DANKESCHÖN AUS JORDANIEN
Dienstag, 4. März 2014, 15:38 Uhr
von Christian Schneider | 0 Kommentare

Abdallah hat den Krieg gesehen. Mit feierlicher Miene überreicht mir der Fünfjährige im von UNICEF unterstützten Fraternity-Kinderzentrum in Beirut sein Bild seiner Heimat. Ein Geschenk für mich, das eine Idylle zeigt: Berge, hinter denen die Sonne aufgeht, oder untergeht. Blumen, blauer Himmel, ein Haus. Aber auch, mittendrin: ein Panzer, und ein verzweifelter Mensch mit weit aufgerissenen Augen.

Christian Schneider im Flüchtlingscamp in Jordanien. ©UNICEF

UNICEF-Geschäftsführer Christian Schneider sagt "Danke" für Ihre Unterstützung bei der Nothilfe für syrische Flüchtlingskinder (hier beim Besuch des Za'atari-Flüchtlingscamps in Jordanien).
© UNICEF

Syrische Kinder weiterhin auf der Flucht vor der Gewalt

Allein in den letzten Tagen vor Weihnachten sind einige Tausend Menschen aus Syrien in den benachbarten Libanon geflohen. Sicher sind drei Viertel von ihnen Frauen und Kinder. Gewalt, Angst, die Sorge um zurückbleibende Angehörige machen ihnen zu schaffen. Während meines Besuches gemeinsam mit dem deutschen Bundesminister für Entwicklung berichten die Frauen von ihrer Flucht. Im Versammlungsraum der Einrichtung hängt die bange Frage in der Luft, wie es für sie weiter gehen soll fern der Heimat, wo doch ein Ende der Gewalt überhaupt nicht in Sicht ist.

UNICEF bietet Kindern Zufluchtsorte

Wer Abdallah und die anderen Kinder hier spielen, singen, toben sieht (und hört), wird nicht fragen, wie wichtig diese von UNICEF geförderten Orte für die Flüchtlingskinder sind. In der Enge des seit Lagers Bourj El Barajneh, das schon seit Jahrzehnten palästinensichen Flüchtlinge beherbergt, entlädt sich hier auf spielerische Weise vieles von den Ängsten und Frustrationen der jüngeren wie der älteren Kinder. Während die Gedanken der Eltern um Tote und Verletzte und die Gefahren für die Daheimgebliebenen kreisen, um die viel zu hohe Miete für die kleine Unterkunft in Beirut, um die nächste Mahlzeit, können die Kinder hier dem allen für ein paar Stunden entkommen.

Abdallah ist eines von Hunderttausenden Kindern, liebe UNICEF-Freunde, die es in eines der sicheren Nachbarländer geschafft haben. Viele mehr sind weiter innerhalb Syriens auf der Flucht.

Ihre Hilfe kommt an

Mit Ihrer Hilfe konnte UNICEF die Kinder in den schwierigen Monaten ihrer Flucht versorgen. Auch in Syrien selbst helfen unsere UNICEF-Kollegen in diesen Tagen weiter, werden Kinder geimpft, medizinisch versorgt, erhalten sie Wasser und psychosoziale Betreuung, wenn der Alptraum der Gewalt zu schwer drückt.

Vielen Dank für Ihre tolle Unterstützung

Mit diesen kurzen Eindrücken aus dem Alltag der UNICEF-Hilfe in einer Situation, die für Kinder ganz und gar nicht alltäglich sein sollte, möchte ich Ihnen zum Jahresende 2012 herzlich danken. Für Ihre Spende, für Ihre Zeit, für Ihr Engagement, gemeinsam mit uns, für die Kinder in Syrien und an vielen anderen Orten der Welt. Dankeschön.

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