DAS UNICEF-JAHR 2012
Dienstag, 4. März 2014, 15:16 Uhr
von Simone Morawitz | 0 Kommentare

Daniela Schadt wird neue UNICEF-Schirmherrin, in Berlin startet die UNICEF-Kampagne “Wasser wirkt”, in Syrien erhalten Familien auf der Flucht Hilfe – der Jahresrückblick 2012 aus UNICEF-Sicht!

UNICEF-Jahresrückblick 2012

© UNICEF

Es ist zu einer schönen Tradition geworden, am Ende des Jahres noch einmal inne zu halten und zurückzuschauen. Auch wir möchten das tun und unser ganz persönliches UNICEF-Jahr 2012 noch einmal Revue passieren lassen. Die Ereignisse des vergangenen Jahres haben uns manchmal traurig und wütend gemacht, aber auch viele Male tief berührt und erfreut.

So konnte mit der Unterstützung von UNICEF und seinen Partnern vor Ort beispielsweise die Kindersterblichkeit in den vergangenen 20 Jahren um fast die Hälfte gesenkt werden. Die Zahl der Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren ging dabei von mehr als 12 Millionen in 1990 auf 6,9 Millionen zurück. Außerdem können heute mehr Kinder in die Schule gehen, als jemals zuvor. Seit 1999 ist die Zahl der Kinder, die keine Grundschule besuchen von 101 Millionen auf 61 Million zurückgegangen. Das alles sind tolle Erfolge, die wir vor allem durch Ihre Hilfe erreicht haben – ein herzliches Dankeschön dafür!

Schauen wir gemeinsam zurück – auf unser UNICEF-Jahr 2012:

JanuarZwei Jahre nach der Erdbebenkatastrophe vom 12.1.2010 in Haiti veröffentlicht UNICEF einen Bericht über die Lage der Kinder vor Ort. Fazit: Über 750.000 Kinder können heute in Haiti wieder zur Schule gehen. In den vom Erdbeben verwüsteten Gebieten haben mehr als 120.000 Kinder einen Platz zum Spielen und Lernen bekommen. Doch nach wie vor sind die Herausforderungen groß.

Spielzone in Haiti. ©UNICEF/NYHQ2011-2081/Dormino

Mit Unterstützung von UNICEF wurden in Haiti für über 120.000 Kinder Spiel- und Lernmöglichkeiten in betreuten Spielzonen errichtet.
© UNICEF/Dormino

FebruarDas Festkomitee Kölner Karneval gestaltet für UNICEF erstmalig einen eigenen Karnevalswagen, der beim Kölner Rosenmontagszug mitfährt. Der Wagen thematisiert die schwierige Situation vieler Kinder und Jugendlicher in der Ukraine – neben Polen Gastland der Fußballeuropameisterschaft im Juni 2012. In der Ukraine leiden besonders viele benachteiligte Kinder und Jugendliche unter den großen sozialen Gegensätzen im Land.

UNICEF-Karnevalswagen auf dem Rosenmontagszug. ©UNICEF/Bosse

Der Wagen thematisiert die schwierige Situation vieler Kinder und Jugendlicher in der Ukraine.
© UNICEF/Bosse

MärzDie neue UNICEF-Studie “Stilles Leid” zur Situation von abgeschobenen und rückgeführten Kindern wird veröffentlicht. Dabei kommt UNICEF zu dem Ergebnis, dass bei Abschiebungen oder Rückführungen von Flüchtlingen und Migranten das Wohl des Kindes meist nicht beachtet wird.

Immer mehr Flüchtlingskinder leiden unter schweren psychosozialen und gesundheitlichen Problemen. Befragt wurden mehr als 160 Jungen und Mädchen sowie 131 Eltern. Sie waren 2010 aus Deutschland und Österreich –meist gegen ihren Willen – in den Kosovo zurückgebracht worden.

Flüchtlingslager Leposavic. ©UNICEF/Dietz

Roma-Kinder im Flüchtlingslager Leposavic im Kosovo.
© UNICEF/Dietz

AprilDer internationale UNICEF-Botschafter Harry Belafonte startet gemeinsam mit Schülern die bundesweite UNICEF-Kampagne “Wasser wirkt” für das Kinderrecht auf sauberes Wasser. Noch immer haben rund 780 Millionen Menschen weltweit kein sauberes Trinkwasser. 2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen.

Sauberes Trinkwasser ist überlebenswichtig. ©UNICEF/Ose

Sauberes Trinkwasser und hygienische Lebensverhältnisse sind überlebenswichtig und die Voraussetzung dafür, dass Kinder gesund und in Würde aufwachsen können.
© UNICEF/Ose

MaiDaniela Schadt, die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, wird neue Schirmherrin von UNICEF Deutschland.

Bettina Wulff übergibt das Ehrenamt anlässlich des bundesweiten UNICEF-Aktionstags “Wasser wirkt” in Schloss Bellevue bei einem Treffen mit UNICEF-JuniorBotschaftern.

