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Die Auswirkungen des Klimawandels auf Kinder und Jugendliche

Die Klimakrise ist eine Krise der Kinderrechte

Die Auswirkungen des Klimawandels und die Folgen der Umweltzerstörung sind schon längst keine Zukunftsszenarien mehr. Sie sind bereits jetzt spürbar und verheerend. Die Zeit zu handeln drängt – vor allem für Kinder und Jugendliche. Sie sind am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich – doch sie sind schon jetzt am stärksten von seinen Auswirkungen betroffen. 

Die globale Klimakrise bedroht die Gesundheit, Ernährung, Bildung und Entwicklung sowie das Überleben und die Zukunft von allen Kindern weltweit. 

Um die jungen Menschen von heute und nachfolgende Generationen vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen und ihnen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen, ist entschiedenes Handeln notwendiger denn je – für Kinder und mit ihnen gemeinsam. 

WIE DIE KLIMAKRISE KINDER UND JUGENDLICHE TRIFFT 

Die Folgen des Klimawandels und der Umweltbelastungen können für Kinder besonders lebensbedrohlich sein. Denn im Vergleich zu Erwachsenen sind Kinder aufgrund ihrer Konstitution weniger in der Lage, extreme Wetterereignisse zu überleben und unter anderem anfälliger für giftige Chemikalien, Temperaturschwankungen und Krankheiten. 

Fast jedes Kind (mehr als 99 Prozent) auf der Erde ist heute mindestens einer Form von klima- und umweltbedingten Gefahren, Schocks und Belastungen wie Hitzewellen, Überschwemmungen oder Luftverschmutzung ausgesetzt. 

Eine Milliarde Kinder – fast die Hälfte aller Kinder auf der Welt – sind durch die Auswirkungen des Klimawandels extrem stark gefährdet. Diese Kinder leben in Ländern, in denen sie gleich mehreren klima- und umweltbedingten Gefahren, Schocks und Belastungen ausgesetzt sind und in denen die Grundversorgung in den Bereichen Wasser und Sanitär, Gesundheit und Bildung nur unzureichend ist.

RECHT AUF EINE GESUNDE UMWELT

Kinder – ganz gleich, wo sie leben – brauchen eine saubere und intakte Umwelt, um sich gut und gesund entwickeln zu können. Die 1989 verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention enthält zwar noch nicht das Recht auf eine saubere Umwelt. Sie garantiert allerdings jedem Kind das Recht auf Leben und auf angemessene Lebensbedingungen – eine gesunde Umwelt ist dafür maßgeblich. 

Im Oktober 2021 hat der UN-Menschenrechtsrat das Recht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt anerkannt und damit ein starkes und wirkungsvolles politisches Signal gesetzt, dass eine intakte Umwelt Voraussetzung für die Verwirklichung von Menschenrechten und Kinderrechten ist.

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Jedes Kind braucht eine gesunde Umwelt, um sein Potential voll entwickeln zu können.
© UNICEF/UN0364558/andres Casares

EIN LEBENSWERTER PLANET – FÜR JEDES KIND

Um Kinder und Jugendliche vor den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu schützen, ihnen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen und sie als zentrale Akteur*innen in die Gestaltung ihrer Zukunft miteinzubeziehen, setzt sich UNICEF mit einer Vielzahl von Partner*innen dafür ein, dass: 

  • Treibhausgas-Emissionen wirkungsvoll reduziert und so die drastischsten Folgen der Klimakrise verhindert werden.

    Die Welt und ihre Kinder werden heute und in der Zukunft mit den katastrophalen Folgen des Klimawandels leben müssen, wenn wir nicht unmittelbar die Treibhausgas-Emissionen reduzieren – bis hin zu Netto-Null-Emissionen im Jahr 2050. Hierfür braucht es jetzt ambitionierte Zwischenziele und entschiedenes Handeln, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen – für jedes Kind.

  • Kinder vor den bereits heute spürbaren Folgen des Klimawandels besser geschützt und im Umgang damit gestärkt sind.

    Um Kinder, besonders schutzbedürftige Menschen und Gemeinden vor den schlimmsten Auswirkungen des sich bereits ändernden Klimas zu schützen, braucht es dringend mehr Investitionen in Maßnahmen zur Klimaanpassung und Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Kindern und der Gemeinschaft, in der sie leben. Dazu gehört auch die Erfüllung des globalen Klimafinanzierungsziels von 100 Milliarden US-Dollar. Zentrale Dienstleistungen wie die Wasser- und Sanitärversorgung müssen hierfür in nationalen Anpassungspläne integriert und resiliente Gesundheits-, Bildungs- und soziale Sicherungssysteme sowie der Bereich der Katastrophenvorsorge verstärkt gefördert werden.

  • junge Menschen aktiv als Champions für Klima und Umwelt unterstützt und bei Entscheidungen der Klimapolitik einbezogen werden.

    Kinder und Jugendliche sind wichtige Partner*innen in nationalen, regionalen und internationalen Klimaverhandlungen und -entscheidungen. Es geht um ihre Zukunft und sie sind darauf angewiesen diese Zukunft zu gestalten. Klima und Umwelt müssen daher ein fester Bestandteil ihres Bildungsweges und ihrer Förderung vom Kindesalter an sein. Kinder und Jugendliche müssen zudem angemessen an klimapolitischen Verhandlungen beteiligt werden, so dass die Stimme der jungen Generation zum Maßstab des Handelns wird.

WAS MACHT UNICEF

UNICEF arbeitet weltweit daran, die Auswirkungen der Klimakrise auf Kinder und ihre Familien zu verringern und ihre Widerstandskraft zu stärken. Wir fördern innovative Ideen, die Klimaresilienz, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung miteinander verbinden, und setzen uns dafür ein, dass junge Menschen Teil der Lösung für die Klimakrise sind.

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