Dunja Hayali in Kosovo.

KOSOVO-REISETAGEBUCH VON JOURNALISTIN DUNJA HAYALI

Dezember 2011 – Seit einem Rücknahmeabkommen von 2010 sind etwa 12.000 Roma und weitere ethnische Minderheiten in Deutschland von Abschiebung bedroht, darunter viele Kinder. Wie geht es Roma-Kindern, die aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben wurden? In ihrer fremden Heimat haben sie kaum Perspektiven. ZDF-Moderatorin Dunja Hayali hat betroffene Familien besucht.

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Dunja Hayali spielt mit Kindern im Camp Osterode in Kosovo.

Dunja Hayali spielt mit Kindern im Camp Osterode in Kosovo Murmeln.
© UNICEF/Dietz

Zu Besuch bei Raya
17. Dezember 2011 - Roma haben keine Lobby, weder bei uns noch im Kosovo. Die Kinder leiden am meisten. Die Geschichte der Familie Sahitoviq ist beispielhaft: Die neunjährige Raya ging mehrere Jahre in Deutschland zur Schule. Im Kosovo – keine Chance.
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Im Flüchtlingslager Leposavic
18. Dezember 2011 - Es heißt Leposavic und ist, tja, was ist es? Ein Drecksloch. Menschenunwürdig. Schlamm, Dreck, Müll. Fäkalien, wohin man nur schaut, und mittendrin leben 182 Menschen, fast die Hälfte davon Kinder. Wir treffen Halime Hasani mit ihren zwei Söhnen. Sie lebte fast 20 Jahre lang in Deutschland, bevor sie abgeschoben wurde.
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Ilirs Familie
19. Dezember 2011 - Ilir, den wir am nächsten Tag treffen, hat vergleichsweises Glück gehabt, wenn man in dem Zusammenhang überhaupt davon sprechen kann. Er war erst sechs, als er mit seiner Familie vor drei Jahren abgeschoben wurde. Er ist in Deutschland geboren und ging in den Kindergarten. Im Kosovo konnte er dann fast ganz normal eingeschult worden.
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Familie Miftari
20. Dezember 2011 - Die Familie Miftari hat ein besonderes Schicksal. Zwei ihrer fünf Kinder sind gehörlos, der Vater schwer zuckerkrank. Die Miftaris leben am absoluten Existenzminimum. Nach fast zwanzig Jahren in Deutschland ist die Familie 2007 „freiwillig“ aus Deutschland zurückgekommen. Eine echte Wahl hatte sie nicht. Ihre „Duldung“ wurde einfach nicht erneuert.
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