BUNDESTAGSWAHL – KINDER ZUERST?!
Dienstag, 24. September 2013, 19:52 Uhr
von Lena Dietz | 0 Kommentare

Am Sonntag ist Bundestagswahl! Wissen Sie schon, wen Sie wählen werden? Kinder müssen sich diese Frage nicht stellen. Sie werden nicht gefragt – dabei geht es um ihre Zukunft. Spielen ihre Rechte und ihr Wohl denn trotzdem eine Rolle bei der Wahl und im Wahlkampf? Das habe ich mich gefragt …

Aber wie überprüft man das eigentlich? Gar nicht so einfach.

Zehn UNICEF-JuniorBotschafter zu Besuch bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel © UNICEF DT/2012/Julia Zimmermann

Zehn UNICEF-JuniorBotschafter zu Besuch bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt. V.l.n.r.: Clara, Pal, Lasse, Sophie, Angelina, Anne, Lisa, Madita, Kira, Hannah.
© UNICEF DT/2012/Julia Zimmermann

Mir ist aufgefallen, dass uns an den Straßenrändern erstaunlich wenige Kinder von den Wahlplakaten entgegenlächeln. Haben die Parteien aus vergangenen Wahlkämpfen gelernt?

Wie sieht es denn mit den Wahlprogrammen und den Reden aus? Werden hier die Belange der Kinder berücksichtigt? Den Begriff „Kindeswohl“ zumindest habe ich bisher noch in keiner Wahlkampfrede gehört. Kinder kommen meist nur als Teil der Familie vor, wenn es beispielsweise um Steuern geht oder vielleicht noch um das Betreuungsgeld. Aber die Interessen des Kindes selbst?

UNICEF fordert: Kinder zuerst!

Für UNICEF ist die Sache klar – das Kindeswohl ist ein zentraler Begriff, auch im Wahlkampf. Wir fordern von allen Kandidatinnen und Kandidaten, dass sie Stellung beziehen: Kinder zuerst! Wie wollen sie sich in der kommenden Legislaturperiode für Kinderrechte einsetzen? Denn egal in welchem politischen oder gesellschaftlichen Bereich: Kinder sind von den Entscheidungen fast immer (mit-)betroffen. Deshalb haben wir Spitzenpolitiker noch einmal dezidiert befragt, wie sie es denn tatsächlich mit den Kinderrechten halten.

Wenn die Kinder aber bisher kaum eine Rolle spielen, können sie denn nun selbst etwas tun, damit sie gehört werden? Wir (erwachsenen) Wähler geben den Politikern mit unserer Wahl, durch unsere Stimme, quasi Hausaufgaben auf. Wir lesen (bestenfalls) ihre Programme, hören ihren Wahlkampfreden zu und wenn wir einverstanden sind (zumindest teilweise) wählen wir sie. Dann gehen wir davon aus, dass sie das, was sie versprochen haben, meist auch einhalten.

UNICEF-Aktionstag Kinderrechte

Kinder selbst dürfen aber beim Großen und Ganzen nicht mitbestimmen. UNICEF sorgt jetzt dafür, dass auch sie den Politikern zumindest Hausaufgaben aufgeben können - beim Aktionstag Kinderrechte. Wir wollen, dass sie ihre Rechte einfordern. Die Abgeordneten können nach der Wahl darauf antworten.

Bleiben auch Sie dran und schauen Sie genau hin, was die Parteien eigentlich für ihre Kinder, Enkelkinder, Nichten und Neffen tun wollen. Oder befragen Sie Ihren Kandidaten einfach direkt dazu.

Was meinen Sie: Sind Kinder in unserer Politik gut vertreten? Finden ihre Rechte genug Beachtung? Klicken Sie hier auf „Gefällt mir“, wenn Sie Kindern eine stärkere Lobby in der Politik geben wollen!

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