Red-Hand-Day: Gegen den Einsatz von Kindersoldaten


RED HAND DAY 2019

WELTTAG GEGEN DEN EINSATZ VON KINDERSOLDATEN

Auch Kinder und Jugendliche müssen in Kriegen als Soldaten kämpfen – kannst du dir das vorstellen? Weltweit gibt es bis zu 250.000 Kindersoldaten. Am 12. Februar, dem Red Hand Day, fordern Menschen auf der ganzen Welt mit roten Handabdrücken, dass es keine Kindersoldaten mehr geben darf.

Gib deinen roten Handabdruck!
Verbreite mit dem Symbol einer roten Hand die Forderung "Stopp! Kein Einsatz von Kindern als Soldaten!" Ziel der Aktion sind Politikerinnen und Politiker. Sie sollen ihren Einfluss geltend machen und die Forderung des Red Hand Day umsetzen.


SO KANNST DU MITMACHEN


Ort festlegen
Du kannst den Red Hand Day überall machen: In deiner Schule, im Sportverein, in der Fußgängerzone oder auf einem zentralen Platz in deiner Stadt. Oder auch einfach zuhause. Vielleicht fällt dir aber auch ein ganz anderer Ort ein.

Material organisieren

Du benötigst Papier, rote Fingerfarbe, Pinsel oder Farbrolle und dicke Filzschreiber. Lade dir auch unseren Flyer mit allen Infos herunter und verteile ihn während der Aktion.

Freunde aktivieren mitzumachen

Frage Freunde oder auch deine Familie, ob sie mitmachen möchten. Oder mache die Aktion gemeinsam mit deiner ganzen Schulklasse. Natürlich kannst du den Red Hand Day auch alleine machen und deinen Handabdruck auf Instagram posten.

Los geht's: Dein Handabdruck
Trage die rote Farbe mit dem Pinsel oder der Farbrolle auf die Handinnenfläche auf. Drücke anschließend die Hand auf das Papier. Schreibe nun deinen Namen und deine Forderung auf das Blatt Papier.

Übergabe an Politikerinnen und Politiker
Übergib die Handabdrücke an eine Politikerin oder einen Politiker, persönlich oder per Post mithilfe unserer Briefvorlage. Unter www.bundestag.de siehst du, wer für deinen Wahlkreis zuständig ist.

Posten
Fotografiere die Handabdrücke samt Forderungen und poste sie auf Instagram und Co. mit den Hashtags #redhandday und #unicefyouth. Du kannst auch Politiker verlinken, damit sie auf unserer Forderung aufmerksam werden. Markiere deine Freunde, damit sie auch mitmachen.


DEINE ROTE HAND ZÄHLT!

Logo Red Hand Day

Jugendliche in aller Welt engagieren sich gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Der Red Hand Day entstand in Deutschland 2003 und breitete sich schnell international aus. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden bereits gesammelt und an Politikerinnen und Politiker übergeben.

 

UNICEF setzt sich für die Freilassung von Kindersoldaten ein und fordert Regierungen und bewaffnete Gruppen auf ihren Einsatz zu ächten.

 

Gemeinsam können wir diese Ausbeutung von Kindern stoppen! Gib deine rote Hand!

Warum werden Kinder als Soldaten rekrutiert?
Instabilität, bewaffnete Konflikte und chronische Gewalt führen weiterhin dazu, dass trotz weltweitem Verbot immer noch zehntausende Kinder für Kämpfe missbraucht werden und jedes Jahr weitere Kinder zwangsrekrutiert werden. Kinder und Jugendliche sind leichter zu manipulieren, gehorsam und für bewaffnete Gruppen oft preiswerter als erwachsene Soldaten. Auch die große Verbreitung von buchstäblich „kinderleicht“ zu bedienenden Waffen trägt dazu bei, dass Milizen Minderjährige für Kämpfe einsetzen.

Häufig entführen Milizen gewaltsam Mädchen und Jungen und zwingen sie, als Kämpfer oder Selbstmordattentäter, aber auch als Helfer für sie zu arbeiten. In anderen Fällen nutzen Milizen die Not und Armut von Kindern und ihren Familien aus.

  

So hilft UNICEF
Mit Unterstützung von UNICEF konnten in den letzten zehn Jahren und 65.000 Kinder und Jugendliche befreit werden. Die Mädchen und Jungen sind häufig traumatisiert. Viele haben jahrelang große Brutalität erlebt, aber nie eine Schule besucht. Neben medizinischer und psychologischer Hilfe sind Schul- und Ausbildungsprogramme für ehemalige Kindersoldaten daher besonders wichtig. UNICEF unterstützt zum Beispiel Programme für ehemalige Kindersoldaten in Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik.

  

Warum der 12.2. als Aktionstag "Red Hand Day"?
Am 12.2.2002 trat das Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention zum Verbot des Einsatzes von Kindern und Jugendlichen als Soldaten in Kraft. Seitdem gilt die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren als Kriegsverbrechen. Minderjährige dürfen nicht gegen ihren Willen eingezogen werden oder an Kampfhandlungen teilnehmen.

Durch das Zusatzprotokoll ist bereits viel passiert. Unter anderem wurden Verantwortliche erstmals vor dem Internationalen Strafgerichtshof für ihre Taten angeklagt. Es muss aber noch viel getan werden, um diese schwere Kinderrechtsverletzung endlich zu beenden.

AUCH DABEI: UNICEF-BOTSCHAFTER ISHMAEL BEAH

Ishmael Beah verlor seine Familie während des Bürgerkrieges in Sierra Leone. Mit 13 Jahren wurde er unter Gewalt als Kindersoldat rekrutiert. Heute ist er Bestseller-Autor, Menschenrechtsaktivist und UNICEF-Botschafter.

Werde auch du Teil des weltweiten Red Hand Days!

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