Ilwad Elman © UNICEF Berlin

INTERVIEW MIT ILWAD ELMAN

Im Oktober 2020 war die kanadisch-somalische Menschenrechtsaktivistin Ilwad Elman zu Gast in Berlin, wo sie für ihr unermüdliches Engagement in Somalia mit dem Deutschen Afrika-Preis 2020 ausgezeichnet wurde. Nachdem sie bereits in sehr jungen Jahren ihre Heimat verlassen musste und mit ihrer Familie nach Kanada ausgewandert ist, gilt sie heute als eine der führenden Stimmen für Kinder- und Frauenrechte in Somalia. Im Elman Peace and Human Rights Center leistet sie zusammen mit ihrer Mutter Hilfe für Opfer sexueller Gewalt und setzt sich für die Reintegration ehemaliger Kindersoldat*innen ein. Aufgrund einer langjährigen Kooperationspartnerschaft fühlt sie sich UNICEF besonders verbunden, weshalb sie sich während ihres Aufenthalts in der deutschen Hauptstadt mit der UNICEF-Arbeitsgruppe in Berlin traf, um über ihr leidenschaftliches Engagement und die Fortschritte des vom Bürgerkrieg gebeutelten Landes am Horn von Afrika zu sprechen. Obwohl Somalia noch einen weiten Weg vor sich hat, gibt das Interview mit Ilwad Elman Anlass zur Hoffnung.


Sie sind in Kanada aufgewachsen und kehrten im Alter von 20 Jahren nach Somalia zurück, wo Sie seither als Friedens- und Menschenrechtsaktivistin tätig sind. Was hat Sie dazu bewogen, Ihr sicheres Leben in Kanada aufzugeben und diesen Weg einzuschlagen? 

Zunächst einmal vielen Dank für die Einladung! Es ist eine Ehre für mich, hier sein zu dürfen und meinen Aufenthalt in Berlin mit UNICEF zu beginnen – einem der größten Partner meiner Organisation. Meine Eltern sind beide Menschenrechtsaktivisten. Aber weder mir noch meinen Schwestern wurde vorgeschrieben, nach Somalia zurückzukehren, um in ihre Fußstapfen zu treten. Unterschwellig hat es natürlich etwas bewirkt, zu wissen, dass mein Vater aufgrund seines Engagements für Menschenrechte sterben musste. Als ich 16 war, ließ meine Mutter meine Schwestern und mich in Kanada zurück, um dieses Vermächtnis und Engagement für eine fortschrittlichere Gesellschaft fortzuführen. Im Jahr 2010 bekam ich auch das Bedürfnis zurückzugehen. Zunächst hatte ich vor allem den Wunsch zu verstehen, warum es meine Mutter wieder nach Somalia verschlagen hatte, obwohl meine Schwestern und ich noch auf sie angewiesen waren in Kanada.


Damals war mein Bild von Somalia in erster Linie geprägt vom Konflikt, den Morden, extremem Unbehagen, Hunger und Ungewissheit. 


Ich wollte die Lebensbedingungen in dem Land am eigenen Leib erfahren. Als ich in Somalia ankam, wurde mir klar, dass so viele andere Menschen meine Mutter auf die gleiche Weise brauchten wie wir. Hunderte von Kindern nannten sie auch "Mama". Ich realisierte, dass sie tatsächlich etwas bewirkte und wollte ein Teil dessen sein. Aus einem dreimonatigen Besuch in den Sommerferien sind inzwischen zehn Jahre geworden, denn ich fand dort meine Berufung. Was mich zum Bleiben bewegte, war vor allem die Tatsache, dass es im Land eine riesige Ungleichheit gibt zwischen denen, die sich in der Mehrheit befinden, und Personen in Führungspositionen. 78 % der Bevölkerung sind unter 30. 44 % davon sind wiederum jünger als 15. Dennoch spiegelt sich die Gesellschaft weder in der Führung noch in der Entscheidungsfindung wider. Außerdem bemerkte ich eine große Kluft zwischen der Rolle, die junge Menschen bei der Veränderung der Lebensumstände spielen könnten und ihrer tatsächlichen Einbeziehung (Anm. d. Red.). Also blieb ich, weil ich etwas daran ändern wollte, dass sich die Mehrheitsbevölkerung nicht in den Dienstleistungen, der Gesetzgebung und der Richtung des Landes abbildet. 

Somalia befindet sich seit 1991 im Bürgerkrieg. Wie würden Sie die aktuelle politische Situation beschreiben? Sind seit Ihrer Rückkehr im Jahr 2010 Verbesserungen eingetreten?

