
Krieg in der Ukraine: Kinder weiterhin in Not
Das Wichtigste in Kürze:
- Bei den seit mehr als vier Jahren anhaltenden Bombardierungen werden Kinder verletzt oder getötet.
- Kinder erleben einen nicht endenden Albtraum. Viele leiden unter Angstzuständen, Depressionen oder Schlafstörungen.
- Seit Kriegsbeginn liefert UNICEF Hilfsgüter in die Ukraine und kümmert sich zum Beispiel um psychosoziale Unterstützung.
Aktuelle Lage: Kinder in der Ukraine in ständiger Angst
Die vierjährige Mila (Foto oben) kann derzeit nicht in ihren Kindergarten in Kyjiw (Ukrainisch für Kiew) gehen. Ein Luftangriff hat das Gebäude beschädigt, es bleibt vorerst geschlossen. Bei Mila zu Hause gibt es seit Tagen keinen Strom und die Heizung fällt aus. Jetzt verbringt sie viel Zeit in einem beheizten Zelt, wo sie spielen und zur Ruhe kommen kann.
Die schweren Bombardierungen setzen immer wieder Strom, Heizung und Wasser außer Betrieb. Millionen Menschen sind von den Wasser- und Energieausfällen betroffen. Kinder leben in ständiger Angst vor neuen Angriffen. Nach über vier Jahren Krieg bleibt die Not der Kinder in der Ukraine groß.
UNICEF-Teams helfen den Kindern seit dem Beginn des Kriegs vor Ort. Sie reparieren und installieren Heizsysteme in Schulen und Krankenhäusern, leisten individuelle finanzielle Unterstützung und bieten Kindern psychosoziale Betreuung. Für diese Arbeit sind wir dringend auf Spenden angewiesen.

Bild 1 von 5 | Maksym (2) ist in der Region Kyjiw in einem beheizten Zugwaggon, der als Aufenthaltsort genutzt werden kann. Dort gibt es Licht, Steckdosen und eine kinderfreundliche Spielecke.
© UNICEF/UNI938541/Filippov
Bild 2 von 5 | Hunderte Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine sind im Laufe des Kriegs beschädigt oder zerstört worden. Zum Beispiel diese Kinderklinik in Odessa, die trotz der schweren Schäden weiterhin in Betrieb ist. Die zerstörten Fenster wurden provisorisch vernagelt.
© UNICEF/UNI939539/
Bild 3 von 5 | Tymofii (16) ist zu Besuch in seiner Heimat in Charkiw. Wegen der anhaltenden Angriffe ist er aus der Ukraine geflüchtet und lebt und studiert jetzt in Polen.
© UNICEF/UNI939754/Filippov
Bild 4 von 5 | Der achtjährige Yehor und seine Mutter waren in einem Einkaufszentrum in Kyjiw, um ihre Handys aufzuladen und sich aufzuwärmen. Zuhause fehlt ihnen tagelang der Strom. Besonders für Yehor, der eine Sehbehinderung hat, ist das ein Problem, denn bei dem schwachen Licht kann er kaum etwas sehen.
© UNICEF/UNI930653/Filippov
Bild 5 von 5 | Inmitten von Schnee und Kälte steht hier im Januar 2026 in einem Wohngebiet in Kyjiw ein beheiztes Zelt, das rund um die Uhr geöffnet ist. Mobile Generatoren sorgen für Strom. Im Zelt können sich Familien während längerer Stromausfälle aufwärmen, heißen Tee trinken und ihre Handys aufladen.
