Winkende Kinder in Mosambik. ©UNICEF/Jordi Matas

REISETAGEBUCH MOSAMBIK: WASSER UND HYGIENE FÜR EIN BESSERES LEBEN

VON UNICEF-MITARBEITERIN KERSTIN BÜCKER

19. November 2012 - Heute ist Welttoilettentag – warum ist dem „stillen Örtchen“ weltweit ein ganzer Tag gewidmet? Weil Latrinen und gute Hygiene überlebenswichtig sind.

Jedes Jahr sterben zwei Millionen Kinder an Lungenentzündung und Durchfall – und fast immer hätten bessere Wasser- und Sanitärversorgung diese Todesfälle vermeiden können. UNICEF hilft deshalb weltweit, Gemeinden über Hygiene aufzuklären. Ziel ist es, dass niemand mehr „ins Gebüsch macht“. Denn über das Grundwasser und umherfliegende Insekten werden die Keime sonst sehr schnell verteilt und machen vor allem die Kinder krank. In den letzten fünf Jahren konnten so 39.000 Dörfer offiziell zu „sauberen“ Dörfern erklärt werden. Insgesamt leben so schon über 100 Millionen Menschen in einer Umgebung, die sie vor Krankheiten schützt.

Über eine Milliarde Menschen weltweit haben keine Latrine. Es wäre utopisch zu glauben, man könnte sie alle mit fertigen Toilettenhäuschen versorgen. Aber wenn die Familien selbst verstehen, warum sie krank werden, finden sie eigene Lösungen und setzen sie im Dorf um. Bei einem Besuch in Mosambik im Oktober 2012 habe ich das selbst gesehen – aus aktuellem Anlass der UNICEF-Kampagne „Wasser wirkt“. Warum sauberes Trinkwasser und Hygiene so überlebenswichtig sind, hat uns zum Beispiel die neunjährige Aranna berichtet. Sie wusste ganz genau Bescheid, wie sie gesund bleibt. Mit dabei sind der UNICEF-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Heraeus und ein kleines Team der UNICEF-Experten aus Mosambik.

Lesen Sie hier das Reisetagebuch aus Mosambik

Teil 1: Cassinde - Schulkinder als Hygienebotschafter
In dem Dorf Cassinde zeigen Schülerinnen und Schüler stolz ihre neue "kinderfreundliche" Modellschule. Weiterlesen

Teil 2: Baduia Mpandue - Sauberkeit macht stolz
Mit lautem Jubel begrüßt, besichtigen wir heute in Baduia Mpandue den von den Einwohnern selbst erbauten Dorfbrunnen. Weiterlesen

Teil 3: Ulónguè - Bessere Versorgung in der Stadt
Im dichter besidelten Ulónguè ist das Wasser häufig mit Bakterien verseucht. Die Mutter Feliciana Luciana gewährt uns einen Einblick in das alltägliche Leben der Familie. Weiterlesen