Von außen betrachtet, wirkt Somalia wie ein sehr konfliktreiches Land, das kurz davor steht, in den Zustand der 1990er Jahre zurückzufallen, als sich der Krieg auf dem Höhepunkt befand. Aber das Somalia, das ich heute sehe, ist ein Land, das reift. Seit meiner Rückkehr hat sich vieles verändert. Nur zum besseren Verständnis: Als ich nach Mogadischu zurückkam, wurden von den damals 17 Bezirken nur zwei von der Regierung kontrolliert. Der Rest war in den Händen einer terroristischen Organisation. 


Der Krieg an der Front, von dem Sie immer wieder hören, war buchstäblich in meinem Hinterhof. 


Es gab keine Mobilität, keine Kommunikationsmöglichkeiten, kein Internet. Heute ist das ganz anders. Stabilitäts- und sicherheitstechnisch könnte man jedoch argumentieren, dass es vor zehn Jahren sicherer war, weil man damals zumindest wusste, welche Gebiete zu meiden sind, während heute jeder Ort, an dem sich mehr als fünf Personen versammeln, ein Ziel sein kann. Die Unberechenbarkeit dieser Art von Guerilla-Kriegsführung sorgt zwar für viel mehr Unsicherheit, dennoch denke ich, dass sich die Lage deutlich verbessert hat. Bestimmte Themen, für die wir uns bereits vor zehn Jahren eingesetzt haben, wie die Beendigung des Einsatzes von Kindern in bewaffneten Konflikten, standen überhaupt nicht zur Debatte. Sexuelle Gewalt war weit verbreitet und der damalige Präsident hat 2010 noch offen geleugnet, dass es so etwas überhaupt gibt, während wir jetzt über Gesetze sprechen.

Glauben Sie, dass die traditionellen Medien die Realität in Somalia abbilden – mit all den positiven Entwicklungen der letzten Jahre? Welche Rolle spielen die traditionellen und sozialen Medien dabei, somalische Themen ins internationale Rampenlicht zu rücken?

Ich denke, die internationalen Medien haben einen weiten Weg vor sich, wenn es darum geht, die Wirklichkeit abzubilden. Neu ist allerdings: Die lokalen Gemeinschaften, insbesondere die jungen Menschen, warten nicht darauf, dass ihre Geschichte für sie erzählt wird. Sie nutzen die sozialen Medien und das digitale Zeitalter, in dem wir uns gerade befinden, um ihre Geschichten selbst mitzuteilen. Ein Moment, der für mich ganz klar heraussticht, ist der schreckliche Angriff am Lido Beach im Jahr 2014. Natürlich handelte es sich bei all den Bildern, die es in die Mainstream-Medien schafften, um sehr unwürdige Darstellungen von Kindern und Frauen, deren Körper komplett zur Schau gestellt wurden. Um sich dagegen zu wehren, twitterten die jungen Leute Fotos vom Lido Beach und versahen sie mit Hashtags. Während dieser großen Geschichte wurden all die Mainstream-Bilder (Anm. d. Red.), die man sonst in den sozialen Medien gesehen hätte, von schönen Fotos überlagert, auf denen sie am Strand abhängen oder in Restaurants sitzen. Ich denke, das war ihre Art, ihr eigenes Narrativ zurückzufordern. Die sozialen Medien eignen sich auch hervorragend für unsere Arbeit: Zum einen aktivieren wir dadurch unsere Unterstützer*innen im In- und Ausland und zum anderen zeigen wir den Menschen, dass es viel mehr Gemeinsamkeiten gibt, als sie es vielleicht für möglich halten. Jemand, der noch nie in Afrika war oder noch nie eine Konfliktzone besucht hat, kann vielleicht nicht unbedingt etwas mit den Themen anfangen, für die wir uns einsetzen, aber er oder sie wird sich von dieser Kultur oder der Nutzung von Kreativität, Kunst, Musik oder Sport angezogen fühlen. 


Universelle Sprachen und soziale Medien sind der Weg, diese Botschaften zu verbreiten.

Ilwad Elman © UNICEF Berlin

Ilwad Elman ist eine der stärksten Stimmen in Somalia und Afrika, die sich für die Rechte von Kindern und Frauen einsetzt.
© UNICEF Berlin

FRAUENRECHTE UND GESCHLECHTSSPEZIFISCHE GEWALT

In Somalia sind Vergewaltigung, weibliche Genitalverstümmelung und Zwangsheirat für viele Frauen und Mädchen an der Tagesordnung. 2010 haben Sie "Sister Somalia" gegründet, das erste Krisenzentrum für Vergewaltigungsopfer in Somalia. Wie helfen Sie diesen Frauen und Mädchen? 

