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Syriens Kinder brauchen uns


von Christian Schneider

Wie weit kann man menschliches Leid dehnen? Wie viel Grausamkeit und Unmenschlichkeit kann ein Land ertragen?

Jenseits aller Grenzen unserer Vorstellungskraft zittern und ängstigen sich die syrischen Kinder durch den dritten Kriegswinter in Folge. 

© UNICEF/Ramzi Haidar
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Es ist nicht nur die Kälte des schweren Winters

Tiefer als Frost und Feuchtigkeit reichen die fürchterlichen Erlebnisse, die sie mit sich tragen. Es gibt sicher kaum noch ein Kind in diesem Land, das nicht Gewalt, Verstümmelung, Verschleppung, schreckliche Angst selbst erfahren oder unmittelbar miterlebt hat. Am vergangenen Sonntag starben in Aleppo wieder Dutzende Schulkinder unter Bomben. Nehmen wir davon eigentlich noch Notiz?

Ich stelle mir vor: Meine Kinder verlassen morgens das Haus, um zur Schule zu gehen. Wir sind sicher, dass sie dort sicher sind, bei ihren Freundinnen, unter der Betreuung der Lehrerinnen und Lehrer, geschützt. Und wir freuen uns am Abend auf ihre Berichte des Tages, auf die Neuigkeiten vom Pausenhof.

Ich frage mich: Wie muss es den Müttern und Vätern in Aleppo gehen? Trotz all der Gefahren in der kriegsverwüsteten Stadt hielten auch sie die Schule für einen sicheren Ort. Es war ihnen wichtig, dass zwischen Chaos und Not die Schule ihren Kindern ein wenig Hoffnung und Zuversicht gibt, dass sie dort für ein paar Stunden den Terror vergessen.

Aber dann kamen Hubschrauber, und Bomben fielen

Diese Eltern werden ihre Kinder nie wieder morgens zur Schule schicken können. Und sie werden diesen Schultag niemals vergessen.

Unsere UNICEF-Regionaldirektorin Maria Calivis hat in Syrien wiederholt erlebt, wie unsere UNICEF-Kollegen versuchen, die Hilfe in Syrien unter unglaublich schwierigen Umständen aufrecht zu erhalten. Sie hat gesehen, wie sie und unsere Partner versuchen Kinder impfen, um sie vor lebensbedrohlichen Krankheiten wie Polio zu schützen. Sie musste an diesem Wochenende wieder, wie schon so oft zuvor, die schreckliche, nicht enden wollende Gewalt gegen Kinder verurteilen.

Wir bitten Sie um Ihre Hilfe, um Ihre Spende

Heute wird Maria Calivis bei uns in Berlin sein, um gemeinsam mit unserer Schirmherrin Daniela Schadt gegen das Vergessen anzugehen. Und um uns alle vor Weihnachten auch sehr konkret um Spenden zu bitten, damit diese dringende Nothilfe überhaupt weitergehen kann. Sie appellieren gemeinsam an uns, Solidarität zu zeigen, die Augen nicht zu verschließen vor einer humanitären Katastrophe, die alles übersteigt, was die Welt in den letzten Jahren erleben musste.

Für jedes einzelne Kind – in Aleppo, in Damaskus, in den Flüchtlingslagern des Libanon oder in einer Notunterkunft in Jordanien – ist es mehr, als es ertragen kann.

Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfe für die Kinder aus Syrien. Teilen Sie diesen Beitrag auf Facebook oder erzählen Sie Ihren Freunden, Kollegen und Ihrer Familie von der dramatischen Situation. Damit wir die Mädchen und Jungen aus Syrien nicht vergessen. Vielen Dank!

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Nothilfe Syrienkrise
Afghanistan: UNICEF-Geschäftsführer mit Schülerinnen in einem Learning Center | © UNICEF
Autor*in Christian Schneider

Christian Schneider ist seit 2010 Geschäftsführer des Deutschen Komitees für UNICEF, ein Schwerpunkt der Arbeit ist seit Jahren die Situation von Kindern in Krisenregionen. Er hat Ethnologie, Politikwissenschaften und Publizistik studiert und war vor der Zeit bei UNICEF als Journalist für verschiedene Tageszeitungen tätig.

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