen bietet UNICEF außerdem speziellen Förderunterricht.
Erfahren Sie mehr darüber, was UNICEF in Nepal dafür tut, dass alle Kinder die gleichen Chancen auf eine gute Bildung erhalten.