Im Jahr 2010 nahmen die Berichte über Gewalt gegen Frauen und Mädchen in einem unvorstellbaren Ausmaß zu. Das fiel mit einer schrecklichen humanitären Krise zusammen, bei der es mehr als 350.000 Tote gab. Die Menschen strömten aus den umliegenden Regionen in die Hauptstadt, um Nahrung und Schutz zu suchen. Aber in dieser Zeit sahen wir auch viele Milizionäre und gepanzerte Fahrzeuge, die vor den Lagern der Binnenvertriebenen kampierten und darauf warteten, die ankommende Hilfe zu plündern. Sie vergewaltigten die Frauen und Mädchen nach Lust und Laune. Es wurde darüber berichtet, aber niemand unternahm etwas dagegen. Es gab keine Stelle, an die man sich wenden konnte, wenn man zum Opfer wurde. Also boten wir einen sehr bescheidenen Raum in einem unserer Büros an, mobilisierten unsere Unterstützer*innen aus der Diaspora und ließen für 5.000 $ Medikamente zur Postexpositionsprophylaxe einfliegen. Mit der Zeit kamen immer mehr Frauen zu uns und einige von ihnen mussten sogar auf dem Boden des Büros schlafen. Wir begannen, diese Geschichten zu dokumentieren. Dabei bemerkten wir, dass die Frauen nicht nur um Hilfe baten, sondern ihre Stimme nutzen wollten, um solche Taten in Zukunft zu verhindern. 


Das führte zu Gesprächen über geschlechtsspezifische Gewalt, die es vorher nicht gab. 


Diese Geschichten setzten eine nicht mehr aufzuhaltende Eigendynamik in Gang. Also nahmen wir uns diesem Thema an und machten darauf medial aufmerksam. Wir bekamen eine Menge Gegenwind, aber auch sehr viel Unterstützung. Diese anfängliche Einrichtung, die nur das Nötigste anbot, d. h. Sexualberatung und medizinische Versorgung, führte dann dazu, dass mehr Menschen von diesem offenen Geheimnis in der Gesellschaft erfuhren. Zeitgleich gab der Präsident jedoch eine Presseerklärung ab, in der er sagte, dass jede Einrichtung, die sich mit sexueller, geschlechtsspezifischer Gewalt befasst, Schande über das Land bringt und dass solche Taten in Somalia nicht passieren würden. Nach einigen Herausforderungen erhielten wir schließlich Unterstützung von anderen Organisationen, die nun den Proof of Concept sahen und den Bedarf für Einrichtungen wie diese. Wir weiteten unsere Maßnahmen von Mogadischu auf akutere Gebiete außerhalb der Hauptstadt aus, um die Dienste zu dezentralisieren, denn wir stellten fest, dass einige Frauen sogar auf dem Weg zu uns überfallen wurden. Während das Vorkommen geschlechtsspezifischer Gewalt vor zehn Jahren geleugnet wurde, ist das heute zum Glück nicht mehr der Fall, allerdings mangelt es nach wie vor an Prävention, weil das Thema innerhalb traditioneller Kulturen ein Tabu bleibt.


Geschlechtsspezifische Gewalt wird weiterhin nur mit Vergewaltigungen verbunden und schließt nicht häusliche Gewalt, weibliche Genitalverstümmelung oder emotionalen Missbrauch mit ein. 


Uns steht also noch ein langer Weg bevor. Ich bin aber optimistisch, weil es nun Frauen gibt, die sich an der Gesetzgebung beteiligen und Teil der politischen Bewegungen sind, die versuchen, eine Infrastruktur und rechtliche Rahmenbedingungen für den Schutz von Frauen und Mädchen zu schaffen. Aber es musste erst einmal damit beginnen, diese Dienste verfügbar zu machen. Manchmal sahen wir dieselben Frauen und Mädchen zwei- oder dreimal, weil wir sie in eine Umgebung zurückschickten, die nicht sicher für sie war. Und damit nahm unsere Arbeit zu:  Es geht nicht nur um die individuelle Genesung der Frauen, sondern auch darum, ein breiteres System der Unterstützung um die Frauen und Mädchen herum aufzubauen. Es muss sichergestellt sein, dass sie in eine Gemeinschaft zurückkehren, die sie unterstützen und beschützen kann, die ihnen sogar finanzielle Unabhängigkeit und Freiheit einräumt, damit sie wegziehen können. Der Weg ist lang, aber ich fühle mich ermutigt durch die jungen Frauen und Mädchen, die nicht zulassen, dass soziale Konstruktionen für sie entscheiden, was eine gute Frau oder ein gutes Mädchen ist. 

Als Sie anfingen, über sexuelle Gewalt zu sprechen, wurde Ihr Zentrum gestürmt. Das Thematisieren von Vergewaltigungen führte dazu, dass Teile der Gesellschaft Ihnen vorwarfen, sich respektlos gegenüber der somalischen Kultur und Religion zu verhalten. Wie ist die aktuelle Rechtslage?

