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Zyklon Idai: Allein in Mosambik brauchen eine Million Kinder Hilfe

Köln/Beira

Update 24.03.2019: Nach dem Zyklon Idai und verheerenden Überschwemmungen brauchen nach neuesten Schätzungen von UNICEF und der Regierung allein in Mosambik schätzungsweise rund eine Million Kinder Hilfe. Da viele Gebiete auch am Wochenende noch nicht erreichbar waren, könnte die Zahl der Hilfebedürftigen weiter steigen.

„Die Situation wird noch schlimmer werden, bevor sie sich bessern kann“, sagte UNICEF-Direktorin Henrietta Fore am Samstag. „Die Hilfsorganisationen beginnen gerade erst das Ausmaß der Zerstörungen zu verstehen. Ganze Ortschaften sind überflutet, Gebäude weggeschwemmt, und Schulen und Gesundheitsstationen wurden zerstört. Während die Such- und Rettungsmaßnahmen weitergehen, muss alles getan werden, um die Ausbreitung von Krankheiten durch verseuchtes Wasser zu verhindern.“

Erste Bestandsaufnahmen ergaben, dass allein in Beira über 2.600 Klassenräume zerstört und 39 Gesundheitszentren beschädigt wurden. Über 11.000 Häuser wurden vollständig zerstört. „Dies hat schwerwiegende Folgen für die gesundheitliche Versorgung der Kinder, ihren Zugang zu Bildung und ihr psychisches Wohlbefinden.“

Zyklon Idai: UNICEF-Direktorin Henrietta Fore spricht mit Familien

UNICEF-Direktorin Henrietta Fore spricht mit Familien, die in einem Schulgebäude Zuflucht gefunden haben.

© UNICEF/UN0291719/Prinsloo

„Besonders besorgt sind wir über die Sicherheit von Frauen und Kindern, die immer noch auf ihre Rettung warten oder die in überfüllten Notunterkünften von Gewalt und Missbrauch bedroht sind“, erklärte Fore nach dem Besuch einer Notunterkunft in Beira. „Wir sorgen uns auch um die Kinder, die durch den Zyklon zu Waisen wurden oder im anschließenden Chaos von ihren Eltern getrennt wurden.“

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Zyklon Idai: „Die Situation ist weiter kritisch“

Update 22.03.2019: Hunderttausende Kinder in den Überschwemmungsgebieten im südlichen Afrika leben nach dem Zyklon Idai unter katastrophalen Bedingungen. Viele Menschen, die sich auf Hausdächer oder höherliegendes Gelände geflüchtet haben, sind in unmittelbarer Lebensgefahr. UNICEF weitet seine Nothilfemaßnahmen aus, um Kinder und Familien mit dem Nötigsten zu versorgen. Tausende Obdachlose suchen Zuflucht in improvisierten Lagern, im Freien oder öffentlichen Gebäuden. In den überfüllten Notunterkünften drohen wegen der unhygienischen Verhältnisse Krankheiten. Kinder leiden dort unter Durchfall, Fieber und Malaria.


„Die Situation ist weiter kritisch. Es gibt keinen elektrischen Strom oder fließendes Wasser. Hunderttausende Kinder brauchen schnell Hilfe. Das Wichtigste ist es, Notunterkünfte, Nahrung, Wasser und Schutz zu geben“, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore in Beira.


UNICEF unterstützt zusammen mit dem Welternährungsprogramm die Verteilung von Nahrungsmitteln in den Notunterkünften und verteilt Tabletten zur Wasserreinigung. Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet UNICEF daran, sichere, kinderfreundliche Orte einzurichten, in denen die Kinder sich ausruhen und spielen können. UNICEF stellt für die Opfer des Zyklons Idai in allen betroffenen Ländern auch Medikamente, imprägnierte Moskitonetze zum Schutz vor Malariamücken, Wasserkanister und Hygienepakete bereit. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis heute 1,7 Millionen Menschen in Mosambik, Malawi und Simbabwe von der Naturkatastrophe betroffen sind, nahezu die Hälfte davon Kinder.


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