
Gewalt, Klimaschocks und Hunger in Mosambik: Kinder brauchen Hilfe
Schwere Überschwemmungen bedrohen Kinder
Nach außergewöhnlich starken Regenfällen in Mosambik Mitte Januar ist es zu schweren Überschwemmungen gekommen. Tausende Häuser wurden überflutet, beschädigt oder zerstört. Straßen, Wasserversorgungssysteme und landwirtschaftliche Flächen wurden beeinträchtigt. Mehr als eine halbe Million Menschen sind betroffen, über die Hälfte davon sind Kinder.

Bild 1 von 2 | Ganze Siedlungen im Süden Mosambiks wurden überschwemmt.
© UNICEF/UNI930354/Pedro
Bild 2 von 2 | In der Provinz Gaza stehen Straßen unter Wasser.
© UNICEF/UNI930723/Taylor
Besonders bedrohlich für Kinder sind bei einer solchen Katastrophe verunreinigtes Wasser, fehlende sanitäre Einrichtungen und Lebensmittelkappheit. In Mosambik leiden bereits viele Kinder an chronischer Mangelernährung. Die Komibination aus durch Wasser übertragbare Krankheiten und Mangelernährung kann lebensgefährlich werden.
Bei Naturkatastrophen zählt oft jede Minute. Unsere Kolleg*innen sind in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Unterstützen Sie uns mit einer Spende, damit wir die Kinder schnell mit Hilfe erreichen können.
So unterstützen Sie mit einer Spende unsere Hilfe in Mosambik
- 84 €z. B. für 30.000 Wasserreinigungstabletten für je 5 Liter sauberes Wasser
- 176 €z. B. für 600 Päckchen Erdnusspaste, um mangelernährte Kinder zu versorgen
- 250 €z. B. für 10 Erste-Hilfe-Sets zur Erstversorgung
UNICEF leistet Hilfe in den vom Hochwasser betroffenen Regionen
Auch Dank Ihrer Spenden können wir uns als Hilfsorganisation im Vorfeld auf Naturkatastrophen vorbereiten. Das ermöglicht es uns, Kinder und Familien unmittelbar nach einer Katastrophe mit Hilfe zu erreichen.
Angesichts der Gefahr durch mögliche Krankheitsausbrüche liegt unser Fokus in den Hochwassergebieten derzeit darauf, die Wasserversorgung sicherzustellen sowie Hygieneartikel und sanitäre Anlagen bereitzustellen. Zudem arbeiten wir daran, die Gesundheitsversorgung für Kinder aufrechtzuerhalten und auch weiter Bildungsangebote zu ermöglichen.

Ein Team aus Ersthelfer*innen ist mit Booten unterwegs, um sich ein Bild von der Lage zu machen.
© UNICEF/UNI930360/PedroMosambik gehört zu den Ländern, die weltweit am stärksten vom Klimawandel und damit einhergehenden Naturkatastrophen betroffen sind. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu schweren Zyklonen und Überschwemmungen. Allein zwischen Ende 2024 und Anfang 2025 waren 1,8 Millionen Menschen von drei aufeinanderfolgenden Wirbelstürmen betroffen.
Hintergrundinformationen zur Lage der Kinder in Mosambik
Zunehmende Gewalt und schwere Kinderrechtsverletzungen
Seit Jahren besteht ein Konflikt im Norden Mosambiks, der sich 2025 weiter verschärft hat. Kinder leiden besonders unter der Gewalt und schwere Kinderrechtsverletzungen nehmen zu. Dazu zählen Entführungen, Rekrutierungen von Kindern sowie sexualisierte Gewalt.
Seit Beginn des Konflikts wurden mehr als 400.000 Menschen vertrieben und benötigen dringend humanitäre Hilfe. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder.

