Jemen Nothilfe: Emarat (10) aus dem Jemen muss ohne ihre Mutter aufwachsen

BÜRGERKRIEG UND HUNGER IM JEMEN – JETZT SPENDEN

DROHENDE HUNGERSNOT GEFÄHRDET DAS LEBEN TAUSENDER KINDER

Rund 2 Millionen Kinder im Jemen leiden Hunger. Für 360.000 der Unter-5-Jährigen ist der Hunger sogar lebensbedrohlich: Sie sind so stark unterernährt, dass sie jeden Tag um ihr Überleben kämpfen.

Und die Situation in dem Bürgerkriegsland spitzt sich weiter zu: Marc Lowcock, Nothilfe-Koordinator der Vereinten Nationen, warnt vor einer drohenden Hungersnot. Rund die Hälfte der Zivilbevölkerung im Jemen, das sind etwa 16 Millionen Menschen, könnte bald davon betroffen sein – wenn nicht jetzt endlich gehandelt wird.

Mit Spezialnahrung gegen den Hunger im Jemen

Ein Mädchen isst eine Portion Erdnusspaste.

Wir helfen schwer mangelernährten Kindern wie diesem Mädchen hier mit Spezialnahrung.
© UNICEF/UN0253492/ Huwais

Jeden Tag sterben im Jemen Mädchen und Jungen an Hunger. Wir sind als Hilfsorganisation an der Seite der Kinder. Unsere Helfer behandeln die unterernährten Mädchen und Jungen mit Hilfsgütern wie therapeutischer Spezialnahrung: Die Kinder bekommen zum Beispiel Erdnusspaste oder Spezialmilch von uns. Beide Nahrungsmittel sind besonders nährstoff- und kalorienreich. Sie stillen den Hunger und geben den Kindern schnell neue Kraft.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, Kinder vor dem Hungertod zu retten. Schon ein kleiner Beitrag kann in dieser Hungerkrise einen großen Unterschied machen.

Nahrhafte Erdnusspaste für ein Kind für einen Monat
Drei Erste-Hilfe-Sets mit Medikamenten, Impfstoffen und Verbänden
50 Kanister für je 20 Liter Trinkwasser

Yahyas Kampf ums Überleben

Allein im vergangenen Jahr haben wir über 345.000 Kinder, die an schwerer Mangelernährung litten, medizinisch behandelt. Eines dieser Kinder ist Yahya. Täglich kämpft er gegen den Hunger und um sein Überleben. Lesen Sie seine Geschichte in der Fotostrecke unten.

JEMEN: KRANKHEITEN, DURST UND GEWALT

Durch die schwere Wirtschaftskrise im Land können sich immer mehr Menschen selbst einfachste Lebensmittel nicht mehr leisten. Jemen ist ein wasserarmes Land. In vielen Teilen des Landes muss das Wasser aus Bohrlöchern gepumpt werden, die bis zu 1,5 Kilometer tief sind. Dadurch wird sauberes Wasser sehr teuer. Große Teile der Bevölkerung haben kein Geld mehr, um Trinkwasser zu kaufen. Über 17 Millionen Menschen im Jemen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sind auf unsere Unterstützung und unsere Wasser-Lieferungen angewiesen.

Noch dazu ist die Gesundheitsversorgung im Land nahezu zusammengebrochen. Nur noch wenige Krankenhäuser sind voll funktionsfähig. Die meisten Angestellten im Gesundheitswesen haben seit langer Zeit kein Gehalt mehr bekommen. Und viele Jemeniten sind zu arm, um sich medizinisch behandeln zu lassen.

"Lebendige Hölle für Kinder"

Nicht nur Unterernährung, Hunger und Durst, auch Gewalt und Krankheiten bedrohen das Leben der Kinder. Mehr als 1 Million Kinder leben in unmittelbarer Nähe von Kampfzonen. Diejenigen, die im Krieg Schreckliches erlebt haben, brauchen psychosoziale Betreuung. "Jemen ist momentan eine lebendige Hölle für Kinder – für jedes Mädchen und jeden Jungen im Land", sagt Geert Cappelaere, UNICEF-Regionaldirektor im Jemen und den benachbarten Ländern.

Zerstörte Schulen

Überall im Land wurden Schulen durch den jahrelangen Krieg zerstört. Andere Schulen werden als Unterkünfte für Flüchtlinge genutzt. Mehr als zwei Millionen Kinder im ganzen Land können momentan nicht zur Schule gehen. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer bekommen schon seit langer Zeit kein Gehalt mehr. Trotzdem unterrichten viele von ihnen die Kinder mit größtem persönlichen Engagement weiter.

Bildung: Millionen Kinder im Jemen gehen aktuell nicht zur Schule.

