Pressemitteilung

Ukraine: Kinder und Familien auf der Flucht schützen und unterstützen

Heute besucht Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, eine Anlaufstelle von UNICEF für geflüchtete Kinder und Familien an der Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine.

Köln

Mehr als 2,6 Millionen Menschen sind seit Beginn des Krieges in der Ukraine in die Nachbarländer geflohen. Unter ihnen waren Ende vergangener Woche bereits eine Million Kinder und Jugendliche. In Rumänien kamen laut Vereinten Nationen bis zum 8. März 84,671 Geflüchtete aus der Ukraine an. Gemeinsam mit der rumänischen Regierung sowie lokalen Behörden und Nichtregierungsorganisationen richtet UNICEF sogenannte „Blue Dot“ -Anlaufstellen für Kinder und Familien ein.

Ukraine-Konflikt: Eingehüllt in eine Decke sitzt ein geflüchtetes Mädchen auf Koffern.

Geflüchtet: Valeria und ihre Mutter Yana suchen in Rumänien Schutz vor der Gewalt in der Ukraine. Sie haben Verwandte in Polen und Italien, bei denen sie unterkommen können.

© UNICEF/UN0599229/Moldovan

„Dieser Krieg ist eine Katastrophe für Kinder. Die UNICEF-Teams berichten von herzzerreißenden Schicksalen von Mädchen und Jungen, die an den Grenzübergängen ankommen. Die Kinder wurden von einem Tag auf den anderen aus ihrem vertrauten, sie schützenden Umfeld gerissen und haben Angst und Schrecken erlebt. Viele sind traumatisiert“, sagte Georg Graf Waldersee, Vorsitzender von UNICEF Deutschland, der die deutsche Entwicklungsministerin in Rumänien begleitet. „Wir sorgen uns insbesondere um unbegleitete und von ihren Familien getrennte Kinder – sie sind besonders gefährdet. Jedes Kind, das vor dem Krieg in der Ukraine flieht, hat Anspruch und Recht auf Schutz und Unterstützung.“ 

„Blue-Dot“- Anlaufstellen sind sichere Orte, die Unterstützung durch geschulte Fachkräfte sowie Informationen für geflüchtete Kinder und Familien bieten. Sie sind insbesondere ein wichtiger Schutzort für Kinder, die allein unterwegs sind und von ihren Familien getrennt wurden, und helfen bei der Zusammenführung mit ihren Familien. Kinder und ihre Begleitpersonen werden dort bei ihrer Ankunft registriert. So können besonders verletzliche Kinder identifiziert und unterstützt werden. Müttern und Kindern bieten die „Blue Dots“ zudem einen geschützten Raum, um sich ein wenig zu erholen; die Mädchen und Jungen erhalten einen Ort zum Spielen und dringend benötigte psychosoziale Hilfe. Außerdem bekommen Familien dort Hilfsgüter wie Hygieneartikel und Decken. Die ersten dieser Einrichtungen haben in Rumänien und in der Republik Moldau ihre Arbeit aufgenommen. Sie bauen auf den nationalen Sozial- und Kinderschutzsystemen der Regierungen auf und sind mit nationalen und lokalen Angeboten verknüpft.

UNICEF-Hilfe in der Ukraine und den Nachbarländern

UNICEF und seine Partner leisten inmitten des Krieges in der Ukraine umfangreiche Hilfe, wo immer es die Sicherheitslage zulässt und Zugangsmöglichkeiten bestehen, und versuchen, die Versorgungskette innerhalb des Landes auszubauen. Die Bundesbürgerinnen und Bundesbürger unterstützen diese Arbeit durch Spenden sehr großzügig. 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist bereits seit Jahren eine der wichtigsten Säulen der UNICEF-Hilfe für die Ukraine.

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Rudi Tarneden (UNICEF/Dirk Gebhardt)

Rudi TarnedenAbteilungsleiter Presse / Sprecher

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