Red-Hand-Day: Gegen den Einsatz von Kindersoldaten


RED HAND DAY

WELTTAG GEGEN DEN EINSATZ VON KINDERSOLDATEN

Auch Kinder und Jugendliche müssen in Kriegen als Soldatinnen und Soldaten kämpfen – kannst du dir das vorstellen? Weltweit gibt es bis zu 250.000 Kindersoldaten und -soldatinnen. Am 12. Februar, dem Red Hand Day, fordern Menschen auf der ganzen Welt mit roten Handabdrücken, dass es keine Kindersoldaten und -soldatinnen mehr geben darf.

Gib deine rote Hand!

Verbreite mit dem Symbol einer roten Hand die Forderung "Stopp! Kein Einsatz von Kindern als Soldatinnen und Soldaten!" Ziel der Aktion sind Politikerinnen und Politiker. Sie sollen ihren Einfluss geltend machen und die Forderung des Red Hand Day umsetzen.


RED HAND DAY – SO KANNST DU MITMACHEN


Ort für Aktion festlegen
Du kannst den Red Hand Day überall machen: In deiner Schule, im Sportverein, in der Fußgängerzone oder auf einem zentralen Platz in deiner Stadt. Oder auch einfach zuhause. Vielleicht fällt dir aber auch ein ganz anderer Ort ein.

Material organisieren

Du benötigst Papier, rote Fingerfarbe, Pinsel oder Farbrolle und dicke Filzschreiber. Lade dir auch unseren Flyer mit allen Infos herunter und verteile ihn während der Aktion. Du kannst auch unsere aktuelle Ausstellung "Kindersoldaten" bestellen.

Freunde aktivieren mitzumachen

Frage Freunde oder auch deine Familie, ob sie bei deiner Aktion mitmachen möchten. Oder mache die Aktion gemeinsam mit deiner ganzen Schulklasse. Natürlich kannst du den Red Hand Day auch alleine machen und deine rote Hand auf Instagram posten.

Los geht's: Deine rote Hand
Trage die rote Farbe mit dem Pinsel oder der Farbrolle auf die Handinnenfläche auf. Drücke anschließend die Hand auf das Papier. Schreibe nun deinen Namen und deine Forderung auf das Papier neben deine rote Hand.

Übergabe an Politikerinnen und Politiker
Übergib deine rote Hand und alle anderen Handabdrücke an eine Politikerin oder einen Politiker, persönlich oder per Post mithilfe unserer Briefvorlage. Unter www.bundestag.de siehst du, wer für deinen Wahlkreis zuständig ist.

Posten
Fotografiere die Handabdrücke samt Forderungen und poste sie auf Instagram und Co. mit den Hashtags #redhandday und #unicefyouth. Du kannst auch Politikerinnen und Politiker verlinken, damit sie auf die Aktion und unsere Forderung aufmerksam werden. Markiere deine Freunde, damit sie auch bei der Aktion mitmachen.

  

DEINE ROTE HAND ZÄHLT!

Logo Red Hand Day

Jugendliche in aller Welt engagieren sich gegen den Einsatz von Kindersoldaten und -soldatinnen. Die Aktion Red Hand Day entstand 2003 in Deutschland und breitete sich schnell international aus. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden bereits gesammelt und an Politikerinnen und Politiker übergeben.

 

UNICEF setzt sich für die Freilassung von Kindersoldaten und -soldatinnen ein und fordert Regierungen und bewaffnete Gruppen auf, ihren Einsatz zu ächten.


Gemeinsam können wir diese Ausbeutung von Kindern als Kindersoldaten und -soldatinnen stoppen! Gib deine rote Hand!

  

HINTERGRUNDINFOS ZU RED HAND DAY UND KINDERSOLDATEN

Warum werden Kindersoldaten und -soldatinnen rekrutiert?