Tausende Schulen sind im Bürgerkriegsland Jemen außer Betrieb. Mindestens zwei Millionen Mädchen und Jungen können momentan nicht zur Schule gehen.
© UNICEF/UN0188785/Fuad

Damit die Kinder im Jemen trotz schwierigster Bedingungen weiterhin lernen können, repariert UNICEF Schulen, schafft neue Lernräume für Kinder und bildet Lehrer aus.

Kinder im Jemen mit Impfungen schützen

Die schlimmste gesundheitliche Bedrohung für die Kinder ist aktuell die Cholera: Mehrere Hunderttausend Menschen sind allein im Jahr 2019 an Cholera oder an lebensgefährlichem Durchfall erkrankt, und ein Viertel von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren. 

UNICEF ist weiterhin für die Kinder da. Unsere Mitarbeiter vor Ort fangen die aktuellen Cholera-Ausbrüche im Rahmen unserer Nothilfe medizinisch auf – mit Durchfallmitteln, Cholera-Betten, Betreuung und Beratung für Millionen Menschen. Um die Kinder vor einer Ansteckung zu schützen, führen wir Schluckimpfungen durch. Im April dieses Jahres haben wir innerhalb weniger Tage mehr als 1.000.000 Menschen mit unseren Cholera-Impfungen erreicht.

Neben Cholera sind auch andere Krankheiten immer wieder eine Bedrohung für die Kinder. Manche Mädchen und Jungen im Jemen erkranken zum Beispiel an Diphtherie – einer gefährlichen Krankheit, die durch eine einfache Impfung zu vermeiden wäre.

Schon vor dem Krieg war ein großer Teil der Kinder im Jemen nur unzureichend geimpft. Durch das kaputte Gesundheitssystem werden jetzt noch weniger Impfungen durchgeführt, sodass die Kinder vielen Krankheiten schutzlos ausgeliefert sind. Um diese Lücke zu schließen, führen wir gemeinsam mit unseren Partnern große Impf-Kampagnen durch. UNICEF hat im Jemen bereits Millionen Kinder geimpft, neben Cholera auch gegen Polio, Masern und Röteln.

UNICEF impft die Kinder im Jemen gegen die lebensgefährliche Cholera.

Ein kleiner Schluck – aber ein großer, lebenswichtiger Schutz für die Kinder im Jemen: Wir führen Impf-Kampagnen gegen die Cholera durch, damit die Kinder sich nicht mit der gefährlichen Krankheit anstecken.
© UNICEF/UN0240853/Saeed

Kein Ende der Gewalt im Jemen

Als seien die drohende Hungersnot und die Cholera noch nicht genug, werden Kinder im Bürgerkriegsland Jemen immer wieder Opfer von Gewalt. Fünf Kinder werden durchschnittlich jeden Tag getötet oder verletzt – seit Ausbruch des Konfliktes im März 2015 sind Tausende unschuldige Kinder gestorben. Viele Mädchen und Jungen sind durch ihre Kriegserlebnisse traumatisiert. Im Rahmen unserer Nothilfe erhalten Hunderttausende Kinder und Jugendliche Spiel-, Gesprächs- und Betreuungsangebote. 

Wie erleben die Kinder selbst den Krieg im Jemen? Im Blogbeitrag "Wenn der Krieg den besten Freund tötet" erzählen vier Mädchen und Jungen, wie sie den Alltag inmitten des Kriegs bewältigen. 

Krieg im Jemen: Dieses Kind konnte nur sein Kuscheltier mit sich nehmen, als sein Zuhause zerstört wurde.

Ein Bild der Verwüstung: Zahllose Häuser im Jemen sind kompett zerstört. Immer mehr Menschen werden Opfer des Terrorismus im Jemen. Viele müssen ihr Zuhause verlassen und leben als Flüchtlinge im eigenen Land.
© UNICEF/UN018344/Omar Ba Rashid

SCHÜTZEN SIE KINDER IM JEMEN VOR HUNGER UND KRANKHEIT

Um die drohende Hungersnot im Jemen zu verhindern, wollen wir als Hilfsorganisation alle Kinder erreichen. Mit Ihrer Unterstützung können wir die Mädchen und Jungen mit Hilfsgütern versorgen und vor Hunger und akuter Mangelernährung schützen. Wir bringen die Hilfe dank der Spenden direkt zu den Kindern im Jemen.

Impfungen im Jemen: Die UNICEF-Hilfe kommt an.

Bitte unterstützen Sie uns, möglichst viele Kinder schnell mit unserer Hilfe zu erreichen – zum Beispiel mit Masern-Impfungen, die diese Mädchen und Jungen bald erhalten werden. Wir dürfen die Kinder nicht allein lassen. Vielen Dank!
© UNICEF/UN0284432/Fadhel

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