
Für Erdnusspaste spenden und Kinderleben retten
Das Wichtigste in Kürze
- Erdnusspaste (Englisch: „Plumpy Nut“) ist eines der effizientesten Mittel, um Kinder weltweit bei Mangelernährung zu behandeln.
- Die nährstoffreiche Paste aus Erdnüssen, Öl, Zucker und Milchpulver ist preiswert, lange haltbar und kann direkt aus der Packung gegessen werden – das ist praktisch für den Einsatz in Krisenregionen.
- UNICEF ist weltweit der größte Lieferant von Erdnusspaste und setzt sie in mehr als 60 Ländern ein.
Warum ist Erdnusspaste so wichtig im Kampf gegen den Hunger?
Zufrieden isst Sosten (Foto oben) eine Ration Erdnusspaste auf dem Schoß seiner Mutter. In Malawi, wo Sosten aufwächst, sind viele Kinder unter fünf Jahren mangelernährt. Darum ist das kleine Päckchen, das der Junge in den Händen hält, so wichtig: Die Erdnusspaste ("Plumpy Nut") enthält alles, was geschwächte Kinder brauchen, um schnell wieder zu Kräften zu kommen.
Die Folgen des Klimawandels und bewaffnete Konflikte sorgen in vielen Teilen der Welt für Hungerkrisen. Millionen Kinder sind akut mangelernährt. Mädchen und Jungen, die hungern, werden öfter krank, bleiben in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung zurück oder sterben sogar an den Folgen der Unterversorgung. Erdnusspaste hat die Behandlung von lebensbedrohlich mangelernährten Kindern in Krisen- und Konfliktgebieten revolutioniert. Die Paste ist sofort verzehrbar, sie muss nicht gekocht oder mit Wasser vermischt werden. Wir von UNICEF versorgen Kinder in mehr als 60 Ländern mit der lebensrettenden Spezialnahrung. Spenden Sie jetzt für Erdnusspaste und helfen Sie mit, mangelernährte Kinder zu versorgen.
- 9Millionen Kinder
erreicht unsere Erdnusspaste jedes Jahr
- 1.000.000.000Päckchen „Plumpy Nut“
liefern wir pro Jahr weltweit aus
- 9 von 10mangelernährten Kindern
erholen sich durch die Erdnusspaste

Bild 1 von 4 | Die dreizehn Monate alte Salma in Afghanistan bekommt eine Ration Erdnusspaste von ihrem Vater Naser. Die kleinen Päckchen sind lange ungekühlt haltbar. So können sich Familien jeweils eine Wochenration Erdnusspaste abholen und ihre Kinder zuhause füttern.
© UNICEF/UNI963263/Karimi
Bild 2 von 4 | Im Gesundheitszentrum des Flüchtlingscamps Barwaaqo in Somalia bekommt eine Mutter Erdnusspaste von einem Gesundheitshelfer. Mangelernährte Kinder müssen meist sechs bis acht Wochen lang behandelt werden – die Erdnusspaste spielt dabei eine entscheidende Rolle.
© UNICEF/UNI881636/Fadhaye
Bild 3 von 4 | Die nahrhafte „Plumpy Nut“-Erdnusspaste kann ohne Zubereitung direkt aus der Packung gegessen werden. Selbst unter schwierigsten Bedingungen können mangelernährte Kinder auf diese Weise behandelt werden und wieder zu Kräften kommen.
© UNICEF/UNI404807/Chikondi
Bild 4 von 4 | In einem Gesundheitszentrum im Westen Afghanistans holt eine Mutter Erdnusspaste für ihre sieben Monate alte Tochter ab. Das kleine Mädchen wird im Gesundheitszentrum wegen Mangelernährung behandelt: Jede Woche wird sie untersucht und gewogen, um festzustellen, ob sich ihr Zustand verbessert hat.
© UNICEF/UNI814144/Mahamat
Helfen Sie mangelernährten Kindern mit Ihrer Spende
Um die Erdnusspaste zu den Kindern zu bringen, ist uns wirklich kein Weg zu weit. Manchmal bekommen wir bei der Lieferung tierische Unterstützung, wie hier in Nepal:
So hilft die Erdnusspaste, Kinder zu retten
UNICEF liefert nicht nur therapeutische Spezialnahrung, sondern unterstützt auch die Wasser- und Gesundheitsversorgung in den betroffenen Gebieten. So haben mangelernährte Kinder noch bessere Chancen, sich schnell zu erholen und gesund aufzuwachsen.
Versorgung mit Erdnusspaste: Wir versorgen Millionen Kinder in mehr als 60 Ländern mit Erdnusspaste. Ein Päckchen Erdnusspaste hat 500 Kalorien und ist mit lebenswichtigen Vitaminen und Spurenelementen angereichert. Selbst ganz kleine Kinder können die weiche Paste problemlos essen und sich schnell erholen.
Schnelle, weltweite Hilfe: Die Erdnusspaste wird in rund 30 lokalen Produktionsstätten hergestellt. Über unser weltweites Transportnetzwerk bringen wir die lebensrettende Spezialnahrung in kurzer Zeit überall dorthin, wo sie dringend gebraucht wird. So können wir hungernden Kindern schnell und gezielt helfen.
