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UNICEF-Aktionen

Digitale UNICEF-Ausstellung: "Gewalt hinterlässt Spuren"

Jedes Kind hat ein Recht darauf, frei von Gewalt aufzuwachsen. Trotzdem ist sie für viele Kinder bis heute alltäglich. Zur UNICEF-Kampagne #NiemalsGewalt ist die Ausstellung "Gewalt hinterlässt Spuren" entstanden, die wir hier digital zeigen.

Donnerstag, 20.05.2021, 14:18 Uhr

„Versager! Nichtsnutz!“ – solche Worte hören Kinder jeden Tag. Sie werden beschimpft, bedroht und herabgesetzt – auch das ist Gewalt. Drei von vier Kindern zwischen zwei und vier Jahren erleben Gewalt durch Eltern und Erziehende. Das dürfen wir nicht hinnehmen.

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Nach Schätzungen sind rund eine Milliarde Kinder und Jugendliche weltweit von physischer, sexueller oder psychischer Gewalt betroffen. 

UNICEF: Digitale Ausstellung "Gewalt hinterlässt Spuren"
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UNICEF: Digitale Ausstellung "Gewalt hinterlässt Spuren"
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UNICEF: Digitale Ausstellung "Gewalt hinterlässt Spuren"


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Psychische Gewalt ist eine der häufigsten Gewalterfahrungen. Dazu zählen Drohungen, ständiges Anschreien, Liebesentzug und offene Verachtung.

UNICEF: Digitale Ausstellung "Gewalt hinterlässt Spuren"
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Weltweit halten rund 1,1 Milliarden Eltern und Erziehende körperliche Bestrafungen für ein notwendiges Mittel in der Erziehung von Kindern. In Deutschland ist fast jeder Zweite noch immer der Auffassung, dass ein Klaps auf den Hintern noch keinem Kind geschadet habe. 

UNICEF: Digitale Ausstellung "Gewalt hinterlässt Spuren"
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UNICEF: Digitale Ausstellung "Gewalt hinterlässt Spuren"
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UNICEF: Digitale Ausstellung "Gewalt hinterlässt Spuren"


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Niemals Gewalt gegen Kinder

Sprechen wir von Gewalt in der Erziehung, meinen wir meistens, dass ein Kind geschlagen wird. Gewalt hat jedoch viele Gesichter und umfasst körperliche Misshandlung, Vernachlässigung, sexualisierte Gewalt sowie psychische Misshandlung.

Ganz gleich, welchen Formen von Gewalt Kinder ausgesetzt sind, die Folgen sind häufig verheerend. Wiederholte Gewalterfahrungen können zu Depressionen und Selbstverletzungen führen, zu Konzentrations- und Lernschwierigkeiten.

Gewalt gegen Kinder ist durch nichts zu rechtfertigen. Deshalb setzt UNICEF sich weltweit dagegen ein.

>> Was ist Gewalt gegen Kinder? Und welche Folgen hat sie? Hier erfahren Sie noch mehr. <<

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So schützt UNICEF weltweit Kinder vor Gewalt

Als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ist UNICEF weltweit im Einsatz, damit Gewalt gegen Kinder ein Ende hat. Unsere Programme helfen wirksam und umfassend: In Jordanien unterstützt UNICEF zum Beispiel Kinderzentren, die für viele Kinder ein wichtiger Zufluchtsort sind. In Niger schützen wir Mädchen vor Kinderehen. Auf den Philippinen helfen wir, gezielt die Beziehung zwischen Eltern und Kindern zu stärken. In Bolivien geht UNICEF auf die Marktplätze, auf denen viele Kinder ihre Zeit verbringen müssen.

Klicken Sie sich durch die Fotogalerie und erfahren Sie mehr über unsere UNICEF-Programme gegen Gewalt.

