UNICEF Einsatz in der Ukraine

Ukraine-Konflikt: Angriffe auf Schulen

Kämpfe und Minen gefährden Mädchen und Jungen in der Ukraine

Seit April 2014 herrscht Krieg in der Ost-Ukraine. Die Kinder trifft der bewaffnete Konflikt besonders hart: Mehr als 400.000 Kinder leben in der aktiven Kampfzone – in unmittelbarer Nähe zur Front. Sie brauchen unsere Hilfe. Viele haben durch die Angriffe alles verloren, ihre Häuser liegen in Schutt und Asche. Manche haben den Tod von Angehörigen und Freunden miterleben müssen.

Immer wieder werden bei den Kämpfen auch Schulen beschossen. Einschusslöcher im Klassenzimmer, gefährliche Fahrten mit dem Schulbus und Alpträume sind für viele Kinder trauriger Alltag. Viele Kinder mussten wegen der Gefechte ihren Schulbesuch unterbrechen. Sie alle wünschen sich das Eine: dauerhaften Frieden.

Doch Frieden ist nicht in Sicht. Dafür wächst die Not. Die psychischen Folgen durch die Gewalt des Krieges für die Mädchen und Jungen sind unvorstellbar. Noch dazu haben viele Familien kein sauberes Wasser und auch weder Strom noch Heizung  – eine große Belastung für die Kinder in einer Region, in der der Winter bitter kalt ist. Auch der Zugang zu medizinischer Versorgung ist eingeschränkt.

Die Mädchen und Jungen in der Ost-Ukraine brauchen dringend Hilfe!

Minen töten Kinder

Landminen und Blindgänger sind eine große Bedrohung für Kinder in der Ost-Ukraine. Denn die Region ist eins der am stärksten verminten Gebiete der Welt. Inmitten dieses Hochrisiko-Gebietes leben mehrere Hunderttausend Kinder, sie gehen hier zur Schule und spielen mit ihren Freunden. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs wurden fast 200 Kinder durch Minen oder andere explosive Munitionsrückstände getötet oder verletzt (Stand: November 2019). 

Der 14-jährige Aleksey hat durch eine Granate drei Finger verloren.
Bild 1 von 4

Aleksey, 14, hat nur noch zwei Finger an seiner rechten Hand. Von einem vorbeifahrenden Militärfahrzeug war etwas heruntergefallen, und Aleksey hatte es aufgehoben. Es waren Teile einer Granate, die direkt in seiner Hand explodierten.

© UNICEF/UN0150855/Gilbertson VII Photo
Sandsäcke sollen Schulkinder vor Beschüssen schützen.
Bild 2 von 4

„In den Pausen dürfen wir nicht draußen spielen“, erzählt Lera, 10. Dicke Säcke gefüllt mit Sand sollen die Kinder im Klassenzimmer vor Beschüssen schützen. Und jede Woche gibt es Übungen, bei denen die Schüler im Bunker unter dem Gebäude für den Ernstfall üben.

© UNICEF/UN0150817/Gilbertson VII Photo
Viele Zivilisten leben in der aktiven Kampfzone.
Bild 3 von 4

Trauriger Alltag in den frontnahen Städten der Ost-Ukraine: zerbombte Wohngebäude, so wie hier in Mariinka. Mariinka liegt direkt an der Grenze, an der die Kämpfe zwischen der ukrainischen Armee und Nichtregierungskräften am heftigsten sind.

© UNICEF/UN0150923/Gilbertson VII Photo
Die Angriffe auf Schulen in der Ukraine lassen traumatisierte Kinder zurück.
Bild 4 von 4

Selbst in ihren Schulen sind die Kinder nicht sicher. Hunderte Schulen sind durch Angriffe beschädigt oder zerstört worden – manche von ihnen waren gleich mehrfach unter Beschuss. Zurück bleiben Verwüstung – und viele traumatisierte Kinder.

© UNICEF/UN0312581/Filippov

Ukraine: Hilfsgüter werden dringend gebraucht

Wir brauchen dringend Spenden, um unsere Arbeit für die Kinder in der Ukraine fortzusetzen. Zum Beispiel, um den Kindern weiterhin sauberes Trinkwasser und Medikamente zur Verfügung zu stellen. Mit Ihrer finanziellen Hilfe statten wir außerdem Kinder mit Schulmaterial aus und mit warmer Kleidung gegen die eisigen Temperaturen im Winter. Damit die Kinder sicher sind, informieren wir sie über die Gefahren von Minen in ihrer Umgebung.

Ukraine-Krise: UNICEF-Hilfslieferungen erreichen die Menschen
Bild 1 von 3

Die Hilfsgüter von UNICEF sind für Familien in Notunterkünften bestimmt.

© UNICEF/NYHQ2014-3163/Zmey
Ukraine-Krise: Hygieneset für Familien
Bild 2 von 3

Bedürftige Familien bekommen Hygienesets, warme Winterkleidung und andere Hilfsgüter, die ihnen die Situation erleichtern.

© UNICEF/NYHQ2014-3165/Zmey
Ukraine-Krise: Lernmaterial und Spielzeug für Kinder
Bild 3 von 3

Die Kinder erhalten von uns auch Lernmaterialien und Spielzeug. So haben sie die Chance, ihre schwere Situation zwischendurch ein bisschen zu vergessen.

© UNICEF/Ukraine/2015/Zmey

Wir helfen auch bei der Ausbildung von Schulpsychologen, die traumatisierte Kinder begleiten. Auch um die Reparatur oder den Wiederaufbau von Schulen, Kindergärten und anderen zerstörten Gebäuden kümmern wir uns. Und: Wir unterstützen bei der Sanierung von Heizungs- und Wassersystemen.