Mutter Raya spielt mit ihrer acht Monate alten Tochter Nana © UNICEF/NYHQ2012-0178/Asselin

Niger: Kinder groß und stark machen

UNICEF hilft mangelernährten Kindern nachhaltig

Mutter Raya spielt sichtlich vergnügt mit ihrer acht Monate alten Tochter Nana. Im von UNICEF geförderten Bilmari Zentrum in Mirriah, Niger, wird Nana mit nahrhafter Erdnusspaste wieder aufgepäppelt. 

Noch vor einigen Wochen war das Mädchen viel zu leicht für ihr Alter gewesen – ein deutliches Zeichen für Mangelernährung. Doch die Erdnusspaste wirkte sehr schnell. Heute kann Nana schon wieder auf Mamas Schoß herumhüpfen und lachen. Ihre Pausbacken und ihre Energie zeigen, wie gut sie sich erholt hat.

Mutter Raya spielt mit Tochter Nana
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Da schmunzelt die Mama: Der kleinen Nana schmeckt die Erdnusspaste richtig gut!

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Nana schmeckt die Erdnusspaste
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Nana war schwer mangelernährt - mittlerweile geht es ihr wieder besser, und sie hat viel Appetit.

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Erdnusspaste rettet Leben
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Kleine Päckchen voller Power: Erdnusspaste enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß, die schwerst mangelernährte Kinder wieder aufpäppeln.

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Ab nach Hause: Raya und Nana
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Erleichterung für Mutter Raya: Sie kann Nana nach Hause bringen und bekommt die Erdnusspaste als Ration für jeden Tag mit auf den Weg. Das Mädchen hat sich schnell erholt.

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Erdnusspaste rettet Kinderleben 

In der ausgedörrten Sahelzone ist die tägliche Nahrung vieler Familien sehr karg. Daher sind viele Mädchen und Jungen dieser Region unterernährt. Erkranken sie dann noch an Malaria oder Atemwegserkrankungen, besteht besonders für Kleinkinder unter fünf Jahren schnell Lebensgefahr. 

Deshalb unterstützen wir für schwer mangelernährte Kinder einfache Ernährungszentren, in denen die Mädchen und Jungen wieder zu Kräften kommen. Die nahrhafte Erdnusspaste spielt dabei eine wichtige Rolle: Sie ist eines der wirksamsten Mittel gegen akute Mangelernährung. Selbst schwerst mangelernährte Kinder können damit wieder gut aufgepäppelt werden. 

UNICEF hat in Niger außerdem geholfen, Gesundheitsdienste auszubauen und Frühwarnsysteme einzurichten. So soll auf heraufziehende Ernährungskrisen früher reagiert werden. Die Kinder erhalten dann schneller Hilfe als noch vor einigen Jahren.

Das haben wir gemeinsam in Niger erreicht

In Niger ist es in den letzten Jahren gelungen, deutlich mehr Ernährungszentren einzurichten und mehr Kinder zu erreichen. Doch die Herausforderung Mangelernährung bleibt – gerade in besonders trockenen Regionen der Sahelzone. Niger hat eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten der Welt: Jedes achte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag. Mangelernährung ist für ein Drittel der Todesfälle mitverantwortlich. 

Niger: Ihre Hilfe wirkt

Verbesserte Ernährungssituation: Mit Ihrer Unterstützung konnten UNICEF und Partnerorganisationen die Ernährungssituation in einigen Regionen Nigers deutlich verbessern. Wir haben mehrere Gesundheits- und Ernährungszentren aufgebaut und so auch mangelernährte Kinder in abgelegenen Regionen erreicht. Mit Spenden aus Deutschland wurden Kinder mit Erdnusspaste und nahrhaftem Mikronährstoff-Pulver versorgt. Dieser Nahrungszusatz stärkt selbst schwerst mangelernährte Kinder und wirkt auch vorbeugend gegen Mangelernährung. 

Lebensrettende Informationen verbreiten: Nur wer weiß, was Kinder brauchen, kann seine Tochter oder seinen Sohn schützen – und damit auch verhindern, dass es überhaupt zu Mangelernährung kommt. UNICEF hat vor Ort dafür gesorgt, dass Eltern in Niger über die richtige Ernährung für ihre Kinder informiert werden. Über Radioprogramme konnten Mütter und Väter erreicht werden, die weder lesen noch schreiben können. Die Eltern erhielten Informationen zu den Themen Ernährung, Bildung und Hygiene – zum Beispiel, dass Muttermilch die beste und sicherste Nahrung für ihr Baby ist.