Spenden für Haiti: Ein kleines Mädchen in Port-au-Prince.

Haiti: Humanitäre Hilfe für die Kinder

Unterstützen Sie unsere Hilfe für die Kinder

Haiti ist eins der ärmsten Länder der Welt. 2010 hatte ein verheerendes Erdbeben mehr als 300.000 Menschen das Leben gekostet und weitere 300.000 Menschen verletzt. Seitdem haben wir schon viel für die Kinder in Haiti tun können, doch ihre Zukunft ist noch immer ungewiss: Mindestens 1,5 Millionen Mädchen und Jungen – das sind rund ein Drittel der Kinder – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen (Stand: Juli 2021).

Ein Baby wird gewogen. Viele Kinder in Haiti leiden unter Mangelernährung.

Ein Baby wird gewogen. Jedes dritte Kind in Haiti braucht humanitäre Hilfe – zum Beispiel gegen Mangelernährung.

© UNICEF/UN0469081/Moreno Gonzalez

Armut, Mangelernährung, Cholera

Vielen Kindern in Haiti fehlt der Zugang zu sauberem Wasser, zu Nahrungsmitteln und zur Gesundheitsversorgung. Dazu hat die Gewalt im Land stark zugenommen. Unsere Helferinnen und Helfer in Haiti stehen den Kindern zur Seite.

Spenden für Haiti: Ein UNICEF-Mitarbeiter im Gespräch mit mehreren Mädchen.

"Das Überleben vieler Kinder hängt von humanitärer Hilfe und lebensnotwendigen Hilfsgütern wie Impfstoffen, Spritzen, Medikamenten und therapeutischer Nahrung ab."

- Bruno Maes, UNICEF-Landesdirektor Haiti

Noch immer leben viele Menschen in Haiti in Armut. Die Kindersterblichkeitsrate bei Neugeborenen ist überdurchschnittlich hoch. Schwangeren Frauen fehlt es oft an Nährstoffen, damit ihre Babys sich gut entwickeln. Diese Unterernährung führt häufig zu Fehl- und Frühgeburten.

Auch nach der Geburt haben viele Babys schlechte Entwicklungschancen und erhalten nicht die Pflege, die sie brauchen. Zehntausende Kinder haben nicht genug zu essen. Viele von ihnen sind schwer mangelernährt.

Noch dazu gab es nach dem Erdbeben eine schwere Cholera-Epidemie, an der 10.000 Menschen starben. Mit Aufklärung, Medikamenten und verschiedenen Hygienemaßnahmen konnten wir die Cholera in Haiti stark eindämmen. Seit längerer Zeit wurden keine neuen Fälle registriert. Ein weiteres großes Problem im Land: Mehrere Hunderttausend Kinder gehen nicht zur Schule. Es gibt zu wenig Schulmaterial und nicht genug Lehrer.

So helfen wir in Haiti

Die gute Nachricht ist: Wir konnten schon viel für die Kinder in Haiti bewirken. Klicken Sie sich durch die Bildergalerie und erfahren Sie, wie wir den Kindern in Haiti vor Ort helfen.

Viele Kinder auf Haiti sind schwer mangelernährt.
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Die Unterernährungsrate in Haiti ist zuletzt sehr gestiegen. Zehntausende Mädchen und Jungen leiden an akuter Mangelernährung. UNICEF unterstützt Ernährungszentren im Land und versorgt die Kinder mit therapeutischer Nahrung.

© UNICEF/UNI121121/Dormino
Spielende Grundschulkinder in Haiti.
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Mädchen spielen auf dem Hof ihrer Grundschule in Port-au-Prince miteinander. Während des Erdbebens war die Schule zusammengebrochen, aber UNICEF baute sie wieder auf. Die Kinder sollten nach der Katastrophe so schnell wie möglich wieder ein Gefühl von Normalität entwickeln.

© UNICEF/UNI121142/Dormino
Gesundheit Haiti: Ein schlafendes Baby in einer Neugeborenenstation.
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Besonders Frühchen brauchen in ihreren ersten Lebensmonaten schnelle und intensive Betreuung, um zu überleben. Über die UNICEF-Hilfe erfahren die Eltern und auch Ärzte, wie sie den Kindern mit einfachen Methoden am besten helfen können.

© UNICEF/UN0469223/Moreno Gonzalez
Hilfe für Haiti: Eine Mutter stillt ihr Baby.
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Das Stillen ist in Deutschland ganz normal. Doch in Haiti benutzen viele Mütter Milchpulver oder geben den Babys Wasser und weiche Kost. Wir zeigen den Müttern, wie sie richtig stillen und welche Alternativen es gibt.

© UNICEF/UN0469223/Moreno Gonzalez
Überleben und Entwicklung
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Um festzustellen, ob Kinder zu leicht für ihr Alter sind, dient ein einfaches und doch wirksames Hilfsmittel: Die Hängewaage. Ebenso effizient sind Maßbänder für den Oberarm oder Maßbretter, in die man Babys legen kann.

© UNICEF Haiti

Mit Spendengeld aus Deutschland fördern wir in Haiti unterschiedliche Hilfsprogramme für Kinder. Zum Beispiel:

Therapeutische Nahrung für unterernährte Kinder 

Die Zahl schwer mangelernährter Kinder in Haiti ist zuletzt wieder gestiegen. Weniger als die Hälfte der Mütter stillen ihre Babys. Deshalb haben wir Elternclubs gegründet: Dort bringen wir den Müttern und Vätern bei, wie sie ihre Kinder am besten ernähren können. Und in Gesundheitszentren erhalten mangelernährte Kinder spezielle Nahrung, die viele Nährstoffe und Vitamine enthält. Mangelernährte Kinder können so schnell wieder gesund werden.

Grundbildung für alle Kinder Haitis

Jedes Kind Haitis soll die Chance bekommen, eine Schule zu besuchen und abzuschließen. Bis heute gibt es aber in dem Land nicht genug Lehrerinnen und Lehrer. Viele Schulen sind in einem maroden Zustand. UNICEF begleitet das Bildungsministerium Haitis dabei, das Schulsystem im Land zu verbessern. Wir stellen auch Schulmaterial zur Verfügung und bilden Lehrpersonal aus.

Entbindungsstationen für sichere Geburten

Damit Schwangere ihre Babys sicher zur Welt bringen können, unterstützt UNICEF mehrere Krankenhäuser in Haiti. Dort bekommen die Mütter Informationen zu Schwangerschaft und Neugeborenen-Pflege. Sie lernen auch, wie sie richtig stillen und warum das Stillen für ihre Babys überlebenswichtig sein kann. Schwierige Entbindungen können mit Kaiserschnitt erfolgen. Das Personal erhält Ausstattung und Fortbildungen durch UNICEF.

Unterentwickelte oder zu früh geborene Babys bekommen außerdem spezielle medizinische Hilfe. Zum Beispiel durch die Känguru-Methode: Das Neugeborene wird dabei auf die Brust der Mutter gelegt, wo es Haut-zu-Haut-Kontakt hat und Geruch, Herzschlag und Wärme der Mutter spürt. Dank dieser Methode überleben deutlich mehr Frühchen.

Spenden für Haiti: Eltern spielen mit ihren Zwillingen vor ihrem Zuhause.

Die Kinder Haitis haben eine sichere und glückliche Zukunft verdient. 

© UNICEF/UNI266153/Meddeb