Mary F. Calvert, USA

Nigeria: Polio – einen Schritt nach vorn, zwei zurück


Kano ist Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates in Nigeria. Poliomyelitis, kurz Polio oder auch Kinderlähmung genannt, ist eine unheilbare Virusinfektion. Was haben Kano und Polio miteinander zu tun? 2002 entwickelte sich im Norden von Nigeria aus muslimischem Glaubenseifer in Kombination mit Unwissenheit und einer Hass-Kampagne gegen westliche Einflüsse eine vehemente Ablehnung der geplanten Immunisierung der Bevölkerung. Die verbreitete Skepsis war: Ziel des Westens sei es, Frauen unfruchtbar zu machen oder gar AIDS zu verbreiten. Das fatale Ergebnis dieser Abwehrhaltung: Nach vier Jahren der Desinformation wurden über 3000 Kinder mit dem Polio-Virus infiziert.

Kano ist Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates in Nigeria. Poliomyelitis, kurz Polio oder auch Kinderlähmung genannt, ist eine unheilbare Virusinfektion. Was haben Kano und Polio miteinander zu tun? 2002 entwickelte sich im Norden von Nigeria aus muslimischem Glaubenseifer in Kombination mit Unwissenheit und einer Hass-Kampagne gegen westliche Einflüsse eine vehemente Ablehnung der geplanten Immunisierung der Bevölkerung. Die verbreitete Skepsis war: Ziel des Westens sei es, Frauen unfruchtbar zu machen oder gar AIDS zu verbreiten. Das fatale Ergebnis dieser Abwehrhaltung: Nach vier Jahren der Desinformation wurden über 3000 Kinder mit dem Polio-Virus infiziert. Die ungeheure Zahl der für immer schwer geschädigten Kinder führte nun selbst bei den engstirnigsten Vertretern zum Umdenken. Prophylaxe, durch ausreichend verabreichten Impfstoff, wird inzwischen befürwortet. Gemeinsam mit anderen Organisationen führt UNICEF breit angelegte Informations- und Sensibilisierungskampagnen durch, die bereits große Erfolge zeigten: Von 2009 bis 2010 konnten Polio-Erkrankungen in Nigeria so wieder um 95 Prozent reduziert werden. 

In eindrücklichen Bildern die Forderung nach körperlicher Unversehrtheit und Gesundheit, insbesondere von Frauen und Kindern, aufzuzeigen, ist seit vielen Jahren die große Antriebskraft der US-amerikanischen Fotografin Mary F. Calvert.

Nigeria: Polio – einen Schritt nach vorn, zwei zurück | © Mary F. Calvert/Zuma Press
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Die ungeheure Zahl der für immer schwer geschädigten Kinder führte nun selbst bei den engstirnigsten Vertretern zum Umdenken. Prophylaxe, durch ausreichend verabreichten Impfstoff, wird inzwischen befürwortet. Gemeinsam mit anderen Organisationen führt UNICEF breit angelegte Informations- und Sensibilisierungskampagnen durch, die bereits große Erfolge zeigten: Von 2009 bis 2010 konnten Polio-Erkrankungen in Nigeria so wieder um 95 Prozent reduziert werden. 

In eindrücklichen Bildern die Forderung nach körperlicher Unversehrtheit und Gesundheit, insbesondere von Frauen und Kindern, aufzuzeigen, ist seit vielen Jahren die große Antriebskraft der US-amerikanischen Fotografin Mary F. Calvert.


Biografie: Mary F. Calvert

Mary F. Calvert
© Mary F. Calvert/THE WASHINGTON TIMES

EDUCATION

  • San Francisco State University, San Francisco, California, 1985-89 Bachelor of Arts, Journalism
  • Northern Virginia Community College, Alexandria, Virginia, 1977-83 Associate of Arts, Fine Art Photography, Cum Laude

EXPERIENCE

  • Washington DC, January 2010-present

Freelance Photographer

  • The Washington Times, Washington DC June 1998-December 2009,

Staff Photographer

  • The Oakland Tribune, Oakland, California November 1992-May 1998,

Staff Photographer

REFERENCES

  • Wally MacNamee, photographer, Newsweek, retired
  • Linda D. Epstein, McClatchy-Tribune Photo Service, McClatchy Washington Bureau Senior Photo Editor
  • Eli Reed, photographer, Magnum Photos, University of Texas, Faculty

HONORS

  • HOPE FOR A HEALTHY WORLD COMPETITION

2011 Best Global Health Picture Story, “Polio’s Line in the Sand”

  • Robert F. Kennedy Journalism Award

2008 First Place, International Photography, “Lost Daughters”
1989 First Place, “Helpers in the War on A.I.D.S.”, San Francisco State University

  • The Pulitzer Prize

2010 Finalist, The Pulitzer Prize in Feature Photography, “Congo’s War on Women”
2007 Finalist, The Pulitzer Prize in Feature Photography, “Ethiopia’s Trail of Tears”

Neuer Inhalt

2. Platz: JM Lopez – Guatemala: Gezeichnet durch chronische Unterernährung
In seiner Fotoserie zeigt der spanische Fotograf JM Lopez die verherrenden Folgen von Unterernährung bei Kindern in Guatemala
Ehrenvolle Erwähnungen
Neben den ersten drei Plätzen zeichnete die unabhängige Expertenjury sechs Fotografen mit Ehrenvollen Erwähnungen aus. Die Reportagen zeigen Kinder aus Russland, Somalia, Nordkorea, Pakistan, Rumänien und den USA.
Nigeria: Hungersnot verhindern
Millionen Kinder in Nigeria sind dringend auf Hilfe angewiesen. Die Versorgungslage im Land ist extrem unsicher. UNICEF ist vor Ort und hilft, helfen Sie mit!