Daniela Schadt – engagiert als Schirmherrin

„UNICEF verbindet konkrete Hilfe mit nachhaltigen Verbesserungen für Kinder“, sagt Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten und Schirmherrin von UNICEF Deutschland.
© UNICEF DT/ 2012/Julia Zimmermann

JuniDie neuen UNICEF-Juniorbotschafter 2012 heißen Linn Marie Schütze und Kira Lena Zerwer. Sie werden am 18. Juni in der Frankfurter Paulskirche ausgezeichnet. Bei Projekttagen an ihrer Schule haben sie sich für die Kinderrechte stark gemacht. Der begehrte Kinderrechts-Preis wurde zum neunten Mal verliehen. Insgesamt waren 2012 rund 40.000 Kinder und Jugendliche an JuniorBotschafter-Aktionen beteiligt.

JuniorBotschafterinnen 2012. ©UNICEF/Vielz

Kira Lena Zerwer und Linn Marie Schütze (beide 16) sind die UNICEF-JuniorBotschafterinnen 2012.
© UNICEF/Vielz

JuliUNICEF ruft anlässlich der Internationalen Aids-Konferenz dazu auf, alle Kräfte in Bewegung zu setzen, um die Übertragung des HI-Virus von Müttern auf ihre Kinder weltweit zu eliminieren. Nach Angaben von UNICEF werden noch immer jeden Tag rund 1.000 Kinder mit dem tödlichen Virus infiziert, weil es an Behandlungsmöglichkeiten und Aufklärungsarbeit fehlt. Im Jahr 2010 sind weltweit 250.000 Kinder unter 15 Jahren an Krankheiten in Verbindung mit Aids gestorben.

UNICEF will Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus in Entwicklungsländern stoppen. ©UNICEF/Pudlowski

UNICEF will Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus in Entwicklungsländern stoppen.
© UNICEF/Pudlowski

AugustUNICEF macht auf die schwierige humanitäre Situation während des Syrien-Konflikts aufmerksam. Millionen Menschen sind zu diesem Zeitpunkt schon von der Gewalt in Syrien betroffen. 140.000 Menschen sind auf der Flucht – die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Bis zum Jahresende werden die Flüchtlingszahlen noch drastisch steigen.

Syrische Kinder im Flüchtlingscamp. ©UNICEF/UKLA2013-01177/Malkawi

Der gewaltsame Konflikt in Syrien zwingt viele Kinder in Flüchtlingslagern Unterschlupf zu suchen.
© UNICEF/Malkawi

SeptemberZum Weltkindertag unter dem Motto “Kinder brauchen Zeit” veröffentlichen das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland das Ergebnis einer Onlineumfrage, bei der Kinder und Jugendliche gefragt wurden, wie sie ihre Zeit verbringen. Rund 2.000 Kinder und Jugendliche haben den Wochenplan im Internet ausgefüllt. Das Ergebnis: Kinder und Jugendliche in Deutschland haben zu wenig Zeit für ihre Familie und Freunde oder zum Spielen. Sie arbeiten im Schnitt mehr als 38,5 Stunden pro Woche in oder für die Schule – und damit fast so viel wie Erwachsene in Vollzeitjobs.

Weltkindertag 2012. ©UNICEF

Weltkindertag 2012.
© UNICEF

OktoberAm 11. Oktober findet der erste Internationale Weltmädchentag statt. UNICEF setzt sich seit vielen Jahren weltweit gegen die anhaltende Diskriminierung von Mädchen ein – besonders bei der verbreiteten Praxis der Kinderehen. Weltweit wurde jede dritte der heute 20-bis 24-jährigen jungen Frauen schon als Minderjährige verheiratet.

Trommeln für die Mädchenrechte. ©UNICEF

Trommeln für die Mädchenrechte.
© UNICEF

NovemberIm Rahmen des Aktionstags Kinderrechte treffen zehn Mitglieder des UNICEF-JuniorTeams Bundeskanzlerin Angela Merkel, um mit ihr über die „Kinderrechte in Deutschland“ zu diskutieren. Rund um den Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November finden auf Initiative von UNICEF und dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), in ganz Deutschland unter dem Motto „Ich hab immer Rechte!“ Aktionstage für Kinderrechte statt.

Bildtermin mit Bundeskanzlerin Merkel. ©UNICEF/Zimmermann

Bundeskanzlerin Merkel empfängt das JuniorBotschafter-Team in Berlin.
© UNICEF/Zimmermann

DezemberDer italienische Fotograf Alessio Romenzi gewinnt den internationalen Wettbewerb “UNICEF-Foto des Jahres”. Das Siegerbild zeigt ein Mädchen im Warteraum eines Krankenhauses im syrischen Aleppo. Das Foto sei ein Appell an alle Konfliktparteien in Syrien, internationales Recht einzuhalten, so UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen bei der Preisverleihung. Mit dem Foto des Jahres zeichnet UNICEF Deutschland Fotografien und Fotoreportagen aus, die Kinder und ihre Lebensumstände auf herausragende Weise dokumentieren.

Foto des Jahres 2012: Erster Platz. ©Alessio Romenzi, Corbis Images

Foto des Jahres 2012: Erster Platz.
© Alessio Romenzi, Corbis Images

Was ist unser guter Vorsatz für das neue Jahr?

Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass es Kindern weltweit gut geht und dass ihre Rechte gewahrt werden. Unser Ziel ist es dort zu helfen, wo die Not am Größten ist. Damit die Mädchen und Jungen weltweit dauerhaft gesund und sicher aufzuwachsen können und die Chance bekommen eine Schule zu besuchen.

Deshalb bitten wir Sie, unterstützen Sie uns auch 2013 bei diesem Ziel.Gemeinsam können wir viel erreichen. Herzlichen Dank!

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