© UNICEF/UNI928249/Filippov
Ihre Spende hilft Kindern in der Ukraine
So helfen wir den Kindern in der Ukraine
Angesichts der großen Not der Kinder in der Ukraine ist es so wichtig, dass Hilfsorganisationen wie UNICEF weiter mit Hilfsmaßnahmen vor Ort sind. Seit der Angriffskrieg auf die Ukraine im Februar 2022 eskalierte, haben wir unsere Nothilfe für die Familien in der Ukraine und den Nachbarländern immer weiter ausgeweitet. Tausende Tonnen UNICEF-Hilfsgüter haben wir seit dem Kriegsbeginn in die Region gebracht. Wir überprüfen regelmäßig, was den Kindern gerade besonders fehlt, und passen unsere Hilfsgüter und unsere Nothilfe darauf an.
Gesundheit: Unsere Gesundheitsteams vor Ort verteilen lebensrettende medizinische Ausrüstung und Medikamente sowie Erste-Hilfe-Sets an Krankenhäuser, Entbindungskliniken und Gesundheitsstationen. Darunter sind auch spezielle Hebammen-Sets und andere Hilfsgüter.
Wasser & Hygiene: Zusammen mit unseren Partnern versorgen wir Millionen Menschen in der Ukraine mit sauberem Wasser. Zum Beispiel stellen wir Wasserflaschen und Wasserreinigungstabletten bereit. Wir verteilen auch Windeln und andere Hygieneartikel.
Bildung: In vielen U-Bahn-Stationen haben wir Klassenräume eingerichtet, in denen die Kinder geschützt vor den Bomben und der Gewalt weiter lernen können. Wir versorgen Schulkinder auch mit Lernmaterial, setzen Schulen instand und richten digitale Lernzentren ein.
Psychosoziale Hilfe: In den von UNICEF eingerichteten Kinderzentren können traumatisierte und geflüchtete Kinder in Ruhe spielen und malen. Mit psychologisch geschulten Helfer*innen können sie über ihre Sorgen sprechen.
Winterhilfe: Unsere Teams unterstützen Familien mit Bargeldhilfen und statten Schulen und Krankenhäuser mit Generatoren zur Stromerzeugung aus, damit die Kinder auch im Winter gesund durch die kalten Monate kommen.
Hilfe für Geflüchtete: UNICEF arbeitet in den betroffenen Nachbarländern der Ukraine mit den Behörden zusammen, um Familien zu unterstützen, die fliehen mussten – zum Beispiel mit psychosozialer Hilfe, mit medizinischer Versorgung und mit Spiel- und Lernmaterialien.

Bild 1 von 7 | Unterirdische Schulen: Mithilfe von UNICEF wurde in dieser U-Bahn-Station in Charkiw ein Klassenzimmer eingerichtet, in dem regelmäßig Unterricht stattfindet.
© UNICEF/UNI466452/Filippov
Bild 2 von 7 | Gesundheit: Krankenpflegerin Iryna untersucht den kleinen Svyatoslav in seinem Zuhause in Kiew. UNICEF fördert Hausbesuche geschulter Pfleger*innen, um junge Familien zu unterstützen.
© UNICEF/UNI434969/Vashkiv
Bild 3 von 7 | Psychosoziale Hilfe: UNICEF hat in der Ukraine zahlreiche kinderfreundliche Orte eingerichtet – so wie hier in einer Metrostation in Kyjiw.
© UNICEF/UN0819983/Skyba
Bild 4 von 7 | Auch das ist psychosoziale Hilfe: Dieser Hund ist ein ausgebildeter Therapiehund und heißt Julie. In einem Kinderzentrum in Charkiw lenkt er die siebenjährige Adelina inmitten des Kriegsalltags ab von ihren Sorgen.
© UNICEF/UNI446408/Filippov
Bild 5 von 7 | Wasser & sanitäre Versorgung: Die Wasserleitungen in vielen Regionen der Ukraine sind zerstört. UNICEF hilft mit, sie zu reparieren. So konnte in der Stadt Wassylkiw dank UNICEF dieser Kindergarten wieder öffnen.
