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HUNGER IN MADAGASKAR: KINDER IN GEFAHR
Köln
Mittwoch, 12. Mai 2021, 18:20 Uhr

+++ NEWS-UPDATE 12.05.2021, 18:20 UHR +++

Madagaskar 2021_UN0406867

Madagaskar: Frau Claudine muss jeden Tag 14 km laufen, um sauberes Wasser zu finden.
© UNICEF/UN0406867/Andrianantenaina

Die Menschen im Süden Madagaskars erleben die schlimmste Dürre seit 40 Jahren. Kinder brauchen dringend Unterstützung. Schätzungsweise 1,13 Millionen Menschen – fast zwei von fünf Menschen – im Süden des Landes sind von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen. Es besteht die Gefahr, dass sich die humanitäre Lage weiter verschlimmert. Es droht eine Hungersnot.

Der Süden Madagaskars ist eine der ärmsten Regionen der Welt und die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Armut vieler Familien noch verschärft. Hinzu kommt die anhaltende Dürre: Zwischen November 2020 und Januar 2021 fiel weniger als die Hälfte der normalen Niederschlagsmenge.

Die Zahl der Kinder, die aufgrund von schwerer akuter Mangelernährung behandelt werden, war zuletzt viermal so hoch wie der Fünfjahresdurchschnitt. Rund 70.000 Kinder leiden bereits an akuter Mangelernährung, 11.000 sind lebensbedrohlich mangelernährt.

UNICEF-Teams sind vor Ort, stellen therapeutische Erdnusspaste und Spezialmilch für akut mangelernährte Kinder bereit und unterstützen ihre medizinische Behandlung. Zudem sorgt UNICEF für sauberes Trinkwasser, um Krankheiten vorzubeugen.

+++ NEWSNOTE 06. MAI 2021, 18:30 UHR +++

Dürre, klimabedingte Schocks und wachsende Armut in Folge der Covid-19-Pandemie bedrohen das Leben der Kinder in Madagaskar. Die Vereinten Nationen warnen angesichts steigender Mangelernährung bei Kindern vor einer drohenden Hungersnot in Teilen des Landes.

Magaskar 2019: Bei einem Kind mit Mangelernährung wird der Armumfang gemessen

Madagaskar 2019: Im Maroalipoty Gesundheitszentrum kümmert sich Gesundheitshelferin Sougra Banou Myriam Issa um Kinder, die von Mangelernährung betroffen sind.
© UNICEF/UNI209772/Ralaivita

Laut des gestern veröffentlichten "Global Report on Food Crises 2021" waren allein im letzten Jahr im südlichen Madagaskar schätzungsweise 27.000 Kinder von schwerer akuter Mangelernährung betroffen. Der Süden Madagaskars gilt als eine der ärmsten Regionen weltweit.

Zusammen mit seinen Partnern unterstützt UNICEF Ernährungs- und Gesundheitsprogramme in Madagaskar, beschafft therapeutische Milch und Erdnusspaste und hilft bei der medizinischen Behandlung mangelernährter Kinder. Weiter hilft UNICEF bei der Versorgung mit sauberem Trinkwasser.

Insgesamt benötigt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen für seine Nothilfeprogramme in Madagaskar in diesem Jahr 15,4 Millionen US-Dollar.

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Chrisitine Kahmann, UNICEF Deutschland

CHRISTINE KAHMANN

Pressesprecherin - Aktuelle Themen, Nothilfe
0221-93650-298
E-Mail: presse(at)unicef.de