Wir sehen enorme Verbesserungen, aber dann gibt es auch einige schreckliche Rückschläge. Noch vor einigen Jahren wurden weniger als 10 % der Sitze in der Nationalversammlung von Frauen besetzt, während es heute sage und schreibe 24 % sind, die sich für die Belange ihrer Geschlechtsgenossinnen einsetzen können. Es gab die erste Initiative von Frauen im Bereich der Menschenrechte. Zudem wurde im Jahr 2018 der erste Gesetzesentwurf zu Sexualdelikten verabschiedet und das Strafgesetzbuch überarbeitet. All diese Dinge deuteten darauf hin, dass wir nicht mehr nur auf sexuelle Gewalt reagieren, sondern die Verfolgung von Tätern tatsächlich gesetzlich verankern wollten. Erst vor kurzem wurde jedoch die Gesetzesvorlage zu Sexualdelikten vollständig verworfen und durch einen Gesetzesvorschlag zum Geschlechtsverkehr ersetzt. Während der Gesetzesentwurf zu Sexualdelikten vorsah, dass die Straftäter zur Rechenschaft gezogen werden, um solchen Straftaten vorzubeugen, hat die Gesetzesvorlage zum Geschlechtsverkehr eine hässliche Wendung genommen, indem darin über die Körper von Frauen bestimmt und Kinderehe legalisiert wird. Wenn es sehr schnell viele Fortschritte gibt, stellt das auch den Status quo in einer Weise in Frage, dass bei einigen das Gefühl entsteht, viel regressiver bzw. patriarchalischer sein und Maßnahmen ergreifen zu müssen, die fast schon im Widerspruch zu den gemachten Fortschritten stehen. In Somalia befinden wir uns gerade in diesem Dilemma.

Lachendes somalisches Mädchen © UNICEF/UN0199837/Rich

Ilwad Elman setzt sich dafür ein, so viele Mädchen und Frauen wie möglich vor jeglicher Art von geschlechtsspezifischer Gewalt und Missbrauch zu schützen.
© UNICEF/UN0199837/Rich

Welche Rolle spielen junge Männer bei diesen gesellschaftlichen Veränderungen?

Wir betrachten Männer und Jungen nicht nur als Problem, sondern ebenso als Teil der Lösung. Man kann nicht über Frauen- und Mädchenthemen sprechen, ohne das Umfeld einzubeziehen, in dem sie aufwachsen. Wir haben uns daher mit der Frage beschäftigt, wie wir Jungen und Männer auf eine für die Gesellschaft bereits vertraute Art und Weise einbinden können. Zum Beispiel engagieren wir Abgeordnete, die in Moscheen über die Rechte von Frauen und Mädchen sprechen. Junge Männer gewinnen wir über den Sport. Wir haben ein Programm namens "Coaching boys to men", in dem wir Sport und die einzigartige Beziehung zwischen dem Trainer und einem Jungen nutzen, um nicht nur eine Sportart beizubringen, sondern auch zu lehren, wie man ein Genderverbündeter, Beschützer und Partner in der Gemeinschaft wird, auch für Frauen und Mädchen. Diese Wege haben sich für uns als sehr erfolgreich erwiesen. Zudem arbeiten wir mit jungen Influencern und Künstlern zusammen und wollen vermitteln, es ist cool, sich dessen bewusst zu sein, dass ein echter Mann nicht vergewaltigt oder eine Frau bzw. ein Mädchen schlägt.

Bei unserer Arbeit zur Beendigung weiblicher Genitalverstümmelung sind wir ähnlich vorgegangen. Wir haben vor ein paar Jahren eine Studie gemacht und dafür drei Generationen von Frauen interviewt: Frauen, die eine weibliche Genitalverstümmelung erlitten hatten und Kinder haben, Mädchen, die eine weibliche Genitalverstümmelung hinter sich hatten und bisher kinderlos sind, sowie sehr junge Mädchen. Wir fragten sie nach all den negativen gesundheitlichen Auswirkungen und wollten wissen, wie sie sich fühlten. Sie fingen an, alles aufzuzählen, was uns über die Herausforderungen, die mit weiblicher Genitalverstümmelung einhergehen, bekannt ist. Schließlich erkundigten wir uns, ob sie, wenn sie eine Tochter hätten, ihr das gleiche antun würden. 


Mehr als 88 Prozent antworteten: "Ja, wir werden den Kreislauf fortsetzen". 


Meistens nur deshalb, weil es schon immer so gemacht wurde und sie davon ausgehen, dass eine Frau, die sich nicht der Genitalverstümmelung unterzogen hat, keinen Ehemann finden und in der Gesellschaft nicht akzeptiert werden würde. Es existierten keinerlei Beispiele für gute Frauen, die nicht genitalverstümmelt wurden und auf die sie zeigen konnten. Wir erkannten, dass es eine Kluft bei den Vorbildern gibt. Also begannen wir, uns mit jungen Männern und Junggesellen zusammenzutun und starteten eine Kampagne, die auf drei Säulen beruht. Die somalische Regierung hat weibliche Genitalverstümmelung in der provisorischen Verfassung verboten. Erstens ist sie also verfassungsrechtlich illegal. Zweitens ist sie aus religiösen Gründen nicht erforderlich. Und drittens sind da jetzt diese jungen Männer, die sagen: "Tut es nicht für uns". Das war eine wirklich erfolgreiche Kampagne. Sie besuchten verschiedene Gemeinden von Binnengeflüchteten und unterschiedliche Schulen. Es war interessant zu sehen, wie die jungen Männer das Gespräch in die Hand nahmen. Vor uns liegt noch ein langer Weg, aber in der Hauptstadt scheint es zumindest Fortschritte zu geben. Die totale Verstümmelung wird jetzt als Tabu betrachtet, allerdings finden Beschneidungen dennoch statt.


