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COVID-19 AUSBRUCH
Köln
Donnerstag, 20. Februar 2020, 07:00 Uhr

UNICEF benötigt für Maßnahmen gegen das Coronavirus 42.3 Millionen US-Dollar

UNICEF ruft Regierungen und Öffentlichkeit zur Unterstützung von Programmen und Vorsorgemaßnahmen gegen eine mögliche Verbreitung des Coronavirus in Risikoländern auf. Insgesamt benötigt UNICEF hierfür 42.3 Millionen US-Dollar.

Kambodscha: Menschen mit Gesichtsmasken warten in einer Schlange.

Kambodscha im Januar 2020: Menschen warten vor einem Kinderkrankenhaus in Phnom Penh.
© UNICEF/UNI288092/Chhin Sothy/AFP-Services

„Dies ist ein Wettlauf gegen die Zeit“, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Im Fokus muss der Schutz vor Ansteckungen stehen, aber gleichzeitig müssen Kinder unterstützt werden, die in Regionen leben, in denen der Zugang zu grundlegender Versorgung unterbrochen wurde.“

Im Zentrum der UNICEF-Programmarbeit stehen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit, unter anderem durch Aufklärung der Bevölkerung und die Bekämpfung von Fehlinformationen, damit Kinder, schwangere Frauen und ihre Familien wissen, wie sie sich vor dem Virus schützen und wo sie Hilfe suchen können.

UNICEF plant auch Unterstützung für Kinder, die aufgrund der Epidemie nicht zur Schule gehen können. Sie sollen zum Beispiel Zugang zu Fernlernangeboten erhalten. Auch psychosoziale Hilfsangebote für die betroffenen Kinder und ihre Familien sollen unterstützt werden.

„Wir sind besonders besorgt um die sekundären Auswirkungen des Ausbruchs“, sagte Fore. „Der Zugang von Kindern zu grundlegenden Bildungs-, Gesundheits-, Ernährungs- und Schutzangeboten darf nicht eingeschränkt werden.“

UNICEF unterstützt derzeit sowohl die Regierung in China als auch andere Regierungen in Südostasien und der Pazifikregion, wo bislang die meisten Fälle registriert wurden. Zur Bekämpfung des Virus hat UNICEF seit dem 29. Januar 13 Tonnen Hilfsgüter in die Region gebracht, darunter Schutzanzüge, Atemschutzmasken und Handschuhe für das Gesundheitspersonal. Weitere Lieferungen werden vorbereitet. 

Angesichts der Unvorhersehbarkeit der Entwicklung und der anhaltenden Ausbreitung des Virus, erarbeitet UNICEF gemeinsam mit den Regierungen, der Weltgesundheitsorganisation und anderen Partnern Notfallpläne für weitere Regionen, vor allem für Länder mit schwachen Gesundheitssystemen und eingeschränkten Kapazitäten, um einen Ausbruch zu verhindern oder zu kontrollieren.

» Weitere Informationen stehen Ihnen hier zur Verfügung. 

Chrisitine Kahmann, UNICEF Deutschland

CHRISTINE KAHMANN

Pressesprecherin - Aktuelle Themen, Nothilfe
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E-Mail: presse(at)unicef.de