Was benötigen die Kinder im Gazastreifen jetzt am dringendsten?

Die Kinder im Gazastreifen brauchen dringend lebensrettende Hilfe, denn ihnen droht in mehrfacher Hinsicht Lebensgefahr. Die gesundheitliche Lage der Kinder verschlechtert sich rapide, immer mehr Kinder erkranken an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall. Seit der Eskalation ist die Zahl der Durchfallerkrankungen um 2.000 Prozent gestiegen (Stand: 5. Januar 2024). Kranke Kinder können kaum noch behandelt werden, da die meisten Krankenhäuser zerstört wurden oder überlastet und nicht mehr funktionsfähig sind. Die Kinder brauchen Medikamente und medizinische Hilfe.

Dazu besteht im Gazastreifen die Gefahr einer Hungersnot. Viele Kinder sind inzwischen akut mangelernährt. Nahrungsvorräte sind aufgebraucht. 90 Prozent der Kinder unter zwei Jahren haben lediglich Zugang zu ein oder zwei Lebensmittelgruppen (Stand: 26. Dezember 2023). Die meisten von ihnen nehmen nur noch Brot oder Milch zu sich. Die Kinder brauchen jetzt Zusatznahrung und therapeutische Nahrung, um zu überleben und gesund zu bleiben.

Gleichzeitig fehlt es den Kindern in Gaza auch an sauberem Wasser. Denn momentan stehen einem Kind täglich durchschnittlich nur rund zwei Liter Wasser zur Verfügung. Das ist viel zu wenig, um ausreichend zu trinken und um Hygienestandards einzuhalten und lebensgefährlichen Krankheiten vorzubeugen.