
Elfenbeinküste: Bildungschancen durch Recycling
Das Wichtigste in Kürze
- Rund 1,6 Millionen Kinder in der Elfenbeinküste haben keinen Zugang zu Bildung – es fehlt an Schulen und die bestehenden Klassenzimmer sind oft völlig überfüllt.
- Gleichzeitig hat die Elfenbeinküste ein massives Müllproblem: Plastikabfälle werden kaum recycelt, sondern auf Deponien entsorgt, wo sie Boden und Wasser verseuchen.
- UNICEF hat in der Elfenbeinküste ein innovatives Projekt ins Leben gerufen, das recycelte Plastikziegel für den Bau von Schulen verwendet.
Aktuelle Bildungssituation in der Elfenbeinküste
Die Wand ihrer Schule, die die beiden Jungen (oben im Bild) bunt gestalten, sieht auf den ersten Blick ganz normal aus – aber sie ist eine echte Innovation: Denn die Ziegel für den Schulbau bestehen aus recyceltem Plastik. Schon 516 Klassenräume konnte UNICEF seit 2019 auf diese Weise bauen – 49 weitere Klassenzimmer sind 2026 in der Bauphase (Stand: Januar 2026).
Rund 1,6 Millionen Kinder in der Elfenbeinküste gehen nicht zur Schule. Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung können nicht lesen und schreiben. Es gibt viel zu wenige Schulen, und in den wenigen Klassenräumen drängen sich oft bis zu 100 Kinder. Verstärkt wird die Bildungskrise durch die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren mehr als 37.000 schulpflichtige Kinder aus dem benachbarten Burkina Faso in die Elfenbeinküste geflüchtet sind (Stand: Dezember 2025).
Gleichzeitig hat die Elfenbeinküste ein enormes Müllproblem. Kunststoffabfälle landen meist auf Deponien und verseuchen Boden und Wasser. Wenn der Müll verbrannt wird, entstehen zudem klimaschädliche Treibhausgase.
UNICEF trägt mit einem innovativen Projekt zur Lösung beider Probleme bei: Mit dem Bau von nachhaltigen und preiswerten Schulgebäuden aus recycelten Plastikziegeln können mehr Kinder in der Elfenbeinküste geschützt vor Hitze und Regen in Klassenräumen lernen.

Bild 1 von 3 | UNICEF stattet die aus Recycling-Plastik gebauten Schulen auch mit Tischen und Bänken aus, damit die Kinder gute Lernbedingungen haben.
© UNICEF/UNI667096/Dejongh
Bild 2 von 3 | Bessere Chancen auf qualitativ hochwertige und langfristige Bildung: Die aus Plastikabfällen gebauten Schulen machen es möglich.
© UNICEF/UNI673939/Dejongh
Bild 3 von 3 | Trotz der Schulpflicht für Kinder bis 16 Jahre gehen mehr als 1,5 Millionen Kinder in der Elfenbeinküste nicht zur Schule. UNICEF setzt sich mit dem Recyclingprojekt dafür ein, den Mangel von rund 30.000 Klassenräumen zu beheben.
© UNICEF/UNI667100 UNI673939/Dejongh
Schulen aus Recycling-Ziegeln: Mit den Ziegeln aus recyceltem Plastikmüll haben wir dafür gesorgt, dass mehrere Hundert Klassenzimmer in der Elfenbeinküste gebaut wurden. Viele Tonnen Plastikmüll sind dafür recycelt worden.
Sauberes Wasser und Hygiene: Wir setzen uns dafür ein, dass den Kindern in den Schulen sauberes Wasser und sanitäre Anlagen für Jungen und Mädchen zur Verfügung stehen.
Unterrichtsqualität: Wir helfen, den Schulunterricht noch besser zu machen, indem wir Lehrmaterial verteilen und die Ausbildung von Lehrer*innen in der Elfenbeinküste unterstützen.
Möbel fürs Klassenzimmer: Wir statten die neu gebauten Klassenzimmer mit Tischen und Bänken aus, damit die Kinder gute Lernbedingungen haben.
Schenken Sie eine Perspektive
Helfen Sie uns, möglichst viele Klassenzimmer in der Elfenbeinküste zu bauen und den Kindern dort eine Perspektive zu geben!

Bild 1 von 3 | Gemeinsam mit unserem Partner haben wir dafür gesorgt, dass mehrere hundert dringend benötigte Klassenräume in der Elfenbeinküste gebaut wurden.
© UNICEF/UNI667072/Dejongh
Bild 2 von 3 | Bildung bietet Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft. UNICEF unterstützt die neu gebauten Schulen mit Lehrmaterialien, Schulrucksäcken und Schulmöbeln.
© UNICEF/UNI665577/Dejongh
Bild 3 von 3 | Helfen Sie mit Ihrer Spende, damit mehr Kinder in der Elfenbeinküste zur Schule gehen können – wie diese Mädchen in einer Grundschule in Man.
© UNICEF/UNI665649/Dejongh
Hintergrundinfos zu den Bildungschancen in der Elfenbeinküste
Zu viele Kinder in der Elfenbeinküste können nicht regelmäßig zur Schule gehen. Unser innovatives Projekt verbessert ihre Chancen für die Zukunft auf drei verschiedenen Ebenen.
