Bessere Überlebenschancen für Babys in Bhutan

Bhutan: Bessere Überlebenschancen für Babys

UNICEF bekämpft die Neugeborenen-Sterblichkeit

Schützend legt die junge Mutter die Hände auf den winzigen Körper ihres Neugeborenen. Ihr Baby hat sein Köpfchen dicht an ihre Brust geschmiegt und spürt Mamas Wärme, ihren Geruch und den vertrauten Klang ihres Herzschlags. Dass dieses Vorgehen ihm den Start ins Leben sehr erleichtert hat, ahnt das Baby nicht. Ebenso wenig, dass es für Neugeborene in Bhutan keine Selbstverständlichkeit ist, die ersten vier Wochen zu überleben: 21 von 1.000 Babys schaffen es nicht über den ersten Lebensmonat hinaus – dabei sind die meisten dieser Todesfälle vermeidbar.

UNICEF unterstützt frühgeborene und schwache Babys in Bhutan, damit sie einen gesunden Start ins Leben haben. Helfen Sie mit Ihrer Spende, eine stabile Gesundheitsversorgung für Neugeborene aufzubauen und das Überleben dieser kleinen Menschen zu sichern!

Ein frühgeborenes Baby mit einem Wollmützchen auf dem Kopf.
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Selbst die kleinste Mütze ist fast noch zu groß: Dieses Baby kam viele Wochen zu früh auf die Welt. Ohne die richtige Geburtshilfe hätte es seinen ersten Tag vermutlich nicht überlebt.

© UNICEF/2016/Bhutan
Mit speziellen Frühgeborenen-Methoden hilft UNICEF Babys in Bhutan.
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Dank der speziellen medizinischen Grundausstattung für Frühchen wurde dieses Baby sofort nach der Geburt intensiv betreut. Sein Gewicht hat es mittlerweile fast verdoppelt, von ein auf knapp zwei Kilo.

© UNICEF/Bhutan
Intensiver Hautkontakt mit den Eltern hilft unterentwickelten Babys.
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Diese Zwillingseltern werden das Krankenhaus dank der Känguru-Methode hoffentlich bald verlassen können – mit zwei gesunden und kräftigen Kindern.

© UNICEF/Bhutan
Die Entwicklung der Frühgeborenen wird genauestens überprüft – zum Beispiel durch Wiegen.
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Regelmäßiges Wiegen ist lebenswichtig: Dieses Baby hat die ersten Wochen nach der Geburt gut überstanden und hat mittlerweile ein stabiles Gewicht erreicht.

© UNICEF/Bhutan/2016/PBrown

Kinderleben enden, bevor sie richtig angefangen haben

Zwar hat Bhutan große Fortschritte in der Mutter- und Kind-Gesundheit gemacht, jedoch bleibt die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen auf einem konstant hohen Niveau.

Aruna (Foto unten) hatte großes Glück – sie hat es rechtzeitig in ein Krankenhaus geschafft. Jede fünfte Frau in Bhutan entbindet jedoch außerhalb einer Gesundheitseinrichtung. Denn in ländlichen Gebieten fehlt es an medizinischer Versorgung, und selbst die nächstgelegenen Gesundheitsstationen sind für viele Familien unerreichbar. Für Frühchen kann eine Hausgeburt schnell tödlich enden. Nicht selten auch für ihre Mütter.

Diese Mutter weiß genau, wie wichtig der Hautkontakt für ihr Baby ist.

Die 22-jährige Aruna hält ihr zu früh geborenes Baby ganz warm auf ihrem Körper. Das von UNICEF ausgebildete Gesundheitspersonal in der Klinik hat ihr diese Känguru-Technik beigebracht.