Aufklärung über Ernährung: Wir schulen freiwillige Helferinnen, die Müttern erklären, warum Stillen in den ersten sechs Monaten die beste Nahrung für ihr Neugeborenes ist. Sie zeigen den Eltern auch, wie sie ihre Kinder selbst mit wenigen Mitteln gut versorgen können.
Ausstattung von Gesundheitsstationen: Wir stellen Untersuchungsgeräte wie Maßbänder und Waagen bereit, um Kleinkinder regelmäßig zu messen und zu wiegen. So lässt sich drohende Mangelernährung rechtzeitig erkennen.
Versorgung mit sauberem Trinkwasser: Wir setzen uns dafür ein, dass auch Familien in abgelegenen Regionen sicheres Trinkwasser haben. Wir unterstützen zum Beispiel den Bau von solarbetriebenen Wasserpumpen und -aufbereitungsanlagen sowie Regenauffangbecken.

Bild 1 von 5 | Die Erdnusspaste wird in lokalen Fabriken größtenteils auf dem afrikanischen Kontinent hergestellt. Das sichert kurze Transportwege und eine schnelle Verfügbarkeit der Spezialnahrung. Gleichzeitig unterstützt die Produktion die Wirtschaft der jeweiligen Länder.
© UNICEF/UNI146278/Ose
Bild 2 von 5 | Unsere Erdnusspaste: Die kleinen Päckchen mit Spezialnahrung sind lange haltbar und sofort gebrauchsfertig – in jedem Klima und auch unter schwierigsten Bedingungen. Millionen mangelernährte Kinder ab sechs Monaten kommen so schnell wieder zu Kräften.
© UNICEF/UNI680220/Naftalin
Bild 3 von 5 | Heute wird die Erdnusspaste in lokalen Fabriken dort hergestellt, wo sie am dringendsten gebraucht wird – so kann sie schnell und kostengünstig verteilt werden. In akuten Krisenfällen bringen wir die Spezialnahrung auch per Flugzeug in betroffene Regionen.
© UNICEF/UNI887310/Karimi
Bild 4 von 5 | Lokale Gesundheitshelfer*innen spielen eine wichtige Rolle bei der Verteilung der Erdnusspaste. Oft transportieren sie die Spezialnahrung das letzte Stück bis in die abgelegensten Regionen, um den Kindern dort zu helfen.
© UNICEF/UN034830/Schermbrucker
Bild 5 von 5 | In lokalen Gesundheitszentren werden Kinder auf Anzeichen von Mangelernährung untersucht. Wenn sie eine Behandlung benötigen, bekommen ihre Eltern hier eine Wochenration Erdnusspaste, die sie mit nach Hause nehmen können.
© UNICEF/UNI862293/El Baba
Hintergrundinfos: Häufige Fragen und Antworten zu Erdnusspaste von UNICEF
Die Erdnusspaste von UNICEF ist ein „ready-to-use theapeutic food“ (RUTF, auf Deutsch: gebrauchsfertige therapeutische Nahrung). Das bedeutet, sie kann ohne Zubereitung oder Zugabe von Wasser direkt aus der Packung verzehrt werden. Auch sehr kleine Kinder können die weiche Paste problemlos essen. Zudem ist die Erdnusspaste sehr lange ungekühlt haltbar. Weil sie so einfach und unmittelbar einsetzbar ist und zugleich alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe liefert, die ein mangelernährtes Kind braucht, ist die Erdnusspaste unverzichtbar im Kampf gegen Mangelernährung.
Ein mangelernährtes Kind braucht drei Päckchen Plumpy Nut pro Tag über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen, um wieder zu Kräften zu kommen. Während dieser Zeit werden die Kinder regelmäßig untersucht und gewogen, um festzustellen, ob sich ihr Zustand verbessert.
UNICEF versorgt Kinder in mehr als 60 Ländern auf der ganzen Welt mit Erdnusspaste. Wir helfen Kindern, die aufgrund von Dürre, Überschwemmungen oder anderen Naturkatastrophen hungern, ebenso wie Kindern in Konflikt- und Krisengebieten. Durch unser weltweites Logistiknetzwerk können wir die Erdnusspaste und andere Hilfsmittel sehr schnell und in großen Mengen ins betroffene Land bringen.
Lange Zeit wurde die Erdnusspaste ausschließlich in Frankreich hergestellt und von dort aus in die betroffenen Länder geliefert. Um die Transportwege zu verkürzen und die lokalen Wirtschaftskreisläufe zu stärken, wurden mittlerweile aber lokale Fabriken eröffnet, die Plumpy Nut produzieren. Die meisten Produktionsstätten liegen auf dem afrikanischen Kontinent, etwa in Niger, Madagaskar und Äthiopien. Insgesamt arbeitet UNICEF mit 21 Produzenten weltweit zusammen. Die Erdnusspaste, die nicht vor Ort benötigt wird, wird in das zentrale UNICEF-Warenlager in Kopenhagen verschifft und gelangt von dort aus in Krisengebiete auf der ganzen Welt.
