Malawi: Aids-Waisenkinder mit Großmutter
Malawi: Aids-Waisenkinder mit Großmutter

Malawi: Bessere Überlebenschancen für Kinder

UNICEF verbessert Gesundheitsangebote für Familien

Esnaro (Foto Mitte) lächelt tapfer, doch ihr Herz ist schwer. Obwohl schon über 70 Jahre alt, muss sie sich allein um zehn Enkelkinder kümmern – um Kinder wie den achtjährigen Solomon und die 15-jährige Cecilia. Denn ihre eigenen Kinder, die Mütter und Väter ihrer Enkel, sind an Aids gestorben. Die HIV-Epidemie hat in manchen Dörfern Malawis bereits jeden zweiten Erwachsenen das Leben gekostet. Das Jüngste von Esnaros Enkelkindern ist gerade fünf. Was soll aus ihm werden, wenn seine Großmutter nicht mehr kann oder selbst stirbt?

Mit Hilfe Ihrer Spenden konnte UNICEF von Aids betroffene Kinder betreuen und Verwandten wie Esnaro ein Stück ihrer Sorgen nehmen. Einfache Kinderkrippen für die Kleinsten oder gezielte Unterstützung beim Schulbesuch sind wirksame Mittel, um von Aids betroffene Kinder besser zu betreuen.

Malawi: UNICEF-Gesundheitshelfer

Bild 1 von 3 | Eine freiwillige Dorfhelferin unterstützt bei der Krankenpflege. Sie kommt von der Kanengo Aids Support Organisation, die von UNICEF unterstützt wird. 

© UNICEF/MLWB2009-00164/Pirozzi
Malawi: Aids-Waise

Bild 2 von 3 | Behutsam hält dieses Mädchen die Puppe fest, die sie geschenkt bekommen hat.

© UNICEF/NYHQ2005-1405/Nesbitt
Malawi: In einem Aids-Waisenhaus

Bild 3 von 3 | Diese Kinder sind im Waisenhaus Consol Homes in der Nähe der Hauptstadt Lilongwe untergekommen – UNICEF hilft, sie zu betreuen und Pflegefamilien zu finden.

© UNICEF/NYHQ2005-1407/Nesbitt

Aids raubt den Kindern Malawis die Eltern

Aids ist in Malawi eine weit verbreitete Krankheit. Hunderttausende Kinder in Malawi haben ihre Mutter, ihren Vater oder beide Elternteile durch Aids verloren. Oft haben sie Mutter oder Vater bis zum Tode gepflegt und auch arbeiten müssen, um für den Unterhalt der Familie zu sorgen. Das Ausmaß der Aids-Epidemie ist in dem kleinen südostafrikanischen Land so groß, dass viele Familien und Dorfgemeinschaften überfordert sind. Ohne Unterstützung schaffen es die Großmütter und Tanten häufig nicht, alle Kinder zu versorgen und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Viele Kinder sind dadurch in Gefahr, vernachlässigt zu werden. Manche Waisen sind ganz auf sich gestellt und schlagen sich in Kinderhaushalten allein durch. Schon Zwölf- oder Dreizehnjährige tragen hier für ihre jüngeren Geschwister Verantwortung – obwohl sie selbst noch Kinder sind. Mädchen, die allein leben, sind auch besonders in Gefahr, von Nachbarn sexuell bedrängt oder missbraucht zu werden.

Viele Kinder besitzen keine Geburtsurkunde – doch ohne offiziellen Identitätsnachweis bleiben ihnen wichtige Rechte wie Schulunterricht oder medizinische Versorgung verwehrt. Gerade Frauen und Mädchen haben es nach dem Tod des Ehemanns oder Vaters schwer, ihren Erbanspruch durchzusetzen. Im schlimmsten Fall nehmen die Verwandten des Mannes ihnen ihr Haus oder ihr Land.

Das hat UNICEF für Kinder in Malawi erreicht

  • Ausbildung freiwilliger Helfer*innen: UNICEF hat mitgeholfen, in den Gemeinden lokale Aids-Komitees zu gründen. Dafür hat UNICEF Helferinnen und Helfer geschult, damit sie sich um von Aids betroffene Kinder kümmern können. Diese besuchen betroffene Familien und Kinder ohne Eltern zu Hause und helfen bei der Pflege Erkrankter. UNICEF hat den Freiwilligen einfache medizinische Ausrüstung sowie Fahrräder zur Verfügung gestellt, mit denen sie auch Kinder in entlegenen Dörfern erreichen. UNICEF hat außerdem auch Lehrerinnen und Lehrer für die besonderen Bedürfnisse von Waisen sensibilisiert.
  • Anlaufstellen für Kinder: UNICEF hat mit Spenden aus Deutschland in mehreren Distrikten Malawis einfache Kinderkrippen renoviert, eingerichtet und sie mit Spielzeug und Küchengeschirr ausgestattet. Die Krippen sind für erkrankte Eltern oder Verwandte, die sich um Waisen kümmern, eine wichtige Entlastung. UNICEF hat Freiwillige aus den Dörfern geschult, die bei der Betreuung mithelfen. Schulkinder, die in ihrer Familie mit Aids konfrontiert sind, können in einfachen Kinderzentren betreut werden.
  • Eine Geburtsurkunde für jedes Kind: UNICEF hat bereits erreicht, dass mehr Kinder als früher direkt nach der Geburt registriert werden. Das führt dazu, dass mehr Kinder zur Schule gehen können. Denn eine Geburtsurkunde ist die Voraussetzung für den Schulbesuch und auch für eine medizinische Grundversorgung. UNICEF hat die Regierung dabei unterstützt, die Angebote zu Geburtsurkunden in die Breite zu tragen und Familien in den Dörfern darüber zu informieren.

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