Nigeria: Awana bei einer Untersuchung auf Mangelernährung

Hungersnot in Nigeria verhindern

Durch den Boko-Haram-Bürgerkrieg steigt die Zahl der Flüchtlinge

Awana ist erst ein Jahr alt und wird den morgigen Tag vielleicht schon nicht mehr erleben. Der Junge musste mit seiner Familie vor Dürre, Hunger und Gewalt durch den Terror von Boko Haram fliehen. Zuletzt hatten er, seine Eltern und Geschwister oft tagelang nichts zu essen. Jetzt lebt die Familie in einem Flüchtlingslager in Maiduguri in Nigeria und kämpft um das Leben ihres Sohnes.

Nigeria: Awana und seine Familie

Awana mit Mutter und Schwestern in ihrer kleinen Hütte in Maidguri. Die Familie erhält Spezialnahrung, Wasser und Medikamente von UNICEF. Nur wenige Euro pro Woche sichern ihr Überleben. Spenden Sie jetzt!

© UNICEF/UN044651/Commins

Die Verzweiflung ist noch zu spüren, als Awanas Mutter von der Flucht erzählt. So wie ihnen geht es Millionen Menschen in Nigeria. Alleine 4,4 Millionen Kinder brauchen dringend Obdach, Sicherheit und Nahrung. Voller Angst und jeglichen Besitzes beraubt, flüchten immer mehr Menschen Richtung Europa und hoffen auf Asyl. Sie haben alles verloren und hungern, es geht nur noch ums nackte Überleben.

Retten Sie Kinderleben!

Das bewirkt Ihre Spende für Kinder in Nigeria

Nigeria: Familien vor einer UNICEF-Klinik
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Die Mütter kommen in Scharen zu den UNICEF-Klinikzelten, um ihre Kinder mit Spezialnahrung gegen den Hunger versorgen zu lassen. Jeden Tag sterben in Nigeria vor allem Kleinkinder an den Folgen des Hungers.

© UNICEF/UN028418/Esiebo
Nigeria: Awana bei einer Untersuchung auf Mangelernährung
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Auch Awanas Mutter hat sich heute voller Hoffnung angestellt. Der vom Hunger stark geschwächte einjährige Junge kann kaum noch sitzen. An der Behandlung mit Spezialnahrung hängt jetzt sein Leben.

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Nigeria: Awana isst Erdnusspaste
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Der Junge, der kaum vier Kilo auf die Waage bringt (ein gesundes Kind wiegt ca. 9 Kilogramm mit 12 Monaten), muss sofort mit Erdnusspaste behandelt werden. Die Mutter erhält Päckchen für jeden Tag.

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Nigeria: Eltern warten in Maidguri auf die Behandlung
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Das kleine Klinikzelt in Maiduguri versorgt jeden Tag Hunderte von Kindern. Die UNICEF-Helfer sind fast rund um die Uhr im Einsatz. Die Mühe lohnt: Alleine Erdnusspaste rettet Tausenden Kindern das Leben.

© UNICEF/UN044651/Commins
Nigeria: Ein Mädchen wird in einer Klinik untersucht
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Sie wollen helfen? Dann spenden Sie jetzt für Erdnusspaste, Klinikbedarf und überlebenswichtiges Wasser. Jeder Euro zählt für die stark geschwächten Mädchen und Jungen in Nigeria.

©  UNICEF/UN044651/Commins

Boko Haram: Bürgerkrieg führt zu Hungerkrise und Flüchtlingsströmen

Der Konflikt in Nigeria weitet sich aus. Rund zwei Millionen Menschen brauchen alleine im Nordosten Hilfe, darunter viele Kinder. Die Mädchen und Jungen sind in Gefahr, von den Rebellen rekrutiert und als Soldaten, Selbstmord-Attentäter oder Kriegssklaven missbraucht zu werden. Den Mädchen drohen Vergewaltigungen - und sie werden besonders oft zu Selbstmordanschlägen gezwungen. 

Hungersnot in Nigeria verhindern: Jede Spende zählt

UNICEF braucht dringend mehr Unterstützung durch Spenden, um dieses Jahr überlebenswichtige Hilfsgüter zu beschaffen und den Kindern und ihren Familien zu helfen, die unter dem Terror durch Boko Haram und der Hungerkrise leiden.

So hilft UNICEF mit Ihrer Spende

Die Wasserversorgung für rund zwei Millionen Menschen ist weiterhin gesichert, kontinuierlich kommen weitere Handpumpen für mehr Tausende Menschen hinzu.

Mehr als 4.000 Kinder erhalten bereits psychosoziale Betreuung in Kinderschutz-Projekten.

Alleine in den vergangenen Wochen erhielten rund 3000 Kinder Erdnusspaste, Spezialmilch weitere therapeutische Nahrung gegen den Hunger.

In diesem Jahr ist es unser Ziel, mit UNICEF-Lernmaterialien, Schulzelten und Lehrpersonal 1.2 Millionen Kinder in die Schule zu bringen.

Die Wasserversorgung für rund zwei Millionen Menschen ist weiterhin gesichert, kontinuierlich kommen weitere Handpumpen für mehr Tausende Menschen hinzu.

Langfristig ist es wichtig, die Kinder psychosozial aufzufangen und sie dabei zu unterstützen, in ihre Familien und Gemeinden zurückzukehren. Besonders Mädchen und junge Frauen, die aus der Kriegsgefangenschaft befreit wurden, brauchen hierbei Hilfe. Sie und ihre (nach Kriegsvergewaltigungen geborenen) Kinder sind häufig das Opfer von Diskriminierung und Gewalt.