Naturkatastrophen spenden: Ein Mädchen aus Bangladesch auf dem Weg zur Schule

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Kinder und Jugendliche

Die Klimakrise ist eine Krise der Kinderrechte

Die Auswirkungen des Klimawandels und Folgen der Umweltzerstörung sind spürbar – überall auf der Welt. Obwohl Kinder und Jugendliche am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich sind, werden sie am stärksten von den Folgen getroffen. Die jungen Menschen von heute und nachfolgende Generationen müssen vor den Auswirkungen des Klimawandels geschützt werden. Dafür setzt UNICEF sich ein. Gleichzeitig fordern wir Regierungen, Unternehmen und weitere Akteure dazu auf, jetzt schnell und umfassend zu handeln – für Kinder und mit ihnen gemeinsam.

Wie die Klimakrise Kinder und Jugendliche trifft

Die globale Klimakrise bedroht das Leben und die Zukunft von allen Kindern. Infolge von Klimawandel und Umweltbelastungen haben Kinder nicht genügend sauberes Wasser, gehen hungrig ins Bett oder können nicht lernen. Im Vergleich zu Erwachsenen sind Kinder weniger in der Lage, extreme Wetterereignisse zu überleben oder anfälliger für giftige Chemikalien, Temperaturschwankungen und Krankheiten.

Fast die Hälfte aller Kinder auf der Welt ist mindestens drei Klimagefahren gleichzeitig ausgesetzt, zum Beispiel Dürren, extremer Hitze und tropischen Stürmen. In vielen Weltregionen sind Kinder durch die Auswirkungen des Klimawandels extrem stark gefährdet, weil sie in ihren Heimatländern in den Bereichen Wasser und Sanitär, Gesundheit, Ernährung, Bildung ohnehin nicht ausreichend versorgt und sozial abgesichert sind.

  • 97,5 %
    der Kinder in Deutschland

    erleben mindestens eine Klimaauswirkung.

  • 1,1 Mrd.
    Kinder weltweit

    sind mindestens drei Klimagefahren gleichzeitig ausgesetzt.

  • 43 Mio.
    Vertreibungen von Kindern

    gab es zwischen 2016 und 2021 infolge von Wetterextremen.

Nahezu jedes Kind auf der Erde ist bereits heute mindestens einer Form von klima- und umweltbedingten Gefahren, Schocks und Belastungen wie Hitzewellen, Überschwemmungen oder Luftverschmutzung ausgesetzt. Erfahren Sie in die Galerie mehr dazu.

  • Somalia: Junge sammelt Wasser in einer Pfütze.

    1,5 Milliarden Kinder weltweit sind Hitzewellen ausgesetzt. 1,8 Milliarden Kinder sind von Dürren betroffen.

    © UNICEF/UN0607653/Rich
  • Pakistan: Ein Mann fährt mit einem kleinen Kind auf einem Motorrad durch die überschwemmten Gebiete.

    337 Millionen Kinder sind von Hochwasser an Flüssen betroffen, 33 Millionen Kinder von Überschwemmungen an Küsten.

    © UNICEF/UN0696409/Moin
  • Lungenentzündung verursacht durch Luftverschmutzung in Bangladesch

    2,3 Milliarden Kinder leben in Gebieten mit Luftverschmutzung.

    © UNICEF/UN0400938/Habibul Haque
  • Elfenbeinküste: Eine Mutter schützt ihre zweijährige Tochter mit einem Moskitonetz

    Eine Milliarde Kinder sind von Malaria bedroht, einer von vielen Krankheiten, die in Folge der Erderwärmung zunehmen.

    © UNICEF/UN0452583/Frank Dejongh
  • Bangladesch: Kinder stehen vor zerstörter Hütte

    662 Millionen Kinder sind tropischen Wirbelstürmen (Zyklone) ausgesetzt.

    © UNICEF/UN0842873/Himu

Recht auf eine gesunde Umwelt

Kinder – ganz gleich, wo sie leben – brauchen eine intakte Umwelt, um sich gut und gesund entwickeln zu können. 2023 hat der UN- Kinderrechtsausschuss erstmalig das Aufwachsen in einer sauberen, gesunden und nachhaltigen Umwelt als Recht eines jeden Kindes bekräftigt. Der Allgemeine Kommentar 26 (General Comment 26) ergänzt die 1989 verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention, die jedem Kind das Recht auf Leben und auf angemessene Lebensbedingungen garantiert, aber das explizite Recht noch nicht nennt. Damit wurde ein starkes und wirkungsvolles Signal gesetzt, dass eine intakte Umwelt Voraussetzung für die Verwirklichung von Kinderrechten ist.

Neuer Inhalt

Jedes Kind braucht eine gesunde Umwelt, um sein Potential voll entwickeln zu können.

© UNICEF/UN0364558/Andres Casares

Bereits 2021 kam der UN-Kinderrechtsausschuss zu dem Schluss, dass Staaten für die negativen Folgen von Treibhausgas-Emissionen auf Kinder Verantwortung übernehmen müssen. Im gleichen Jahr wurde das Menschenrecht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt durch den UN-Menschenrechtsrat und die UN-Generalversammlung anerkannt.

Ein lebenswerter Planet – für jedes Kind

Es gibt nur ein kleines Zeitfenster, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden – doch aktuell tut die Welt nicht genug. Daher setzt sich UNICEF auf politischer Ebene und in der eignen Programmarbeit verstärkt für folgende Maßnahmen ein:

UNICEF ist weltweit im Einsatz, um auf die drastischen Auswirkungen des Klimawandels auf die verschiedenen Lebensbereiche von Kindern zu reagieren und sie gegenüber künftiger Gefahren zu stärken. Die folgenden Beispiele aus den verschiedenen UNICEF-Programmen weltweit zeigen, wie UNICEF Kindern und Familien konkret im Kampf gegen den Klimawandel hilft.

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