Ukraine: Kampf gegen Aids

STRASSENKINDER IN DER UKRAINE

UNICEF SCHÜTZT KINDER VOR HIV/AIDS

Artem (Foto oben) ist ziemlich zäh. Ganz allein kämpfte er sich auf den Straßen von Odessa durch, nachdem ihn seine alkoholkranke Mutter immer wieder geschlagen und schließlich davongejagt hatte. Anders als viele Kinder in seiner Situation hat der Vierzehnjährige überlebt, ohne drogenabhängig zu werden und ohne sich mit HIV/Aids zu infizieren. Er verkaufte Zeitungen, um etwas Geld zu verdienen. So schaffte er es zwei Jahre lang zu überleben.

Dann fanden ihn die Sozialarbeiter von „Way home“, einem von UNICEF unterstützten Straßenkinderzentrum in Odessa. Hier erhält Artem Essen, er hat einen geschützten Schlafplatz und kann Lesen und Schreiben lernen. Jetzt ist er in Sicherheit. Artems Geschichte gibt auch anderen Straßenkindern Hoffnung. UNICEF ist es in den letzten Jahren gelungen, viele Kinder in der Ukraine vor den Gefahren der Straße und vor dem tödlichen Virus zu schützen.

Bekämpfen Sie HIV und Aids

Eine Welt ohne HIV und Aids ist möglich – und Sie können dazu aktiv beitragen. Unterstützen Sie die UNICEF-Gesundheits- und Aufklärungsprojekte gegen das Virus.

Euro
Kinder & HIV/Aids

HIV/Aids zerstört das Leben von Kindern

Obdachlose Kinder wie Artem auf der Straße zu sehen, ist in der Ukraine keine Seltenheit. Jeder dritte Ukrainer lebt unterhalb der Armutsgrenze. Das Land hat den Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion noch immer nicht vollständig verkraftet und hat noch dazu aktuell mit den Herausforderungen der Ukraine-Krise im Osten des Landes zu kämpfen.

Viele Kinder fliehen vor der Armut und der Gewalt in ihren zerrütteten Familien auf die Straße. Dort geraten manche von ihnen ins Drogenmilieu oder gehen auf den Strich. Ohne Betreuung sind sie hier Krankheiten wie HIV/Aids, Gewalt und Missbrauch schutzlos ausgeliefert. Besonders gefährdet sind junge, drogenabhängige Frauen.

Auch außerhalb des Drogenmilieus stecken sich viele junge Frauen bei ihren Partnern an: Insgesamt sind 240.000 Menschen in der Ukraine mit HIV infiziert, davon mehr als die Hälfte Frauen. Dadurch ist auch die Zahl der Neugeborenen, die sich bereits im Mutterleib mit dem Virus infizieren, sehr hoch. Besonders junge Mütter aus schwierigen sozialen Verhältnissen erhalten oft kaum Hilfe; vielerorts wird HIV-infizierten Schwangeren die Betreuung sogar ganz verweigert. Die medizinische Versorgung HIV-positiver Kinder ist katastrophal – überall fehlt es an Medikamenten und qualifiziertem Personal.

Das hat UNICEF mit Ihren Spenden schon erreicht

Mit Spenden aus Deutschland konnte UNICEF für die Straßenkinder der Ukraine schon viel erreichen: Wir konnten ihnen neue Perspektiven geben und viele gefährdete Kinder vor HIV und Aids schützen.

  • Anlaufstellen für Straßenkinder geschaffen: Im „Way home“, dem Straßenkinder-Zentrum in Odessa, haben viele Kinder wie Artem ihren Weg weg von der Straße gefunden. UNICEF hat zusammen mit lokalen Partnerorganisationen noch zwei weitere Zentren in Kiew und Mykolyav eingerichtet. Dort bekommen die Kinder seitdem Essen und warme Kleidung und lernen Lesen, Schreiben und Rechnen. Und Betreuer zeigen ihnen auch, wie sie sich vor HIV und anderen Krankheiten schützen können. UNICEF hat außerdem mit Hilfe von Spenden aus Deutschland jugendliche Freiwillige ausgebildet, die die Aufklärungsarbeit unterstützen. 
  • Hilfe für HIV-positive und drogenabhängige Schwangere aufgebaut: UNICEF hat mit Ihren Spenden in Odessa, Dnjepopetrowsk und Poltava drei integrative Betreuungszentren für drogenabhängige, schwangere Frauen aufgebaut. Von UNICEF geschulte Sozialarbeiter und Ärzte unterstützen die Frauen während der Schwangerschaft, bei der Vorsorge und gesundheitlichen Problemen, Behördengängen oder wenn sie einfach ein offenes Ohr brauchen. Besonders Frauen aus sozial schwachen Verhältnissen haben auf diese Art Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten. UNICEF hat in den Zentren auch medizinisches Gerät und Medikamente bereitgestellt. So kann direkt nach der Geburt der HIV-Status der Babys überprüft und bei Bedarf sofort mit der Behandlung begonnen werden. 

Unterstützen Sie weitere HIV/Aids-Projekte

Möchten Sie Projekte wie dieses fördern? Spenden Sie jetzt und stellen Sie sicher, dass HIV und Aids bald keine Gefahr mehr für Mädchen und Jungen sind. 

MEHR ZU HIV/AIDS