Reisetagebuch Liberia: Teenager in Liberia

"GEMEINSAM GEGEN TEENAGERSCHWANGERSCHAFTEN"

BESUCH AN DER R.S. CAULFIELD SCHULE

Wir besuchen die R.S. Caulfield Schule, eine Stunde außerhalb von Monrovia. Sie ist Teil unserer „Let us learn“-Initiative mit UNICEF, in die gerade drei weitere Schulen aufgenommen werden konnten.

Mädchen der Klassen 7 bis 9 erhalten hier dreimal pro Woche zwei Stunden Nachhilfeunterricht. Sechs Lehrer hat UNICEF dafür ausgebildet. Das hilft den Mädchen, verpassten Stoff aufzuholen und einen guten Abschluss zu machen. Denn viele müssen mitarbeiten, um ihre Familien zu unterstützen.

Bücher, die Schuluniform, Schuhe und sonstiger Schulbedarf kosten umgerechnet etwa 40 Euro – und selbst ein Lehrer verdient pro Monat oft nicht einmal 100 Euro. Deshalb gibt es einen Hilfsfonds, in den alle Eltern, die das können, einzahlen. So konnte im letzten Jahr schon Schulausstattung für fünf Mädchen aus besonders armen Familien finanziert werden.
Jeden Mittwoch von 9 bis 10 Uhr treffen sich die Schülerinnen im „Mädchenclub“, um sich beim Lernen zu unterstützen. Wir sprechen ausführlich mit den Schülerinnen (und einem Schüler!), mit Lehrern, Vertretern der Schulbehörde und Elternvertretern. Alle ziehen an einem Strang, damit möglichst viele Talente gefördert werden!

Heute gehen fast alle zur Schule

Im Anschluss lädt uns die Dorfgemeinschaft in ihre Versammlungshütte ein. Hier trifft sich die „Mütter-für-Töchter-Gruppe“. „Unser Ziel lautet: Keines unserer Mädchen soll vor dem 19. Lebensjahr schwanger werden“, sagt ihre Leiterin. „Denn dann ist es fast immer mit der Schule vorbei.“ Gemeinsam mit dem Dorfältesten, mit den Lehrern und der Schulleitung, durch den Hilfsfonds der Eltern, durch Aufklärungsarbeit und Werbung für den Schulbesuch ist den Müttern Großartiges gelungen: In den letzten zwei Jahren ist tatsächlich kein Mädchen mehr schwanger geworden. Und fast alle Mädchen im Dorf gehen zur Schule.

Die vielen Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen, mit ihren Eltern und Lehrern, mit den Gemeinden, mit UNICEF und den lokalen Partnern haben uns wieder einmal bestärkt: Wir tun hier das Richtige und helfen den Menschen, sich selbst zu helfen! Und das ist ein sehr, sehr schönes Gefühl, mit dem wir hoch zufrieden wieder nach Deutschland reisen.

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