Namibia: Aids-Aufklärung

Namibia: Gemeinsam mit Jugendlichen gegen Aids

UNICEF hilft Mädchen und Jungen, sich zu schützen

Sie kichern und haben heiße Ohren, doch sie sprechen miteinander. Was vor einigen Jahren in Namibia noch undenkbar schien, passiert nun dank des UNICEF-Programms "My Future is my Choice" ("Ich bestimme über meine Zukunft"): Jugendliche sprechen offen über Aids und darüber, wie sie sich wirksam vor der Infektion schützen können.

Aids ist in vielen Regionen Namibias noch immer ein Tabu. Wer erkrankt, wird ausgegrenzt und oft sogar aus der Gemeinschaft ausgestoßen. Deshalb scheuen sich viele, überhaupt über die Krankheit zu reden.

Mit "My future is my choice" erreicht UNICEF mit Ihrer Hilfe bereits die Hälfte der weiterführenden Schulen in Namibia. Es ist auch diesem Programm zu verdanken, dass sich in den letzten Jahren deutlich weniger junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren mit HIV angesteckt haben als in den Jahren zuvor. Doch es bleibt noch viel zu tun, um alle Kinder und Jugendlichen wirksam gegen Aids zu schützen. Helfen Sie mit!

Aids bedroht die Zukunft der Kinder Namibias

Aids ist heute die häufigste Todesursache in Namibia, dem 2,5 Millionen Einwohner zählenden Land im südlichen Afrika. Etwa jeder zehnte Einwohner Namibias ist HIV-infiziert. Rund 40.000 Kinder haben durch Aids Mutter, Vater oder beide Elternteile verloren. Ein großer Teil der neuen HIV-Infektionen trifft junge Menschen unter 25 Jahren. Das liegt vor allem an fehlendem Wissen und der Tabuisierung der Krankheit: Sehr viele junge Leute wissen beispielsweise nicht, dass sie sich mit Kondomen vor HIV schützen können.

Aids gefährdet in ganz Namibia außerdem auch den sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt: Die Krankheit verschärft die Armut, denn die Erkrankten brauchen während ihres langen Leidensweges teure Medikamente und Pflege. Wenn Lehrer erkranken, können sie nicht mehr unterrichten. Kinder, die ihre Eltern pflegen, müssen häufig die Schule abbrechen. 

Doch eine aids-freie Generation ist möglich – mit frühzeitiger Aufklärung und gemeinsamem Engagement gegen die Krankheit.

Namibia: Aids-Aufklärungskurs
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„Fenster der Hoffnung“ steht auf jeder Teilnehmerurkunde dieses Aufklärungskurses – denn frühe Information macht eine Aids-freie Generation möglich! 

© UNICEF/NYHQ2008-0823crop/Isaac
Namibia: Schutz für Aids-Waisen
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Die Eltern von Susan, 7, und ihrer Freundin sind an Aids gestorben. UNICEF hilft, Kinder wie sie gut zu betreuen. 

© UNICEF/NYHQ2008-0841/Isaac

UNICEF kämpft gemeinsam mit Jugendlichen gegen Aids

UNICEF setzt in Namibia ein umfassendes Programm gegen Aids um. Mit Ihrer Spende helfen Sie gezielt, Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren zu erreichen.

Info

UNICEF ist in Namibia im Kampf gegen das HI-Virus im Einsatz. Wir leisten Aufklärungsarbeit für Kinder, Eltern und Lehrer und unterstützen HIV-positive Jugendliche.

  • "My future is my choice"-Kurse für Jugendliche: "My future is my choice" heißt übersetzt "Ich bestimme über meine Zukunft". Ziel des Kursprogramms ist es, Jugendliche selbstbewusst zu machen und sie über Gefahren wie HIV/Aids aufzuklären.
    In den Kursen lernen die Jugendlichen, ihr neues Wissen in ihrer Sprache und mit eigenen Aktionen an Altersgenossen weiterzugeben. In Rollenspielen üben sie beispielsweise richtiges Verhalten zum Schutz vor Aids: So lernen Mädchen etwa, klar "Nein" zu sagen, wenn ihr Partner kein Kondom benutzen will. Jeder Teilnehmer erhält ein T-Shirt mit dem Aufdruck "My future is my choice" und trägt so die Botschaft deutlich sichtbar weiter. Zehntausende Jugendliche haben schon an den erfolgreichen Kursen teilgenommen. UNICEF bildet auch Lehrer in der Aids-Aufklärung fort und drängt darauf, dass das Thema auf die Lehrpläne aller namibischen Schulen kommt.
  • Teen-Clubs für HIV-positive Jugendliche: UNICEF möchte mit Ihrer Unterstützung noch mehr HIV-positiven Jugendlichen den Besuch sogenannter "Teen Clubs" ermöglichen. Hier können sich die Jugendlichen offen über ihren HIV-Status austauschen, ihre Erfahrungen teilen und über ihre Ängste sprechen. Sie erhalten auch wichtige Informationen über Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten. Der Austausch mit anderen Betroffenen ist sehr wichtig, um sich gegenseitig zu unterstützen und Diskriminierung abzubauen.
  • Medienkampagne für mehr Aufmerksamkeit: "Take control" – "Pass auf und schütze Dich" heißt die Medienkampagne gegen Aids, mit der UNICEF Eltern, Lehrern und Nachbarn wichtige Informationen vermittelt. Das Motto "Take control" wird in Fernsehspots, im Radio, in Zeitungsannoncen, auf Werbetafeln und in Diskotheken, auf Broschüren, Aufklebern und Handzetteln verbreitet. Immer mehr Schulen engagieren sich mit eigenen Aktionen – so gewinnt die Bewegung noch mehr an Kraft.
    UNICEF unterstützt auch ein Team von jungen Leuten, das die Jugendzeitung "Open Talk" ("Offenes Gespräch") herausgibt. Die vierseitige Zeitung erscheint alle 14 Tage mit je 45.000 Exemplaren. Sie behandelt Themen, die Jugendliche bewegen – darunter auch Tipps zu Gesundheit und HIV-Prävention.