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KRISE IN VENEZUELA
New York/Köln
Freitag, 5. April 2019, 12:32 Uhr

UNICEF RECHNET MIT MEHR ALS EINER MILLION MIGRIERTER KINDER

Aufgrund der anhaltenden Krise in Venezuela brauchen in diesem Jahr nach Schätzungen von UNICEF rund 1,1 Millionen Kinder Schutz und Hilfe. Dazu gehören Kinder, die mit ihren Familien Venezuela verlassen mussten, sich auf Transitrouten oder in Gastgemeinden befinden sowie rückkehrende Familien. Schon jetzt sind 500.000 venezolanische Kinder in der Region auf Unterstützung angewiesen. UNICEF und seine Partner rechnen damit, dass sich ihre Zahl in den kommenden Monaten verdoppeln wird.

Ecuador: Das kleine Mädchen spielt in einem Child-Friendly-Space

© UNICEF/UN0253255/Moreno Gonzalez

UNICEF ruft die Regierungen in den Aufnahme- und Transitländern dazu auf, migrierte Kinder vor Diskriminierung zu schützen, ihre Rechte jederzeit zu gewährleisten und ihren Zugang zu grundlegenden Hilfsleistungen sicherzustellen.

Die Ansätze der Nachbarstaaten, regionale Antworten auf die Herausforderungen von wachsender Migration zu finden, die in Einklang mit internationalen Standards und den jeweiligen nationalen Gesetzen stehen, sind vielsprechend. Ein Beispiel ist das von Ecuador verabschiedete Protokoll zum Schutz von migrierten Kindern.

Die wachsende Anzahl von Menschen, die ihre Heimat in Venezuela verlassen, bedeuten eine große Belastung für die Transit- und Aufnahmeländer bei der Bereitstellung von Schutz- und Bildungsmaßnahmen sowie der Gesundheitsversorgung. UNICEF benötigt für die Hilfsprogramme für die betroffenen Kinder in den Aufnahme- und Transitländern rund 69,5 Millionen US-Dollar.

Kinder und Jugendliche, die ihre Heimat verlassen haben, sind großen Risiken ausgesetzt. Ihnen droht Diskriminierung, Gewalt, die Trennung von Familienangehörigen, Fremdenfeindlichkeit, Ausbeutung und Missbrauch.

UNICEF setzt sich in der gesamten Region für den Schutz der Rechte aller migrierten Kinder ein und unterstützt Regierungen, aufnehmende Gemeinden und Partnerorganisation bei der Trinkwasserversorgung, dem Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung sowie der Stärkung von Kinderschutzsystemen.

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Chrisitine Kahmann, UNICEF Deutschland

CHRISTINE KAHMANN

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