BILDER DER GEWALT IN DER ZENTRALAFRIKANISCHEN REPUBLIK
Freitag, 17. Januar 2014, 12:17 Uhr
von Beatrix Hell | 0 Kommentare

Felicia liebt es zu malen. Aber ihre Kunstwerke erschrecken: In bunten Farben zeigen sie abgebrannte Häuser, Männer mit Waffen, einen Mann, tot am Boden liegend – frische Erinnerungen an die Gewalt, die die 13-Jährige aus der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) erst kürzlich erlebt hat.

4,6 Millionen Menschen brauchen Hilfe

Im Flüchtlingscamp kommt Felicia ein bisschen zur Ruhe. Nach einer überstürzten Flucht vor dem eskalierenden Bürgerkrieg musste sich das Mädchen mit ihrer Familie monatelang in ihrem Heimatland verstecken. Sie erlebte den Tod ihres Onkels; später starb auch ihre kleine Schwester. Nach Schätzungen der UN waren Anfang Januar rund 885.000 Einwohner auf der Flucht – fast ein Fünftel der Bevölkerung. Landesweit sind 4,6 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, darunter über zwei Millionen Kinder. In einem Flüchtlingslager in Bossangoa im Westen des Landes fand Felicias Familie Obdach.

„Zu Hause sprechen wir nicht über unsere Erlebnisse“

Endlich kann Felicia von ihren schrecklichen Erlebnissen berichten – mit Unterstützung von UNICEF. In vielen Lagern hat UNICEF sichere Kinderzonen eingerichtet. Hier können Kinder trotz der schwierigen Umstände beschützt spielen, Sport treiben, malen und lernen. Von UNICEF geschulte Betreuer kümmern sich um die Mädchen und Jungen. Viele stehen unter Schock und sind froh über die Unterstützung, um die gewaltigen Veränderungen in ihrem Leben seelisch zu verarbeiten. „Als ich ankam, kannte ich niemanden“, erzählt Felicia. „Aber im UNICEF-Zelt traf ich Menschen, die meine Freunde wurden. Ich weiß, dass sie mir zuhören. Zu Hause sprechen wir nicht über unsere Erlebnisse.“

UNICEF hilft

Kinderschutzzonen sind ein Teil der Nothilfe von UNICEF in der ZAR. Wir setzen uns aber auch erfolgreich für die Befreiung von Kindersoldaten ein, die in den unterschiedlichen bewaffneten Truppen und Gruppen missbraucht werden. UNICEF unterstützt die Wasserversorgung in Flüchtlingscamps und hat bereits geholfen, die Kinder zu impfen, um dem Ausbruch von Infektionskrankheiten vorzubeugen.

UNICEF ist seit vielen Jahren vor Ort tätig und fördert Programme – vor allem in den Bereichen Gesundheit, Wasser und Kinderschutz. Zum Beispiel sorgt UNICEF dafür, dass Neugeborene einen sicheren Start ins Leben erhalten. Seit den Unruhen fließt ein Teil der Programmgelder in die Nothilfeprojekte.

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