Von UNICEF unterstützte mobile Gesundheitsteams in Cabo Delgado.
© UNICEF/UNI867759/Franco
Besonders vom Konflikt betroffen ist die Provinz Cabo Delgado. Angriffe auf Gemeinden haben in jüngster Zeit zugenommen. Zehntausende Kinder können aufgrund der Gewalt nicht zur Schule gehen.
Kinder von Hunger bedroht
Aufgrund des Konflikts sind Hunderttausende Menschen im Norden Mosambiks in den letzten Jahren geflohen. Sie leben in provisorischen Unterkünften und haben von allem zu wenig: schlechte medizinische Versorgung, zu wenig zu essen und zu trinken, kaum Schutz.
Etwa jedes sechstes Kind im Land leidet unter Mangelernährung. Überschwemmungen haben in der Vergangenheit immer wieder große Teile der Ernten zerstört. Die Lebensmittel werden dadurch immer knapper. Aufgrund der aktuellen Überschwemmungen im Januar 2026 könnte sich die Ernährungslage erneut verschärfen.

Ein Gesundheitshelfer misst den Oberarm eines Jungen, um zu prüfen, ob er mangelernährt ist.
© UNICEF/UNI867638/FrancoUNICEF-Hilfe in Mosambik
UNICEF arbeitet seit mehr als 50 Jahren in Mosambik. Wir sind täglich für die Kinder im Einsatz und in verschiedenen Bereichen tätig. Unsere Hilfe umfasst die Gesundheitsversorgung, Ernährung, Bildung und Kinderschutz.
So helfen wir den Kindern und ihren Familien:
Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort versorgen wir mangelernährte Kinder mit therapeutischer Nahrung – etwa mit Erdnusspaste und Spezialmilch.
Mit mobilen Teams können wir Menschen auch in entlegenen Gebieten erreichen. Wir impfen Kinder gegen Infektionskrankheiten wie Tetanus, Diphtherie, Cholera und Polio.
Wir kümmern uns um den Aufbau von Toiletten-Anlagen, um die Reparatur von Wasserleitungen und um Trinkwasser-Lieferungen.
Wir richten Notunterkünfte ein, wo Kinder nach Naturkatastrophen Schutz finden. Auch leisten wir psychosoziale Unterstützung.
Wir verteilen Flaschen mit wasserreinigendem Mittel, das Keime im Wasser abtötet. So sorgen wir für sauberes Wasser, damit sich Kinder nicht mit gefährlichen Krankheiten anstecken.
Durch Wirbelstürme und Überschwemmungen werden immer wieder Schulen beschädigt oder zerstört. Wir helfen mit, sie zu reparieren oder neu aufzubauen. Im Rahmen unserer Nothilfe richten wir auch Übergangsschulen ein und stellen Lernmaterial zur Verfügung.

Bild 1 von 6 | Mit Impfungen schützen wir die Kinder vor gefährlichen Krankheiten. Und auch, indem wir über Hygiene-Maßnahmen aufklären.
© UNICEF/UN0535735/Lemos
Bild 2 von 6 | Wenn ein Kind an Cholera erkrankt und nicht sofort medizinisch behandelt wird, kann es innerhalb weniger Stunden daran sterben. Verunreinigtes Trinkwasser birgt nach Überflutungen oder auf der Flucht ein großes Ansteckungsrisiko. Deshalb sorgen wir für sauberes Wasser.
© UNICEF/UN0567030/Franco
Bild 3 von 6 | Wir helfen mit, die Kinder wieder zurück in die Schulen zu bringen. Denn Bildung schafft Chancen. Und ein geregelter Alltag hilft den Mädchen und Jungen, wieder anzuknüpfen an ihr früheres Leben.
© UNICEF/UN0294987/DE WET
Bild 4 von 6 | Hygiene ist besonders wichtig, um Durchfallerkrankungen wie die Cholera zu verhindern. Wir installieren Händewaschstationen und einfache Toilettenanlagen.
© UNICEF/UN0567087/Franco
Bild 5 von 6 | Nach Naturkatastrophen brauchen die Familien schnelle Hilfe. Darum bringen wir den Großteil unserer Hilfsgüter per Flugzeug in die Krisenregion. Die Kisten enthalten unter anderem Spezialnahrung und Mittel zur Wasserreinigung.
© UNICEF/UN0306723/Pesce Blazquez
Bild 6 von 6 | Angekommen: Kinder und Erwachsene nehmen Kartons mit UNICEF-Hilfsgütern in Empfang.
© UNICEF/UN0307741
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