TROMMELN FÜR MÄDCHENRECHTE
Dienstag, 25. Februar 2014, 14:24 Uhr
von Ninja Charbonneau | 0 Kommentare

Mehrere Wochen Vorbereitung und dann das: Eine Viertelstunde vor unserer Aktion zum ersten Weltmädchentag vor dem Brandenburger Tor fängt es an zu regnen.

Trommeln für Mädchenrechte. ©UNICEF

UNICEF-Aktion in Berlin mit Sabine Christiansen, Eva Padberg und UNICEF-JuniorBotschafterinnen.
© UNICEF

Die Fotografen, die sich schon in Position gestellt haben und um die besten Plätze in der Mitte kämpfen, fangen an zu murren. Aber immerhin, alle bleiben bis zum Schluss (und werden immer nasser). Dann kommen die Stars des heutigen Tages: die Mädchen, junge UNICEF-JuniorBotschafterinnen aus Berlin, ziehen mit ihren blauen T-Shirts, Klappern und lauten „Ho, ho, Mädchentag“-Rufen auf den Pariser Platz. Aber zugegeben, auch wenn sie am Weltmädchentag im Mittelpunkt stehen – ohne die prominente Unterstützung von den erwachsenen UNICEF-Botschafterinnen Sabine Christiansen und Eva Padberg wären vermutlich nicht so viele Medienvertreter gekommen. Das sagen einige Fotografen auch ganz offen.

Trommeln für die Mädchenrechte. ©UNICEF

Trommeln für die Mädchenrechte.
© UNICEF

Genau deshalb ist es gut, dass wir unsere UNICEF-Botschafter und andere prominente Unterstützer haben, denn sie helfen uns, Aufmerksamkeit auf wichtige Themen zu lenken, die sonst wenig beachtet werden. Seit gestern ist das sympathische Topmodel Eva Padberg offiziell deutsche UNICEF-Botschafterin. Beim Abendessen hat der UNICEF-Vorsitzende Dr. Jürgen Heraeus ihr mittlerweile sechsjähriges Engagement für Kinderrechte gewürdigt, und Eva Padberg hat, sichtlich gerührt über die warmen Worte, feierlich die Ernennungsurkunde unterzeichnet. Die langjährige UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen hat Padberg im Kreis der Botschafter willkommen geheißen. Es war eine sehr schöne Runde, bei der alle viel von ihren Projektreisen erzählt haben. Dr. Heraeus kam gerade aus Mosambik zurück, Sabine Christiansen war vor kurzem in Afghanistan und auch Eva Padberg erinnert sich noch gut an ein Waisenmädchen, das sie in Ruanda kennengelernt hatte. Alle sind sich einig: Mädchen und Frauen tragen in Entwicklungsländern die größte Last – und sie sind oft diejenigen, die es schaffen, auch unter schwierigen Bedingungen für sich und ihre Familien das Beste aus ihrem Leben zu machen.

Jetzt also schlagen Eva Padberg, Sabine Christiansen und Dr. Jürgen Heraeus gemeinsam mit den JuniorBotschafterinnen vor dem Brandenburger Tor Alarm und machen auf die millionenfache tägliche Diskriminierung und Ausbeutung von Mädchen aufmerksam. Die JuniorBotschafterinnen, unter ihnen Philine, Ada und Clara (alle 9) halten Porträt-Fotos von Mädchen aus Entwicklungsländern hoch und lesen deren Geschichte vor, als Beispiel für das Schicksal von vielen Millionen Mädchen weltweit. Danach machen die JuniorBotschafterinnen mit Christiansen und Padberg noch mal richtig viel Krach, und die Fotografen rufen „Eva, guck zu mir!“ und „Sabine, zu mir“ und machen fast endlos viele Fotos. Im Anschluss erklären die großen und kleinen UNICEF-Botschafterinnen in Einzelinterviews, warum es wichtig ist, Mädchen zu stärken. Auch die 9-jährige Philine steht den Journalisten wie ein Profi Rede und Antwort. Sie hat vergangenes Jahr mit ihrer Freundin Ada ein kleines Konzert für Freunde und Nachbarn gegeben, dabei Spenden gesammelt und mit dieser Aktion beim JuniorBotschafter-Wettbewerb mitgemacht. Ob sie sich auch dieses Jahr wieder bewerben? „Auf jeden Fall!“, sagt Philine. „Wir haben auch schon eine Idee. Wir wollen eine Pantomime zum Thema Kinderarbeit machen.“ Wenn es noch viele solche engagierten und selbstbewussten Mädchen wie Philine, Ada und Clara gibt, müssen wir uns zumindest um die Mädchen in Deutschland keine Sorgen machen. Respekt!

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