Irak humanitäre Hilfe: Eine UNICEF-Helferin führt einen Gesundheitscheck bei einem Baby durch.

Humanitäre Hilfe für Kinder im Irak

Irak nach dem Krieg

Die kleine Shahad (Foto oben, 10 Monate alt) im Flüchtlingslager Ashti in der Stadt Arbat wird gleich geimpft werden. Eine UNICEF-Gesundheitshelferin besucht sie zu Hause, um sie gesundheitlich durchzuchecken und eine Routineimpfung durchzuführen.

Von UNICEF unterstützte Teams bieten an vielen Orten im Irak Gesundheitsdienste und Kinderschutzprogramme an, vor allem für besonders verletzliche Kinder. Die bis 2017 anhaltenden Kämpfe im Irak sind zwar vorbei. Aber nach der jahrelangen Gewalt brauchen die körperlichen und seelischen Wunden der Kinder noch viel Zeit, um zu heilen. Hunderttausende Mädchen und Jungen haben unter den schweren Kämpfen in ihrem Land sehr gelitten. Millionen Menschen im Irak waren während des damaligen Konflikts vertrieben worden. Und noch jetzt (Stand: Dezember 2023) sind über eine Million Iraker*innen Flüchtlinge im eigenen Land. Darunter sind viele Kinder, die krank oder traumatisiert sind.

Irak humanitäre Hilfe: Ein UNICEF-Mitarbeiter spricht in einem Flüchtlingscamp mit einem Jungen.

Ein UNICEF-Mitarbeiter spricht mit einem Jungen in einem Flüchtlingscamp im Osten des Irak.

© UNICEF/UN0648751/Njiokiktjien

Das hat UNICEF für Kinder im Irak bereits erreicht

Wiederaufbau nach Kämpfen rund um Mossul

Tausende irakische Familien hatten durch die Kämpfe alles verloren, vor allem in der Region um Mossul. Viele Krankenhäuser waren durch die Gefechte völlig zerstört worden. UNICEF hat mitgeholfen, die Krankenhäuser zu reparieren und wieder aufzubauen. Wir haben auch Impfstoffe, medizinisches Gerät und therapeutische Spezialnahrung in die betroffenen Regionen geliefert.

Bei den Angriffen waren auch Schulen und andere Gebäude zerstört worden. Die UNICEF-Teams im Irak haben mitgeholfen, sie wieder instandzusetzen. Und wir haben Schulmaterial in die Region geschickt, beispielsweise Schulrucksäcke, Schulhefte, Bleistifte und Unterrichtsmaterial.

Spezielle Erdnusspaste hilft mangelernährten Kindern.

UNICEF hat mangelernährte Kinder im Irak mit Spezialnahrung versorgt, zum Beispiel mit reichhaltiger Erdnusspaste.

© UNICEF/Irak/2017/UN067508/Sparks

Wir haben außerdem die Menschen in den großen Flüchtlingscamps im Land mit grundlegenden Hilfsmitteln versorgt, die sie zum Überleben brauchten. Darunter sauberes Wasser, Nahrung und provisorische Zeltunterkünfte.

Impfungen, Bildung, psychosoziale Angebote

So haben wir Kindern im Irak geholfen:

  • Impfungen: In großen Impfkampagnen haben wir dafür gesorgt, dass Millionen Kinder im Irak gegen Krankheiten wie Polio oder Masern geschützt sind.

  • Bildung: Mit unserer Unterstützung konnten Hunderte Schulen im Irak wieder ihren Betrieb aufnehmen. Wir haben die Kinder außerdem mit Lernmaterial versorgt.

  • Wasser: Wir haben lebenswichtiges sauberes Trinkwasser in die Flüchtlingslager im Irak geliefert.

  • Ernährung: Unsere Ernährungshelfer*innen vor Ort im Irak haben Kinder auf Mangelernährung hin untersucht. Unterernährte Kinder bekamen von uns therapeutische Nahrung, um wieder stark zu werden.

  • Kinderschutz: In den Camps haben wir für die Mädchen und Jungen sichere Räume eingerichtet, in denen sie ungestört spielen können.

Sie möchten für Kinder im Irak spenden?

Aktuell unterstützen wir von UNICEF Deutschland den Irak nicht mit Spenden.

Sie können aber für unsere weltweite Nothilfe-Arbeit spenden und damit Kinder in Not unterstützen. Wir setzen diese Nothilfe-Spenden überall dort ein, wo Kinder sie am dringendsten brauchen.

Spenden machen es möglich: UNICEF unterstützt Schulen im Irak.

Auch dank der Spenden aus Deutschland konnten wir bereits vielen Kindern im Irak helfen. Herzlichen Dank dafür an alle Spender*innen!

© UNICEF/UNI233365/Kafembe
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