© UNICEF/UNI497905/Vashkiv
Bild 6 von 7 | Bildung: Die Viertklässlerin Yryna nimmt in einer digitalen Bildungseinrichtung in Saporischschja am Online-Matheunterricht teil. UNICEF unterstützt Schul- und Vorschulkinder dabei, auch während des Kriegs weiter zu lernen.
© UNICEF/UNI436154/Klochko
Bild 7 von 7 | Soziale Sicherung: Tetiana und ihre Kinder haben durch den Angriffskrieg ihr Haus verloren und mussten fliehen. Mit Unterstützung von UNICEF konnte die Familie ein neues Zuhause in Odessa finden.
© UNICEF/UNI448849/Amamdjan
Hintergrundinformationen: Dramatische Lage für Kinder in der Ukraine
Die Lage in der Ukraine ist aufgrund des jahrelangen Krieges verheerend: Tausende Kinder wurden seit Kriegsbeginn verletzt oder sogar getötet. Jedes fünfte Kind hat einen nahen Angehörigen oder einen Freund oder eine Freundin verloren. Mindestens jedes zehnte Wohnhaus ist durch die Bombardierungen beschädigt oder zerstört. Auch Schulen und Krankenhäuser werden beschossen. Durch gezielte Angriffe auf Kraftwerke und Gasspeicher fällt häufig der Strom aus, es gibt kein fließendes Wasser mehr und Heizungen bleiben kalt. Vor allem im Winter ist das gefährlich für Kinder. Weitere Infos zur aktuellen Lage finden Sie in unserem Ukraine-Ticker.
Die humanitäre Lage hat für die Kinder an vielen Orten ein katastrophales Ausmaß erreicht. Immer mehr Mädchen und Jungen sind psychisch extrem belastet. Viele sind traumatisiert, entwickeln Depressionen oder Angstzustände. Jedes zehnte Kind kann nicht mehr wie gewohnt zur Schule gehen, sondern muss online lernen.
Die Kinder in der Ukraine brauchen jetzt vor allem Schutz und sichere Zufluchtsorte. Wegen der Stromausfälle sind Generatoren unverzichtbar, um Krankenhäuser, Schulen und andere Einrichtungen mit Notstrom zu versorgen. Im Winter benötigen die Kinder warme Kleidung und Decken. Viele Kinder sind psychisch sehr belastet und brauchen psychosoziale Hilfe in unseren Kinderschutzzentren. Auch sauberes Wasser, Hygieneartikel und Medikamente fehlen vielerorts.
Wir unterstützen Familien außerdem mit Bargeldhilfen, damit sie individuelle Dinge wie Schuhe, Kleidung oder Heizkosten bezahlen können. Auch Schulen und andere Bildungseinrichtungen brauchen finanzielle Unterstützung, um Heizsysteme zu reparieren oder Generatoren anzuschaffen.
Mehr als 2,5 Millionen ukrainische Kinder und Jugendliche sind derzeit auf der Flucht – jedes dritte Kind. Rund 800.000 von ihnen wurden innerhalb der Ukraine vertrieben, knapp 1,8 Millionen haben im Ausland Zuflucht gesucht (Stand: Februar 2026). Viele mussten bereits mehrfach aus ihrer Heimat fliehen.
Der Krieg, der seit vier Jahren andauert, hat die Bildung der Kinder in der Ukraine sehr eingeschränkt. Seit Kriegsbeginn wurden rund 1.700 Schulen und Bildungseinrichtungen beschädigt oder zerstört (Stand: Februar 2026).
Schulunterricht findet für viele Kinder in U-Bahn-Stationen und Schutzkellern statt. Jedes dritte Kind kann nicht mehr ganztägig am Präsenzunterricht teilnehmen. Rund eine Million Kinder lernen ausschließlich online oder in einem Wechsel aus Präsenz- und Onlineunterricht. Für manche Kinder ist Präsenzunterricht momentan sogar gar nicht möglich.
