HUNGER UND DURST IM SÜDSUDAN: WIE KINDER IN JUBA DEN WASSERMANGEL ÜBERLEBEN
Mittwoch, 29. März 2017, 16:30 Uhr
von Vera Mäusbacher | 0 Kommentare

Der Konflikt im Südsudan hat Millionen Menschen ihr Zuhause geraubt und die ohnehin schon verheerende Nahrungskrise verschärft. Vor allem Kinder leiden jeden Tag Hunger und Durst – und sterben häufig an den Folgen. Aktuell wird der Wasserbestand immer geringer. Die Menschen brauchen dringend unsere Hilfe.

In der Hauptstadt des Südsudan, Juba, gibt es kaum noch Wasser für die Familien. Diese Wasserknappheit wird durch die anhaltenden Konflikte und die wirtschaftliche Lage immer verheerender. Bereits 2015 hatten nur noch 13 Prozent der Menschen in Juba Zugang zu Wasserbrunnen und Wasserleitungen – mittlerweile dürfte diese Prozentzahl noch deutlich geringer sein.

   

Südsudan: Ein Wasserkanister wird mit einem Schlauch befüllt 
© UNICEF/UN057024/Hatcher-Moore 

Für die Familien und Kinder, die gar keinen Zugang zu Wasser haben, sind die UNICEF-Hilfslieferungen überlebenswichtig. Das Wasser hierfür kommt aus dem White Nile Fluss und muss daher von UNICEF mit Chlor gereinigt werden, damit sicheres Trinkwasser entsteht.

   

Südsudan: Die 13-jährige Francis mixt das Wasser mit einer Chlortablette 
© UNICEF/UN057022/Hatcher-Moore  

Francis ist 13 Jahre alt und arbeitet jeden Morgen an den Wasserpump-Stationen, bevor er zur Schule geht. Er füllt Flaschen mit Chlor für die Wasser-Trucks auf. Mit dem verdienten Geld kauft er dann Essen und Schulsachen. In Juba gibt es mehr als 2.000 Wassertanker – ihr Betrieb wird immer teurer und so steigt auch der Preis für die Wasser-Käufer immer weiter an.

   

Südsudan: Francis steht zwischen zwei Wassertransportern 
© UNICEF/UN057021/Hatcher-Moore 

Francis wirft eine Flasche mit Chlorlösung zu einem Truck rüber. Ohne sauberes Wasser steigen die Risiken für tödliche Krankheiten wie Cholera. Besonders Kinder sterben dadurch innerhalb kurzer Zeit. Der letzte Cholera-Ausbruch hat bereits 83 Menschen getötet und Tausende weitere infiziert.

   

Südsudan: Amal trägt einen Wasserkanister auf ihrem Kopf 
© UNICEF/UN057030/Hatcher-Moore  

Der Ort “Khor William” ist einer der am schlimmsten von Cholera betroffenen Regionen. Hier holt gerade die 17-jährige Amal Wasser an einer privaten Pumpstation. Doch das Wasser ist gefährlich: Denn obwohl es einerseits bequem für Amal erreichbar ist, kommt das Wasser direkt und ungefiltert aus dem schmutzigen Fluss.

   

Südsudan: Amal mit einer Schubkarre und einem Wasserkanister 
© UNICEF/UN057031/Hatcher-Moore  

“Ich muss nicht mehr zum Fluss laufen und habe so mehr Zeit zum Lernen für die Schule. Aber das Wasser ist immernoch schmutzig und ich habe Angst, dass meine kleinen Geschwister sich infizieren wenn sie es trinken“, erklärt Amal, die jeden Tag für die Familie Wasser holt.

   

Südsudan: Louis steht neben einem Wasserspeicher mit Wasser aus dem weißen Nil 
© UNICEF/UN057037/Hatcher-Moore  

In dem Ort Ghabat steht Louis Modi neben Wassercontainern, die zu seiner Wasserstation gehören. Diese wird von UNICEF finanziell unterstützt. Das Wasser aus dem Fluss wird mit Aluminium-Sulfat und Chlor so aufbereitet, dass jeden Tag mehr als 280.000 Liter sicheres Trinkwasser entstehen.

   

Südsudan: Ein Kind füllt sauberes Trinkwasser in einen Kanister ab 
© UNICEF/UN057036/Hatcher-Moore  

Die Menschen laufen teilweise 25 Kilometer, um Wasser von der Station zu holen. Ganze Familien, Frauen und Kinder kommen gemeinsam und füllen ihre Kanister auf, die sie dann auf Schubkarren stapeln, um sie auf dem langen Weg zurück nach Hause besser transportieren zu können.

     

Südsudan: Ein Wasserverkäufer bindet Wasserkanister an sein Fahrrad 
© UNICEF/UN057038/Hatcher-Moore  

Das Wasser ist kostenlos für diejenigen, die selber zur Wasserstation kommen können. Für diejenigen, die so weit weg wohnen, dass sie nicht kommen können, gibt es Händler. Die Händler transportieren das Wasser über Fahrräder zu den weit entlegenen Dörfern und bekommen dafür ein kleines Gehalt.

   

Südsudan: Zwei Jungs sammeln Wasser von einer kaputten Leitung 
© UNICEF/UN057028/Hatcher-Moore 

UNICEF hofft, dass mit der Hilfe von Spendern bald noch mehr Wasserstationen entstehen können. Denn Tausende Menschen haben noch immer keinen Zugang zu Wasser. Mutakel, 16, und Joseph, 12, holen Wasser aus einer kaputten Leitung in einem Außenbezirk Jubas.

   

Südsudan: Ein Mädchen trägt Wasserkanister um sie mit Wasser zu füllen 
© UNICEF/UN057034/Hatcher-Moore  

Ein Kind trägt leere Wasserkanister zu einem nahe gelegenen Zapfhahn, um sie wieder mit Wasser aufzufüllen. Keine Familie sollte die Gesundheit ihrer Kinder riskieren müssen, nur weil sie Wasser trinken.

Südsudan: Retten Sie jetzt Kinderleben!

Die Lage im Südsudan wird von Tag zu Tag dramatischer. UNICEF-Mitarbeiter vor Ort berichten von Kindern, die sogar Gras, Blätter und Holz essen, weil sie so hungrig sind.

Dieser Zustand ist unmenschlich. Bitte helfen Sie mit, die Kinder mit Nahrung zu versorgen und vor dem Hungertod zu retten. UNICEF arbeitet seit Jahren vor Ort und hilft mit starken Partnern dort, wo die Not am größten ist. So können sie helfen: 

1 Impfschutz-Paket gegen lebensbedrohende Krankheiten
150 Päckchen Erdnusspaste für schwer unterernährte Kinder
30.000 Reinigungs-Tabletten für Trinkwasser

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