Wir klären über Umweltschutz auf, unterstützen Maßnahmen zur sicheren Müllentsorgung und fördern das Recycling von Plastikmüll – so tragen wir dazu bei, eine sauberere Umwelt schaffen, in der Kinder gesünder leben, lernen und spielen können. Denn unkontrollierte Müllberge und Abwasserkloaken belasten nicht nur die Umwelt, sie sind auch für Ausbrüche von Krankheiten wie Durchfall und Atemwegsinfektionen verantwortlich.
Unser Recyclingprojekt stärkt Mütter, die von Armut betroffen sind: Eine lokale Produktionsstätte für die Herstellung der Plastikziegel sowie ein von Frauen geführter Recyclingmarkt schaffen neue Einkommensmöglichkeiten. Den Kindern bieten die neuen Schulen Zugang zu hochwertigerer Bildung und damit eine bessere Chance auf dem Berufsmarkt.
In Zusammenarbeit mit einem unserer Partner, Conceptos Plásticos, helfen wir, die Kunststoffabfälle der Elfenbeinküste sinnvoll zu verwerten und ihnen einen neuen Nutzen zu geben: Durch die Umwandlung zu sicheren, kostengünstigen und nachhaltigen Baumaterialien tragen wir dazu bei, einen funktionierenden Recyclingmarkt aufzubauen.
Warum UNICEF?
Sie fragen sich, warum Sie für UNICEF spenden sollten? Ganz einfach:
Ihre Spende verändert Kinderleben. Unsere Teams helfen den Kindern vor Ort. Und Sie von zuhause aus.
- Sie spenden – und wir impfen Aichata in Mali als Baby gegen Malaria, damit sie besser vor der tödlichen Krankheit geschützt ist.
- Sie spenden – und wir geben dem 18-monatigen Nasratullah in Afghanistan therapeutische Nahrung, damit er wieder Energie hat zum Spielen.
- Sie spenden – und wir bohren in Tansania ein Wasserloch im Dorf von Tausi, damit die Elfjährige nicht mehr stundenlang unterwegs ist zum Wasserholen und wieder zur Schule gehen kann.
UNICEF wurde 1946 als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gegründet. Seitdem setzen wir uns in über 190 Ländern für die Kinderrechte und für Kinder in Not ein. Jedes Kind ist uns gleich wichtig – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Besonders kümmern wir uns um die ärmsten und am meisten benachteiligten Kinder: Kinder in Krisenregionen, entlegenen Dörfern oder auf der Flucht.
Wir arbeiten mit Regierungen und lokalen Organisationen zusammen, um gemeinsam das Beste für die Kinder zu erreichen und ihnen direkt während einer Krise, aber auch langfristig zu helfen. Unsere Partner vertrauen uns, weil wir seit Jahrzehnten weltweit als Hilfsorganisation für Kinder anerkannt sind.
Wir sind Profis in Sachen Logistik und geübt darin, Kindern bei Krisen und Katastrophen schnell zu helfen. Das ist wichtig, denn für Kinder in Not zählt jede Minute. Innerhalb von 72 Stunden bringen wir unsere Hilfsgüter in jeden Winkel der Erde.
Wie wir das machen? Wir haben ein riesiges Warenlager in Kopenhagen – das größte humanitäre Lager weltweit. Hier verpacken wir unsere Hilfsgüter und verschicken sie dorthin, wo Kinder sie bereits dringend erwarten. Dazu kommen fünf weitere große UNICEF-Warenlager sowie hunderte kleinere Regionallager auf den verschiedenen Kontinenten. Weit über Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Beschaffung und Lieferung von UNICEF-Hilfsgütern, um Kinder und Familien für eine gesündere, sicherere und hoffnungsvollere Zukunft zu rüsten: Von Spezialnahrung und Impfstoffen bis hin zu Erste-Hilfe-Sets und Schulrucksäcken – die UNICEF-Logistik-Experten sorgen dafür, dass die wertvolle Fracht heil am richtigen Ort ankommt, egal ob per Flugzeug, Lastwagen, Schiff oder manchmal auch per Motorrad oder Lastesel.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht erfahren Sie, wie viel Geld UNICEF Deutschland eingenommen hat, in welche Länder wir die Spendengelder überwiesen haben und wie sie den Kindern vor Ort in dem Jahr konkret geholfen haben. Sie können sich im Geschäftsbericht auch darüber informieren, wie hoch die interne Kostenquote bei UNICEF Deutschland ist und wie viel wir zum Beispiel für Personal und Spendenwerbung ausgeben.
Das DZI-Spendensiegel bestätigt seit Jahren unsere verantwortungsvolle Verwaltung der Spendengelder. UNICEF Deutschland lässt sich regelmäßig prüfen, um höchste Transparenz und Seriosität zu gewährleisten. Mit dem DZI-Spendensiegel gehören wir seit vielen Jahren zu den besonders vertrauenswürdigen Spendenorganisationen.
Allein kann man wenig bewirken, gemeinsam aber viel. Mit Ihrer Spende werden Sie Teil einer großen UNICEF-Gemeinschaft. Über 300.000 Menschen in Deutschland unterstützen unsere Programme mit einer Dauerspende – zum Beispiel für Ernährung, Gesundheit, Bildung und Kinderschutz.
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UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern.
© UNICEF/UNI610093/Dejongh