Malawi: Aids-Waisenkinder mit Großmutter

MALAWI: BESSERE ÜBERLEBENSCHANCEN VON KINDERN

UNICEF WILL DIE GESUNDHEITSANGEBOTE FÜR FAMILIEN VERBESSERN

Esnaro lächelt tapfer, doch ihr Herz ist schwer. Obwohl schon über 70 Jahre alt, muss sie sich allein um zehn Enkelkinder kümmern – um Kinder wie den achtjährigen Solomon und die 15-Jährige Cecilia. Denn ihre eigenen Kinder, die Mütter und Väter ihrer Enkel, sind an Aids gestorben. Die HIV-Epidemie hat in manchen Dörfern Malawis bereits jeden zweiten Erwachsenen das Leben gekostet. Das Jüngste von Esnaros Enkelkindern ist gerade fünf. Was soll aus ihm werden, wenn seine Großmutter nicht mehr kann oder selbst stirbt?

Mit Hilfe Ihrer Spenden kann UNICEF von Aids betroffene Kinder betreuen und Verwandten wie Esnaro ein Stück ihrer Sorgen nehmen. Einfache Kinderkrippen für die Kleinsten oder gezielte Unterstützung beim Schulbesuch sind wirksame Mittel, um von Aids betroffene Kinder besser zu betreuen. Helfen Sie mit, diese wichtige Arbeit weiter zu verstärken!

Ermöglichen Sie Kindern in Malawi bessere Versorgung

Schulbücher für ein Grundschulkind
Fortbildung von einem Sozialhelfer
Ausstattung für eine Kinderkrippe

Aids raubt den Kindern Malawis die Eltern

Aids ist in Malawi ein weit verbreitetes Thema. Mehr als 800.000 Kinder in Malawi haben ihre Mutter, ihren Vater oder beide Elternteile durch Aids verloren. Oft haben sie Mutter oder Vater bis zum Tode gepflegt und auch arbeiten müssen, um für den Unterhalt der Familie sorgen. Das Ausmaß der Aids-Epidemie ist in dem kleinen südostafrikanischen Land so groß, dass die Familien und Dorfgemeinschaften völlig überfordert sind. Ohne Unterstützung schaffen es die Großmütter und Tanten häufig nicht, alle Kinder zu versorgen und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Viele Kinder sind so in Gefahr, vernachlässigt zu werden. Manche Waisen sind ganz auf sich gestellt und schlagen sich in Kinderhaushalten allein durch. Schon Zwölf- oder Dreizehnjährige tragen hier für ihre jüngeren Geschwister Verantwortung – obwohl sie selbst noch Kinder sind. Mädchen, die allein leben, sind auch besonders in Gefahr, von Nachbarn sexuell bedrängt oder missbraucht zu werden.

Viele Kinder besitzen keine Geburtsurkunde – doch ohne offiziellen Identitätsnachweis bleiben ihnen wichtige Rechte wie Schulunterricht oder medizinische Versorgung verwehrt. Gerade Frauen und Mädchen haben es nach dem Tod des Ehemanns oder Vaters schwer, ihren Erbanspruch durchzusetzen. Im schlimmsten Fall nehmen die Verwandten des Mannes ihnen ihr Haus oder ihr Land.

Ihre Spenden helfen Kindern in Malawi

  • Ausbildung freiwilliger Helfer: UNICEF hilft, in den Gemeinden lokale Aids-Komitees zu gründen. UNICEF schult die Helfer, damit sie sich um von Aids betroffene Kinder kümmern können Sie besuchen betroffene Familien und Kinder ohne Eltern zu Hause und helfen bei der Pflege Erkrankter. UNICEF stellt den Freiwilligen einfache medizinische Ausrüstung sowie Fahrräder zur Verfügung, mit denen sie auch Kinder in entlegenen Dörfern erreichen. Ein wichtiges Ziel ist es, dass auch Waisen zur Schule gehen können – Ihre Spende sorgt für Schulmaterial und hilft, Lehrer für die besonderen Bedürfnisse von Waisen zu sensibilisieren
  • Anlaufstellen für Kinder: UNICEF möchte mit Ihrer Hilfe in zehn Distrikten Malawis einfache Kinderkrippen renovieren, einrichten und sie mit Spielzeug und Küchengeschirr ausstatten. Die Krippen sind für erkrankte Eltern oder Verwandte, die sich um Waisen kümmern, eine wichtige Entlastung. UNICEF schult Freiwillige aus dem Dorf, die bei der Betreuung helfen. Schulkinder, die in ihrer Familie mit Aids konfrontiert sind, werden in einfachen Kinderzentren betreut. Das Schutznetz für Kinder umfasst schon 2.500 Krippen und Kinderzentren. Doch bis heute warten viele Familien noch auf Unterstützung.
  • Eine Geburtsurkunde für jedes Kind: UNICEF hat bereits erreicht, dass Kinder im Krankenhaus von Lilongwe direkt bei der Geburt registriert werden. Jetzt geht es darum, auch die Kinder in entlegenen Gebieten zu erreichen. Denn eine Geburtsurkunde ist die Voraussetzung dafür, dass Kinder zur Schule gehen können oder medizinisch versorgt wer-den. UNICEF hilft der Regierung, die Angebote in die Breite zu tragen und informiert Familien in den Dörfern darüber.

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