Der langjährige Krieg belastet die Kinder seelisch immer stärker. Kinder und Jugendliche leben in ständiger Angst vor Angriffen, müssen in Schutzräume ausweichen oder fliehen. Viele haben Eltern, Verwandte oder Freund*innen durch Angriffe verloren. Wir schätzen, dass Hunderttausende Kinder stark gefährdet sind, an Depressionen, Angststörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen zu erkranken.
Die Ukraine liegt im Osten von Europa. Das Land grenzt an die Nachbarländer Russland, Belarus, Polen, die Slowakei, Ungarn, Rumänien sowie die Republik Moldau. Die Hauptstadt der Ukraine ist Kiew.
7,5 Millionen Kinder lebten in der Ukraine, als der Krieg im Februar 2022 eskalierte. Schon seit 2014 litten die Menschen unter einem anhaltenden Konflikt, der in der Ostukraine begann und sich mit dem Angriffskrieg 2022 dramatisch verschärfte.
Die Mädchen und Jungen brauchen dringend Frieden, und zwar jetzt. UNICEF ist mit Hilfsmaßnahmen vor Ort, um sich für eine bessere Zukunft für die Kinder einzusetzen.
UNICEF leistet seit 1997 Hilfe für Kinder in der Ukraine.
Warum für UNICEF spenden?
Ihre Spende ermöglicht uns, Kinderleben zu verändern – mit Impfungen und Medikamenten gegen lebensbedrohliche Krankheiten, mit therapeutischer Nahrung, mit Zugang zu sauberem Trinkwasser, Bildung und weiteren Angeboten, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen. Sie spenden, damit Kinder wie Noor und Ashadia in Bangladesch dringend benötigte Impfungen bekommen, sauberes Trinkwasser haben und regelmäßig zur Schule gehen können.
Seit 1946 setzen sich die Helfer*innen von UNICEF für Kinder in Not ein – mittlerweile in mehr als 190 Ländern auf der ganzen Welt. Unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion setzen wir uns für die Rechte von Kindern ein und unterstützen Kinder in Not. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Organisationen erreichen wir die Kinder schnell und können nachhaltig helfen.
UNICEF gibt es seit 80 Jahren. Im Laufe unserer Arbeit als Hilfsorganisation haben wir große logistische Erfahrung und ein weltumspannendes Hilfsnetzwerk aufgebaut. Dazu zählen nicht nur unsere Warenlager mit Hilfsgütern in Kopenhagen und anderen Ländern, sondern auch weit über tausend Mitarbeitende weltweit, die sicherstellen, dass Kinder in Not innerhalb von 72 Stunden Hilfe bekommen – in jedem Winkel der Erde.
Wir halten unsere internen Kosten so gering wie möglich, von Verwaltung über Reisekosten bis hin zu Honoraren und Spendenwerbung. Auf diese Weise können knapp 80 Prozent Ihrer Spende direkt in den Projektländern eingesetzt werden. Den Einsatz von Spenden legen wir in unserem Transparenzportal detailliert offen.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht dokumentieren wir genau, wie viele Spenden wir bei UNICEF Deutschland erhalten haben und wie diese eingesetzt worden sind, um notleidenden Kindern weltweit zu helfen. Neben den Ausgaben für unsere Hilfsprojekte können Sie dort auch unsere internen Kosten detailliert nachvollziehen. Unser verantwortungsvoller Umgang mit Spenden wird seit vielen Jahren durch das DZI-Spendensiegel bestätigt.
Gemeinsam helfen verbindet: Die deutsche UNICEF-Gemeinschaft besteht nicht nur aus mehr als 300.000 regelmäßigen Spenderinnen und Spendern, sondern auch aus Hunderttausenden Einzelspenderinnen und -spendern, ehrenamtlich Engagierten in lokalen UNICEF-Gruppen und Prominenten, die sich für UNICEF engagieren. Sie alle tragen dazu bei, Kinderleben zu verändern.

UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern.
© UNICEF/UNI610093/Dejongh