In den Regionen sehen wir nach wie vor, dass junge Mädchen aufgrund von weiblicher Genitalverstümmelung sterben. 


Das erinnert uns daran, warum wir unsere Dienste dezentralisieren müssen. Es sollte eine Kombination aus allem sein: die Bereitstellung von Diensten, die individuelle Genesung und die Veränderung der sozialen Normen. Deshalb legen wir großen Wert auf Bildung, die Stärkung der Gemeinschaft und Bewusstseinsförderung. 

HILFE FÜR EHEMALIGE KINDERSOLDAT*INNEN

Sie und Ihre Mutter leiten das Elman Peace and Human Rights Center, wo Sie die Initiative Ihres Vaters "Drop the gun, pick up the pen" wiederbelebt haben. Wie helfen Sie ehemaligen Kindersoldat*innen nachhaltig, damit sie Teil der Gesellschaft werden und bleiben?

Zunächst einmal zeigen wir den Kindern selbst, den Gemeinden, aus denen sie stammen, und der Regierung, die sie uns übergibt, dass sie Kinder sind und es verdienen, wie Kinder behandelt zu werden. Wenn sie aus der Umgebung der Militärbaracken herausgenommen werden, können und sollen sie wieder Kinder sein. 


Auf der grundlegendsten Ebene der Intervention geht es im Kern um Liebe, Aufmerksamkeit und Unterstützung. Das ist es, was Kinder brauchen, ganz gleich, aus welchem Umfeld sie kommen. 


Mit Partnern wie UNICEF sind wir tatsächlich in der Lage, für ehemalige Kindersoldat*innen ein Zuhause zu schaffen. In den Betreuungszentren leben Mitarbeiter*innen mit ihnen zusammen und wir bieten medizinische und psychologische Hilfe, Beratung und Freizeitaktivitäten an. Die größte Herausforderung ist natürlich, dass es für Kinder, die Gruppen wie Al-Shabaab verlassen, kein Leben nach Al-Shabaab gibt. Entweder man gilt als Informant der Regierung und wird zum Feind von Al-Shabaab, was eine Reintegration in die Gemeinschaft mit einer Zielscheibe auf dem Rücken zur Folge hat. Oder die Regierung und die bewaffneten Gruppierungen betrachten die Kinder weiterhin als Teil von Al-Shabaab und dann haben sie eine weitere Zielscheibe auf dem Rücken. Es fehlt der rechtliche Rahmen, der anerkennt, dass sie einen Reintegrationsprozess durchlaufen haben. 

Wir versuchen die Menschen in eine Gesellschaft zurückzubringen, die sie nicht akzeptiert. Ein Teil des Aufenthalts in diesen Einrichtungen besteht also auch darin, sie aus dem Rampenlicht des Mainstreams herauszuholen, ihnen die Gelegenheit zu geben, eine neue, positive Identität zu entwickeln und sie mit Unterstützungssystemen innerhalb der Gemeinschaft zu verbinden, die dabei helfen können, den Übergang zu erleichtern. 

Elman Peace Logo © Elman Peace Center

Im Elman Peace Center unterstützen Ilwad und ihre Mutter die Wiedereingliederung von ehemaligen Kindersoldaten in die somalische Gesellschaft.
© Elman Peace Center

Außerdem vermitteln wir sie in sozioökonomische Wiedereingliederungsmaßnahmen, damit sie neue Fähigkeiten erlernen und ins formale Bildungssystem eintreten können, wodurch sie die Chance erhalten, unabhängig zu werden. Wenn sie jünger als 15 sind, bieten wir den Familienmitgliedern nach Möglichkeit einkommensschaffende Maßnahmen an, damit die Eltern die Rolle der Unterstützer*innen übernehmen können. 


Es geht darum, dem einzelnen Kind unter die Arme zu greifen, sich neue Fähigkeiten und Bewältigungsmechanismen anzueignen, um in der Gemeinschaft, die für sie noch nicht sicherer ist, überleben zu können, und sie idealerweise mit ihren Familienmitgliedern zu vereinen und in risikoärmere Gebiete umzusiedeln. 