UNICEF-Projekt in Jordanien zum Schutz von Kindern vor Gewalt.
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In Jordanien hat UNICEF ein Netzwerk aus 150 „Makani“-Kinderzentren aufgebaut – Makani bedeutet „Mein Ort“. Hier können die Kinder spielen und lernen. Bei Sorgen haben sie einen Ansprechpartner. Das ist gerade für die vielen Flüchtlingskinder aus Syrien wichtig, die in Jordanien Zuflucht gefunden haben.

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Auf den Philippinen werden Eltern in der Erziehung ihrer Kinder unterstützt
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Auf den Philippinen erlebt jedes zweite Kind zu Hause körperliche Gewalt. Mit Schulungen für die Eltern will UNICEF die Beziehungen in der Familie stärken und zu einem Einstellungswandel beitragen. Häufig sind Geldsorgen, Stress und Belastung die Ursache für Konflikte und Gewalt – darüber zu sprechen hilft, Lösungen zu finden und Gewalt vorzubeugen.

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Niger: Zwei Mädchen, die gegen Kinderheirat eintreten
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In Niger werden drei von vier Mädchen vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. Häufig sind sie in ihren Ehen Gewalt ausgesetzt, sie haben kaum Rechte, viele gehen nicht mehr zur Schule. UNICEF sensibilisiert Familien für die Risiken von Kinderehen. Kinderschutzkomitees und Mädchengruppen klären über die Gefahren auf oder vermitteln zwischen Eltern und Töchtern.

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Ein Mädchen mit ihrer Mutter auf einem Markt in Bolivien
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In Bolivien verbringen viele Kinder ihren Alltag auf den Märkten. Hier arbeiten ihre Eltern, häufig müssen die Kinder helfen. Der Ton auf den Märkten ist rau, der wirtschaftliche Druck oft groß. UNICEF geht direkt auf die Marktplätze und hilft den Eltern, Alternativen zur Gewalt zu finden. Studierende helfen bei den Hausaufgaben, damit die Kinder nicht den Anschluss verlieren.

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Niemals Gewalt – auch in Deutschland: Was können wir gemeinsam bewegen?

Hinsehen: Viele Gewaltformen sind wenig sichtbar – zum Beispiel psychische Misshandlung. Doch auch sie schaden Kindern – das dürfen wir nicht übersehen. 

Informieren: Helfen Sie mit, Informationen zum Thema zu verbreiten – zum Beispiel über unsere Kampagnenseite und in den sozialen Medien. Auf unseren Social-Media-Kanälen bei Facebook, Instagram und Twitter halten wir Sie auf dem Laufenden. 

Engagieren: Helfen Sie in einer ehrenamtlichen UNICEF-Gruppe mit, Menschen zu sensibilisieren – zum Beispiel mit der Aktion „Gewalt nicht unter den Teppich kehren“. Weitere Infos finden Sie hier.

Wir alle können etwas tun - helfen Sie mit!

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Hilfe zum Schutz vor Gewalt

Jedes Kind hat ein Recht darauf, vor Gewalt geschützt zu werden und Hilfe zu erhalten. Dazu kann jede und jeder von uns beitragen. Wenn Kinder oder Jugendliche von Gewalt zu Hause, in der Schule oder der Kita erzählen, sollten wir ihnen zuhören und sie ernst nehmen. 

Auch wenn aufgrund anderer Anzeichen zu befürchten ist, dass ein Mädchen oder ein Junge möglicherweise Gewalt erfährt, sollte gehandelt werden. Dazu stehen erfahrene, kostenlose Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Verfügung. Eine Übersicht zu Beratungsstellen finden Sie hier.

Ausstellung leihen

Wollen Sie die UNICEF-Ausstellung "Gewalt hinterlässt Spuren" bei sich vor Ort zeigen? Dann melden Sie sich gern bei uns. Alle Informationen finden Sie hier. Dort erhalten Sie auch eine Vorschau der Ausstellung im PDF-Format.

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