PAKISTAN: MOBILE GESUNDHEITSTEAMS BRINGEN HILFE IN DIE DÖRFER
Dienstag, 4. März 2014, 17:22 Uhr
von Beatrix Hell | 0 Kommentare

Über 226 mobile Gesundheitsteams erreicht UNICEF jetzt auch Kinder und Mütter in entlegenen Dörfern der pakistanischen Provinz Sindh.

Mütter warten mit ihren Kindern auf eine medizinische Behandlung.  ©UNICEF/Faisal Yousaf

Mütter warten mit ihren Kindern auf eine medizinische Behandlung.
© UNICEF/Faisal Yousaf

Hier ist jedes vierte bis fünfte Kind akut mangelernährt. Auch ein Jahr nach der Flutkatastrophe sind viele Familien weiterhin auf Hilfe angewiesen. Sie haben ihr Zuhause und ihre berufliche Existenz verloren. Viele Eltern können ihre Kinder kaum noch ernähren. UNICEF unterstützt Gesundheitshelfer, die die betroffenen Familien medizinisch versorgen und mangelernährte Kinder behandeln. Die Mädchen und Jungen erhalten zum Beispiel Zusatznahrung und Medikamente.

Denn auch ein Jahr nach der schweren Flutkatastrophe ist die Lage der Kinder schwierig:

Insgesamt 18 Millionen Menschen in Pakistan waren von der Flut betroffen – darunter fast vier Millionen Kinder.Fast alle Vertriebenen konnten mittlerweile in ihre Heimatorte zurückkehren. Doch auch dort stehen sie oft vor dem Nichts.Viele Familien haben ihre Lebensgrundlage verloren: Dicke Schlammschichten machen die Landwirtschaft fast unmöglich.Es fehlt weiterhin an sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen, Krankenhäusern und Schulen.

MIKRONÄHRSTOFFPULVER

UNICEF verteilt in Krisen- und Katastrophengebieten Mikronährstoff-Pulver, um Kinder vor gefährlichen Mangelerscheinungen zu schützen und ihr Immunsystem zu stärken. Jedes Päckchen enthält wichtige Vitamine, Eisen, Zink und Jod. Mangelernährung ist besonders für Kinder lebensbedrohlich. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind wichtig für eine gute Entwicklung. Fehlen diese wichtigen Nährstoffe, sind Kinder anfälliger für Infektionen und Entwicklungsstörungen.

POLIO-IMPFSTOFF

Die Kinderlähmung bedroht in einigen Ländern noch immer Leben und Gesundheit der Kinder - auch wenn das Virus durch Massenimpfungen bereits stark zurückgedrängt werden konnte. Um den Erreger endgültig auszurotten, müssen gerade Kinder in entlegenen Gebieten oder in Krisengebieten geimpft werden. Sie erhalten den Polio-Impfstoff als Schluckimpfung - vier Dosen im ersten Lebensjahr stellen die Grundimmunisierung sicher.

MOSKITONETZ

Der Malaria-Erreger wird von der Anopheles-Mücke übertragen, die vor allem nachts zusticht. Alle 30 Sekunden stirbt ein Junge oder Mädchen an Malaria – in Afrika ist die Fieberkrankheit die häufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. Gegen Malaria gibt es keinen Impfschutz, der einzige Schutz ist deshalb ein Moskitonetz. Es ist mit auch für Babys völlig ungefährlichen Insektiziden imprägniert. Der Wirkstoff bleibt über vier bis sechs Jahre in den Fasern wirksam. UNICEF versorgt vor allem Schwangere und junge Mütter mit den Netzen - so können sie mit ihren Kindern geschützt schlafen.

SPEZIALMILCH

Für lebensbedrohlich mangelernährte Kinder richtet UNICEF in Krisenregionen einfache therapeutische Ernährungszentren ein. Hier werden die Kinder langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt. Schwer ausgezehrte Kinder erhalten mit dem Löffel oder über einen Nasenschlauch kalorienreiche Spezialmilch - in kleinen Portionen, rund um die Uhr.

Ein Karton enthält 24 Dosen Pulver á 400 g zur Herstellung von Spezialmilch. Dabei kann aus einer Dose 2480 ml Spezialmilch hergestellt werden.


Hinweis: UNICEF spricht sich nachdrücklich für das Stillen von Neugeborenen und Babys aus. Diese Spezialmilch wird dennoch in Ernährungszentren, Flüchtlingslagern sowie Krankenhäusern in Regionen eingesetzt, in denen eine ausreichende Ernährung durch Hungersnöte, Dürre und Ernteausfällen nicht immer gewährleistet ist.

TETANUS-IMPFSTOFF

Impfungen schützen Mütter und ihre Neugeborenen vor einer Ansteckung. Etwa alle drei Minuten stirbt ein Baby an Tetanus. Während die Krankheit in den Industrieländern praktisch nicht mehr vorkommt, fallen ihr in den Entwicklungsländern jährlich 140.000 Neugeborene und mehr als 30.000 Mütter zum Opfer.

ERDNUSSPASTE

Nach Kriegen oder langen Dürreperioden bedroht Mangelernährung besonders die Kinder. Das heißt nicht nur, dass die Kinder zu wenig zu essen bekommen. Ihnen fehlen auch lebenswichtige Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Die Kinder sind dadurch anfällig für Infektionen und Entwicklungsstörungen. UNICEF versorgt mangelernährte Kinder besonders in Afrika mit nahrhafter Erdnusspaste. Diese vitamin- und mineralstoffhaltige Zusatznahrung stärkt die Abwehrkräfte der Kinder und hilft ihnen, wieder Gewicht zuzunehmen.

KOMMENTAR SCHREIBEN

Herzlich Willkommen im UNICEF-Blog! Für ein faires Miteinander beachten Sie bitte die Verhaltensregeln.
Wir verarbeiten Ihre Daten mit Ihrer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 f DSGVO, damit Sie einen Kommentar hinterlassen können. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
*Pflichtfeld