Viele der Kinder bleiben in unseren Netzwerken, bis sie erwachsen sind. Kindersoldat*innen werden uns nicht nur von der Regierung und Gemeindeführern bzw. -ältesten übergeben, sondern auch von Ehemaligen, die unser Programm durchlaufen haben. 

Welche Art von Fähigkeiten bzw. Berufen bringen Sie ihnen bei? 

Wir führen tatsächlich eine Analyse durch, was die nützlichsten und profitabelsten Fähigkeiten sind. Natürlich zählt die Arbeitslosigkeit zu den größten Herausforderungen in Somalia. Deshalb versuchen wir, ehemalige Kindersoldat*innen nicht nur zu beschäftigen, indem wir ihnen Fertigkeiten beibringen, sondern sie auch in Bereichen auszubilden, die in der Gemeinde benötigt werden: von Klempner-, Mechaniker- und Elektroarbeiten bis hin zu mobilen Reparaturen und Kosmetik; manche von ihnen lernen jetzt sogar, wie man filmt und fotografiert. Es geht darum, für sie Möglichkeiten zu schaffen, die es ihnen erlauben, in die Arbeitswelt aufgenommen zu werden oder sich selbständig zu machen. Junge Menschen, die sich bewaffneten Gruppen angeschlossen hatten, werden oft stigmatisiert, weshalb es gar nicht so einfach ist, eine Anstellung zu finden. In einigen Fällen haben wir obendrein in unternehmerische Ziele investiert.

In welchem Zustand sind diese Kinder, wenn sie in Ihrem Zentrum ankommen?

Einige Kinder werden mit Verletzungen an uns übergeben. Wir kümmern uns um die körperliche Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder – das ist ein großer Schwerpunkt unserer Arbeit. Die Kinder kommen mit Schrapnellen, sie haben Einschüsse oder liegen auf Bahren. Andere wiederum haben übertragbare Krankheiten oder leiden an Unterernährung. Zudem sind viele von ihnen stark traumatisiert. Oft hört man in den Betreuungszentren schreiende Kinder, die Albträume haben, aber es gibt ebenfalls solche, die nach außen ganz normal wirken, solche, die gar nicht denken, dass sie traumatisiert sind. Ein Teil der Leistungen, die wir erbringen, besteht auch darin, ihnen zu helfen, kognitiv zu verstehen, dass sie ein Trauma erlebt haben, und auf eine für sie geeignete Art und Weise damit umzugehen.


Wir erkennen, dass die posttraumatische Belastungsstörung vielleicht kein Konzept ist, das in Konfliktgebieten anwendbar ist, weil es nie ein "Danach" gibt. Das Trauma ist beständig. Wenn man sich in einem andauernden Zustand des Überlebens befindet, normalisiert man einige der Dinge, die man durchgemacht hat, man wird ihnen gegenüber desensibilisiert.

Ehemaliger Kindersoldat © UNICEF/UN0209623/Chol

Die Reintegration ehemaliger Kindersoldaten in die Gesellschaft ist oft eine äußerst herausfordernde Aufgabe.
© UNICEF/UN0209623/Chol

Welche Methoden wenden Sie an, um Kindern bei der Bewältigung ihrer traumatischen Episoden zu helfen? 

Wir versuchen, über Fußball, Yoga, Surfen, Musik und Kunst einen Zugang zu den Kindern zu finden. Denn wir sind ständig gegen eine Mauer gestoßen, sobald wir die Kinder direkt mit dem konfrontierten, was sie durchlebt haben. Wir brauchten einen Einstiegspunkt für ein Gespräch. Und wenn wir jemandem eine Leinwand zum Malen geben, können wir beginnen mit: "Okay, warum hast du das gezeichnet? Was ist hier passiert?" Wenn wir Kinder dazu bringen, eine neue Aktivität wie Surfen oder Schwimmen auszuprobieren und ihrem Partner/ihrer Partnerin im Wasser zu vertrauen, können wir fragen: "Wann hattest du das letzte Mal das Gefühl, dich auf jemanden verlassen zu können?" Der Akt, sie körperlich anzustoßen und dadurch einen Einstiegspunkt für ein Gespräch zu schaffen, ist neu. Und wir stellen fest, dass viele Akteur*innen, uns eingeschlossen, lange Zeit versucht haben, psychosoziale Beratung in ihre Programme einzubauen, aber das ist ein bisschen zu viel des Guten im Vergleich zu dem, was lokal akzeptiert wird. Selbst in der Arbeit mit Opfern sexueller, geschlechtsspezifischer Gewalt herrscht die allgemeine Überzeugung, dass wenn man diese Grausamkeit, dieses Trauma überlebt hat, darüber zu sprechen und alles auszugraben eine Schwäche oder sogar eine Undankbarkeit ist. 

Was malen die Kinder in der Kunsttherapie?

