Ecuador Erdbeben: UNICEF-Mitarbeiter untersuchen Schäden vor Ort
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ERDBEBEN IN ECUADOR: 250.000 KINDER BRAUCHEN HILFE

18. April 2016

+ + + + Letzte Aktualisierung: 26. April 2016, 15.00 Uhr + + + +

Nach neuesten Schätzungen von UNICEF brauchen rund 250.000 Kinder im Erdbebengebiet in Ecuador dringend humanitäre Hilfe.

Ecuador Erdbeben: Kinder und Familien von schweren Schäden betroffen

© AP Photo/Carlos Sacoto

Allein in der stark zerstörten Stadt Pedernales leben rund 30.000 Kinder und Jugendliche. Zahlreiche Häuser und Wohnungen sind zerstört oder unbenutzbar, die Straßen voller Schutt. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden. Die Krankenhäuser sind überlastet, Trinkwasser und Nahrung sind knapp. Drei UNICEF-Nothilfeteams organisieren mit ihren Partnern Hilfe für Kinder in den am schwersten betroffenen Gebieten in Pedernales und Esmeralda.

Ecuador Erdbeben: UNICEF-Hilfslieferungen für das Erdbebengebiet

© UNICEF Ecuador

UNICEF warnt vor dem Ausbruch von Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber in den Küstenregionen und verteilt im Erdbebengebiet imprägnierte Moskitonetze zum Schutz vor Stechmücken, um die Übertragungsrisiken zu verringern.

Es besteht auch die Gefahr, dass sich das Zika-Virus unter den unhygienischen Bedingungen weiter ausbreitet.

UNICEF stellt auch Wasserreinigungstabletten und Plastikplanen bereit und bringt weitere Hilfsgüter ins Katastrophengebiet.

Nach einer ersten Bestandaufnahme wurden bei dem schwersten Beben seit Jahrzehnten in Ecuador rund 120 Schulen beschädigt. Zahlreiche unbeschädigte Schulen dienen als Notunterkünfte. In sechs Provinzen (Esmeraldas, Manabi, Santo Domingo, Los Rios, Guayas und Stanta Elena) bleiben die Schulen geschlossen.

Ecuador Erdbeben: Betroffene Kinder auf einer zerstörten Straße

© UNICEF Ecuador

Bitte helfen Sie den Kindern in Ecuador nach dem schweren Erdbeben und unterstützen Sie die Arbeit der UNICEF-Helfer vor Ort!

UNICEF STARTET HILFE UND RUFT ZU SPENDEN AUF (18.4.2016)

Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador hat UNICEF Tabletten zur Wasserreinigung im Katastrophengebiet verteilt und bereitet weitere Hilfe vor.

Ein UNICEF-Team untersucht derzeit die Schäden in Pedernales und anderen schwer getroffenen Ortschaften. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden und die Zahl der Opfer des Bebens der Stärke 7,8 vom Samstagabend stehen noch nicht fest. Es werden weiter zahlreiche Menschen vermisst.

Ecuador Erdbeben: Das Erdbeben hat massive Zerstörungen in den Städten hinterlassen

© UNICEF Ecuador

Die Wasser- und Stromversorgung ist vielerorts unterbrochen. Es müssen rasch Maßnahmen getroffen werden, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Die ecuadorianische Regierung hat die Vereinten Nationen um Hilfe gebeten. Schwerpunkte der Arbeit von UNICEF sind jetzt die Versorgung von Familien mit sauberem Trinkwasser, Schutz und Unterstützung für Kinder, die ihre Eltern vermissen sowie provisorische Spiel- und Lernangebote. Besondere Kinder aus den ärmsten Familien brauchen Unterstützung.

Das Beben mit der Stärke 7,8 ist die schwerste Naturkatastrophe in Ecuador seit Jahrzehnten. Gebäude und Brücken stürzten ein, es kam zu zahlreichen Erdrutschen.

Vielerorts wurde die Stromversorgung unterbrochen. Am schwersten betroffen sind Pedernales, Chone, Muisne, Bahia de Caraquez, Manta, Portoviejo, Esmeraldas und Guayaquil. In vielen Provinzen bleiben die Schulen geschlossen. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen.

Ecuador-Map

© USGS/2016

UNICEF arbeitet seit 43 Jahren in Ecuador und organisiert zusammen mit der Regierung und einem Netzwerk von Partnern Hilfe für benachteiligte Kinder.

Bitte helfen Sie den Kindern in Ecuador nach dem schweren Erdbeben!

 

*Ihre Spende ist für Kinder in Not unverzichtbar. Sollte das Nothilfeprogramm in Ecuador mehr Unterstützung als benötigt erhalten, würde UNICEF Ihren Beitrag dort einsetzen, wo Kinder ihn aktuell am dringendsten brauchen.