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UNICEF UND PARTNER IMPFEN HUNDERTTAUSENDE KINDER
Maputo/Köln
Donnerstag, 16. Mai 2019, 17:00 Uhr

MOSAMBIK: HILFE NACH ZYKLON IDAI UND KENNETH GEHT WEITER

Hundertausende Kinder in Mozambik wurden in der vergangenen Woche in den vom Zyklon Idai verwüsteten Provinzen geimpft und mit Vitamin-A-Präparaten versorgt.

UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation WHO und die mosambikanische Regierung organisierten die Hilfe im Rahmen einer Gesundheitswoche in den 21 am stärksten betroffenen Distrikten in den Provinzen Sofala, Manica, Inhambane und Zambezia.

Mosambik: Ein Junge wird von UNICEF-Helfern geimpft

© UNICEF/UN0312429/Oatway

Bis heute wurden mehr als 700.000 Kinder gegen Polio und mehr als 650.000 Kinder gegen Masern und Röteln geimpft. Zur Stärkung der Abwehrkräfte verteilten Gesundheitsteams Vitamin-A-Präparate an rund 700.000 Kinder sowie Eisen- und Folsäure-Tabletten an mehr als 650.00 Mädchen im Teenageralter. 550.000 Kinder wurden gegen Wurmbefall behandelt. Helfer untersuchten den Ernährungszustand von rund 700.000 Kindern. Akut mangelernährte Kinder wurden in Gesundheitsstationen gebracht.

„Kleinkinder und schwangere Frauen sind nach den zerstörerischen, aufeinanderfolgenden Wirbelstürmen in Mosambik mit gefährlichen Gesundheits- und Ernährungsrisiken konfrontiert“, sagt Michel Le Pechoux, stellvertretender UNICEF-Repräsentant in Mosambik. „Die Gesundheitswoche ist ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der grundlegenden Gesundheitsdienste.“

Nach den beiden Naturkatastrophen im März und April kehren immer mehr Menschen in ihre zerstörten Häuser zurück oder werden in sichere Gebiete umgesiedelt. Die medizinische und soziale Infrastruktur müssen dort oft von Grund auf neu aufgebaut werden. Viele Familien haben alles verloren.

In den von Zyklon Kenneth Ende April betroffenen Gebieten unterstützt UNICEF zusammen mit seinen Partnern unter anderem die Behandlung und Prävention von Cholera und weiteren durch verseuchtes Trinkwasser übertragbare Krankheiten. Am 12. Mai brachte UNICEF Choleraimpfstoff für 250.000 Menschen in die Stadt Pemba. Gesundheitsteams klären mit Unterstützung von UNICEF die Menschen in den Stadtvierteln und Gemeinden darüber auf, wie sie sich vor Infektionskrankheiten schützen können.

Zu ersten Mal seit Beginn systematischer Wetteraufzeichnungen in der Region wurde Mosambik innerhalb kürzester Zeit von zwei verheerenden Zyklonen nacheinander getroffen. Nach Zyklon Idai im März und Zyklon Kenneth im April sind derzeit 1,1 Millionen Menschen in zentralen und nördlichen Landesteilen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Rudi Tarneden

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Rudi Tarneden
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