Das ist unterschiedlich, aber wir beobachten immer wieder, dass die Kinder zu Beginn des Programms einen Kampf, eine Waffe oder etwas sehr Blutiges darstellen. Mit der Zeit spiegelt sich jedoch die Transformation, die sie durchmachen, auch in ihren Bildern wider. Ich denke, die Kunsttherapie gibt sehr viel Aufschluss darüber, was in der Psyche vor sich geht. Manchmal lassen wir die Kinder sogar am Ende des Programms eine Kunstausstellung auf die Beine stellen, um ihre positive Entwicklung aufzuzeigen. Kunsttherapie ist ein wirklich interessanter Ansatz: Man kann etwas mitteilen, ohne ein einziges Wort sagen zu müssen. 

Zudem arbeiten wir mit einigen unkonventionellen Akteuren zusammen. Wir haben beispielsweise eine Kollektion mit einer Amsterdamer Streetwear-Firma namens Daily Paper erstellt, für die einige der Zeichnungen, die die Kinder angefertigt haben, auf T-Shirts gedruckt wurden. Das war ein interessanter Weg, um Menschen, die sich nicht wirklich mit Themen wie Kindersoldat*innen oder Konfliktzonen beschäftigen, dazu zu bringen, zu denken: "Wow, ich fühle, was diese Person zeichnet". Hierfür eignen sich so universelle Medien wie Kunst und Mode.

PARTNERSCHAFT MIT UNICEF

Wie Sie eingangs bereits erwähnt haben, hat Ihr Zentrum einen Partnerschaftsvertrag mit UNICEF. Was bewirkt diese Zusammenarbeit und was bedeutet sie Ihnen?            

UNICEF ist einer unserer langjährigsten Partner, aber es ist mehr als nur eine Spendenbeziehung. Gemeinsam setzen wir uns für Gesetzgebung und Reformen ein. Wir waren Teil sehr langer Verhandlungen mit der föderalen Regierung von Somalia über das Standardverfahren zur Übergabe von Kindersoldat*innen innerhalb von 72 Stunden. Diese Art der Kooperation, bei der UNICEF eine Vereinbarung mit der Regierung schließt und wir als Implementierungspartner fungieren, der die Kinder tatsächlich unterstützt, ist eine, die Lösungen mitgestaltet und etwas wagt, um Neuerungen und neue Interventionen zu entwickeln. Das erste Betreuungszentrum  für Kindersoldat*innen war beispielsweise etwas, von dem wir glaubten, dass es nützlich sein würde. Mit UNICEF waren wir in der Lage, es tatsächlich zu implementieren, zu überwachen und mit etwas Forschung zu unterfüttern. Es ist von Vorteil, diese Art von ganzheitlicher Zusammenarbeit zu haben, bei der es sich nicht nur um eine Spendenbeziehung handelt, sondern die Arbeit an Systemen und längerfristigen institutionellen Veränderungen im Vordergrund steht.

Bei Ihrer Arbeit im Elman Peace and Human Rights Center sowie an den Initiativen "Generation Unlimited" und "Extremely together" konzentrieren Sie sich auf die Aufklärung und Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen zu Themen wie geschlechtsspezifische Gewalt, Chancengleichheit und friedliche Wege zur Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus. Warum sollte man mit Kindern beginnen, wenn man Frieden anstrebt?

Nach 30 Jahren des Konflikts denke ich oft darüber nach, wie Somalia wieder friedlich werden kann. Ich vermute, entweder durch eine große Führungsfigur mit einer sehr starken Vision und der Fähigkeit, das ganze Land zu versöhnen, oder durch eine systemische Investition in Kinder und damit in die nächste Generation. Ersteres haben wir noch nicht, aber wir sind in der Lage, junge Menschen zu formen. Schließlich ist die Mehrheit der Bevölkerung in Somalia äußerst jung. Das gibt mir viel Hoffnung, denn das bedeutet, dass wir in diese sehr grundlegende Entwicklung, die sie gerade durchlaufen, investieren können, um neue Ideale zu schaffen, sie zu lehren und auf die Führungsrollen vorzubereiten, die sie übernehmen werden. 


Ich denke, es ist sehr klischeehaft zu sagen "Kinder sind die Zukunft", aber sie sind es wirklich.


Junge Menschen sind so gewillt, zu lernen und ihr Leben zu verbessern. Sie wollen eine Chance auf das Leben haben, das sie sich für sich selbst wünschen. Sie sind es leid, von skrupellosen Kriegsprofiteuren benutzt zu werden. Also versuchen wir, die Jugend in die Lage zu versetzen, Teil des Wandels zu sein, den sie sehen wollen. Ich denke, das ist wirklich der einzige Weg, der uns voranbringt. 

Die politische Führung in Somalia ist sehr männerdominiert. Wie verschaffen Sie Ihrem Anliegen dennoch Gehör?

Indem ich äußerst laut, nervig und hartnäckig bin (lacht). Es ist immer noch ein sehr männerdominierter Raum, aber ein weiterer Grund, weshalb ich glaube, dass es sich lohnt, in Kinder und Jugendliche zu investieren, ist, dass sie nicht so patriarchalisch sind.