© UNICEF/Bhutan/2019/PChoden

Sogar in vielen Krankenhäusern fehlt es an geschultem Personal und an spezieller medizinischer Ausstattung, um kleine und frühgeborene Säuglinge zu versorgen. Die Folge: Schon kleine Komplikationen können für diese Babys lebensbedrohlich sein. Zum Glück kommt hier unsere UNICEF-Hilfe ins Spiel – beispielsweise mit der Känguru-Methode.

"Känguruhen" mit Mama und Papa statt Brutkasten

Haut an Haut mit Mama oder Papa – für ein Neugeborenes gibt es nichts Schöneres. Bei der sogenannten Känguru-Mutter-Pflege (engl. Kangaroo Mother Care, KMC) wird das Kleine direkt nach der Geburt auf die Brust eines Elternteils gelegt. Dort soll es von nun an täglich mehrere Stunden bleiben. Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO hat UNICEF in Bhutan bereits erste Gesundheitshelfer zu KMC-Experten ausgebildet.

Der Hautkontakt und die Körperwärme der Eltern stärken frühgeborene Babys.

Unser Baby ist zwei Monate zu früh zur Welt gekommen. Es hat großes Glück, jetzt hier in der Neugeborenen-Station so gute Unterstützung zu bekommen."

- Anantalal, Vater eines Frühgeborenen, beim "Känguruhen"

Diese Methode vermittelt nicht nur Liebe und Geborgenheit, dank ihr überleben deutlich mehr unterentwickelte Kinder. "Känguru-Frühchen" haben eine geregeltere Körpertemperatur, einen ruhigeren Herzschlag und eine gleichmäßigere Atemfrequenz. Sie werden seltener krank, entwickeln sich besser und können früher gestillt werden.

Wissen macht lebensrettende Geburtshilfe möglich – so hilft UNICEF

In Bhutan wollen wir mit Spenden aus Deutschland gezielt Neugeborenen einen sicheren Start ins Leben ermöglichen – darunter vor allem auch Frühchen und unterentwickelte Babys. So setzen wir Ihre Spende ein:

So hilft UNICEF den Babys und Familien im Bhutan

Medizinische Ausstattung

Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen erhalten von uns die medizinische Grundausstattung, um frühgeborene Babys optimal versorgen zu können. Dazu gehören Wärmebettchen, Beatmungsbeutel sowie "Känguru-Betten", in denen Mütter einfach und bequem ihre Säuglinge stillen können.

Schulung von Gesundheitspersonal

Wir bilden Gesundheitshelfer in der Grund- und Notfallversorgung von Neugeborenen aus und schulen sie im Umgang mit dem speziellen medizinischen Equipment und mit Techniken wie der Känguru-Methode.

Aufklärung von Eltern

Nach der Geburt berät UNICEF Mütter und Väter intensiv: Die Eltern erhalten Informationen über die Känguru-Methode, Impfungen, Baby-Pflege und die richtige Ernährung. Die Mütter lernen, wie sie richtig stillen und warum das Stillen überlebenswichtig für ihr Kind sein kann.

Helfen Sie mit Ihrer Spende Babys in Bhutan

Ihre Hilfe zählt für Mütter und Babys in Bhutan. Bitte spenden Sie jetzt und unterstützen Sie diese überlebenswichtige Arbeit für Mädchen und Jungen. Damit jedes Kind einen guten Start ins Leben erhält. Herzlichen Dank!

UNICEF setzt sich für schwache und unterentwickelte Babys ein.

Helfen Sie mit uns den Neugeborenen in Bhutan!

© UNICEF/Bhutan
Länderinfo Bhutan

Königreich in Südasien

  • ca. 750.000 Einwohner
  • Hauptstadt: Thimphu
  • überwiegend buddhistisch
  • seit 1949 unabhängig von Indien
  • Nachbarländer: Indien, China


Probleme im Land:

  • ethnische/religiöse Konflikte
  • hohe Arbeitslosigkeit in den Städten
  • niedriger Lebensstandard
  • hohe Säuglingssterblichkeit
  • starkes regionales Entwicklungsgefälle der Wirtschaft