Instabilität, bewaffnete Konflikte, Kriege und chronische Gewalt führen weiterhin dazu, dass trotz weltweitem Verbot immer noch zehntausende Kinder als Kindersoldaten und -soldatinnen für Kämpfe und Kriege missbraucht werden und jedes Jahr weitere Kinder zwangsrekrutiert werden. Kinder und Jugendliche sind leichter zu manipulieren, gehorsam und für bewaffnete Gruppen oft preiswerter als erwachsene Soldatinnen und Soldaten. Auch die große Verbreitung von buchstäblich „kinderleicht“ zu bedienenden Waffen trägt dazu bei, dass bewaffnete Gruppen Minderjährige für Kämpfe und Kriege einsetzen.

Häufig entführen bewaffnete Gruppen gewaltsam Kinder und Jugendliche und zwingen sie, als Kämpferin und Kämpfer oder Selbstmordattentäterin und Selbstmordattentäter, aber auch als Helferin und Helfer für sie zu arbeiten. In anderen Fällen rekrutieren bewaffnete Gruppen Kindersoldaten und -soldatinnen, indem sie die Not und Armut von Kindern und ihren Familien ausnutzen.


Auch Mädchen werden als Kindersoldatinnen missbraucht

Größtenteils werden Jungs als Kindersoldaten für bewaffnete Konflikte und Kriege rekrutiert. Aber auch Mädchen werden von bewaffneten Gruppen rekrutiert. Aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Stellung in der Gesellschaft sind sie besonders verwundbar und werden Opfer von unter anderem Vergewaltigung und sexueller Gewalt, Schwangerschaft sowie Stigmatisierung und Ablehnung durch Familien und Gemeinden. In Nigeria werden verhältnismäßig viele Mädchen rekrutiert – im Jahr 2018 wurden 1.596 Jungs und 351 Mädchen rekrutiert.

  

So hilft UNICEF

UNICEF als Kinderhilfswerk setzt sich unermüdlich dafür ein, dass Kindersoldaten und -soldatinnen befreit werden und dass Regierungen Aktionspläne verabschieden und umsetzen, um neue Rekrutierungen zu verhindern. Die Kinder und Jugendlichen sind häufig traumatisiert. Viele haben jahrelang große Brutalität erlebt, aber nie eine Schule besucht. Neben medizinischer und psychologischer Hilfe sind Schul- und Ausbildungsprogramme für ehemalige Kindersoldaten und -soldatinnen daher besonders wichtig. UNICEF unterstützt zum Beispiel Programme in Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik.

UNICEF Deutschland ist Mitglied im Deutschen Bündnis Kindersoldaten, das sich unter anderem für das vollständige Verbot der Rekrutierung Minderjähriger einsetzt.

  

Warum der 12.2. als Red Hand Day?

Am 12.2.2002 trat das Fakultativprotokoll zur Kinderrechtskonvention zum Verbot des Einsatzes von Kindern und Jugendlichen als Soldatinnen und Soldaten in Kraft. Seitdem gilt die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren als Kriegsverbrechen. Minderjährige dürfen nicht gegen ihren Willen eingezogen werden oder an Kampfhandlungen teilnehmen.

Durch das Fakultativprotokoll ist bereits viel passiert. Unter anderem wurden Verantwortliche erstmals vor dem Internationalen Strafgerichtshof für ihre Taten angeklagt. Es muss aber noch viel getan werden, damit es keine Kindersoldaten und -soldatinnen mehr gibt und diese schwere Kinderrechtsverletzung endlich beendet ist.

AUCH DABEI: UNICEF-BOTSCHAFTER ISHMAEL BEAH

Ishmael Beah verlor seine Familie während des Bürgerkrieges in Sierra Leone. Mit 13 Jahren wurde er unter Gewalt als Kindersoldat rekrutiert. Heute ist er Bestseller-Autor, Menschenrechtsaktivist und UNICEF-Botschafter.

Werde auch du Teil des weltweiten Red Hand Days und setze dich gegen den Einsatz von Kindersoldaten und -soldatinnen ein – Gib deine rote Hand!

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