Junge Menschen sind mehr auf Inklusivität bedacht, sind geschlechtergerechter und offener für eine Führung aus anderen Bereichen.


Es ist an der Zeit, dass diese alte Art von "Boys Club", die die Regierung und die Führung seit jeher sind, ein Ende findet. Selbst in Gesellschaften wie Somalia ist es ermutigend, diese neue Welle der Solidarität zu sehen, die sich entlang einer Ideologie und eines gemeinsamen Ethos unter jungen Menschen entwickelt. Die alte Denkweise beginnt langsam zu verblassen. Das erfordert jedoch viel Mühe und Arbeit. Wenn man als junge Frau eine Führungsposition innehat und aus der Diaspora kommt, wird man schneller angegriffen und abgewiesen. Aber ich denke, die Gemeinschaft, die wir jetzt aufbauen, ist stärker als die Stimmen, die uns übertönen wollen. 

Ilwad Elman und Mitglieder unseres Presseteams © UNICEF Berlin

Es war uns eine große Ehre, Dich kennenzulernen, liebe Ilwad!
© UNICEF Berlin

Eine Friedens- und Menschenrechtsaktivistin zu sein, ist sehr inspirierend und zugleich auch gefährlich. Viele bezahlen für ihr Engagement mit ihrem Leben. Denken Sie, dass Ihr Leben in Gefahr ist und woher nehmen Sie Ihren Mut? 

Wenn man in einer Konfliktzone arbeitet und bei einigen sehr schwierigen Problemen an vorderster Front steht, gehört das zum Berufsrisiko. Natürlich versuchen wir, so geschickt wie möglich damit umzugehen und die Risiken zu minimieren. 


Allerdings ist alles, das wert ist, getan zu werden, mit Risiken verbunden, denn um lokal auf der  Graswurzelebene führen zu können, muss man sichtbar sein. 


Ich denke, eine der größten Herausforderungen in Somalia ist, dass viele großartige Dinge passieren, z. B. Dienste und Interventionen, aber in den Silos ist es wegen der Sicherheitsmauern schwer, Zugang zu den Menschen zu finden, selbst für diejenigen, die sie erreichen müssen. Um den Wandel herbeizuführen, muss man erreichbar, ansprechbar und offen sein, was Risiken mit sich bringt. Wir bemühen uns, so vorsichtig wie möglich zu sein, jedoch birgt selbst das ein gewisses Maß an Fragilität. Es gibt Risiken, es gibt sehr reale Bedrohungen, und doch fühlt sich das alles im Moment lohnenswert an.

Welchen Beitrag kann unsere ehrenamtliche UNICEF-Gruppe in Berlin leisten, um Ihre Friedensarbeit für Kinder und Frauen in Somalia zu unterstützen?

Ich glaube, man kann eine Menge tun. Wir konzentrieren uns sehr stark auf die Feldebene, das heißt auf die direkte Leistungserbringung und die Arbeit mit den Gemeinden, aber es gibt bestimmte Fähigkeiten, zu denen wir keinen Zugang haben. Wir sind gut in dem, was wir tun, allerdings fehlen uns gewisse Fähigkeiten, die in unserem digitalen Zeitalter nützlich sind. Unsere Unterstützer*innen in Berlin und anderswo auf der Welt können hilfreich sein bei der digitalen Kommunikation, Entwicklung von Inhalten oder beim Storytelling. Wir sind auf der Suche nach Partnerschaften, denn wir wollen junge Menschen in diesen Bereichen schulen entweder durch virtuelle Lehrgänge oder indem wir Freiwillige aufnehmen, die uns hierbei unterstützen. Ich denke, es existieren eine Menge Möglichkeiten, wie wir von Freiwilligen profitieren können, z. B. beim Kommunizieren unserer Botschaften sowie beim Sammeln und Präsentieren von Daten. Es geht nicht immer nur darum, die nötige Unterstützung zu beschaffen, sondern auch darum, bestimmte Fähigkeiten zu vermitteln, die uns helfen, mit einem großen Publikum auf der ganzen Welt in Verbindung zu treten. 

Ihr Einsatz für die Rechte von Frauen und Kindern in Somalia ist wirklich sehr inspirierend und von großer Wichtigkeit. Als Mitglieder*innen der UNICEF-Arbeitsgruppe Berlin teilen wir Ihre Überzeugungen und treten wie Sie für die Stärkung der Kinderrechte, die Schaffung gleicher Lebenschancen für alle Kinder, ein Ende der Gewalt und Frieden ein. Wir wünschen Ihnen für Ihr weiteres Engagement alles Gute! Herzlichen Dank für das Interview!

Ich danke Ihnen.


Das Interview führten Ajda Omrani und Ina Georgieva.