UNICEF setzt verschiedene Mittel zur Spendenwerbung ein, unter anderem Online-Marketing, Briefe, Außenwerbung und Printanzeigen. In einzelnen Regionen werben Ehrenamtliche auch an der Haustür. Dabei geht es nicht ausschließlich um Spenden für Erdnusspaste, sondern allgemein darum, weitere Unterstützer*innen für den Schutz und die Rechte von Kindern zu gewinnen. Mehr Informationen zu unseren Werbewegen finden Sie auf unserer Seite zur Spendenwerbung.
Die Erdnusspaste von UNICEF ist nicht direkt im Einzelhandel oder Onlinehandel erhältlich. Über den UNICEF Spendenshop können Sie aber mit Ihrer Spende dazu beitragen, dass mangelernährte Kinder weltweit die lebensrettende Erdnusspaste bekommen. Die Hilfsgüter im Spendenshop sind dabei Beispiele: UNICEF setzt Ihre Spende so ein, dass die Kinder in den betroffenen Gebieten genau die Hilfe bekommen, die sie am dringendsten benötigen.
Mangelernährte Kinder brauchen regelmäßig große Mengen an Kalorien und Nährstoffen, um sich zu erholen und langfristige körperliche oder geistige Folgen zu verhindern. Die Erdnusspaste ist vor 30 Jahren speziell für diesen Zweck entwickelt worden: Sie ist preiswert, ungekühlt haltbar und muss nicht zubereitet werden. Darum ist "Plumpy Nut" besonders wichtig für den Einsatz in Krisengebieten, in denen es oft an sauberem Wasser, Kühlmöglichkeiten und Infrastruktur fehlt.
Warum UNICEF?
Sie fragen sich, warum Sie für UNICEF spenden sollten? Ganz einfach:
Ihre Spende verändert Kinderleben. Unsere Teams helfen den Kindern vor Ort. Und Sie von zuhause aus.
- Sie spenden – und wir impfen Aichata in Mali als Baby gegen Malaria, damit sie besser vor der tödlichen Krankheit geschützt ist.
- Sie spenden – und wir geben dem 18-monatigen Nasratullah in Afghanistan therapeutische Nahrung, damit er wieder Energie hat zum Spielen.
- Sie spenden – und wir bohren in Tansania ein Wasserloch im Dorf von Tausi, damit die Elfjährige nicht mehr stundenlang unterwegs ist zum Wasserholen und wieder zur Schule gehen kann.
UNICEF wurde 1946 als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gegründet. Seitdem setzen wir uns in über 190 Ländern für die Kinderrechte und für Kinder in Not ein. Jedes Kind ist uns gleich wichtig – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Besonders kümmern wir uns um die ärmsten und am meisten benachteiligten Kinder: Kinder in Krisenregionen, entlegenen Dörfern oder auf der Flucht.
Wir arbeiten mit Regierungen und lokalen Organisationen zusammen, um gemeinsam das Beste für die Kinder zu erreichen und ihnen direkt während einer Krise, aber auch langfristig zu helfen. Unsere Partner vertrauen uns, weil wir seit Jahrzehnten weltweit als Hilfsorganisation für Kinder anerkannt sind.
Wir sind Profis in Sachen Logistik und geübt darin, Kindern bei Krisen und Katastrophen schnell zu helfen. Das ist wichtig, denn für Kinder in Not zählt jede Minute. Innerhalb von 72 Stunden bringen wir unsere Hilfsgüter in jeden Winkel der Erde.
Wie wir das machen? Wir haben ein riesiges Warenlager in Kopenhagen – das größte humanitäre Lager weltweit. Hier verpacken wir unsere Hilfsgüter und verschicken sie dorthin, wo Kinder sie bereits dringend erwarten. Dazu kommen fünf weitere große UNICEF-Warenlager sowie hunderte kleinere Regionallager auf den verschiedenen Kontinenten. Weit über Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Beschaffung und Lieferung von UNICEF-Hilfsgütern, um Kinder und Familien für eine gesündere, sicherere und hoffnungsvollere Zukunft zu rüsten: Von Spezialnahrung und Impfstoffen bis hin zu Erste-Hilfe-Sets und Schulrucksäcken – die UNICEF-Logistik-Experten sorgen dafür, dass die wertvolle Fracht heil am richtigen Ort ankommt, egal ob per Flugzeug, Lastwagen, Schiff oder manchmal auch per Motorrad oder Lastesel.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht erfahren Sie, wie viel Geld UNICEF Deutschland eingenommen hat, in welche Länder wir die Spendengelder überwiesen haben und wie sie den Kindern vor Ort in dem Jahr konkret geholfen haben. Sie können sich im Geschäftsbericht auch darüber informieren, wie hoch die interne Kostenquote bei UNICEF Deutschland ist und wie viel wir zum Beispiel für Personal und Spendenwerbung ausgeben.
Das DZI-Spendensiegel bestätigt seit Jahren unsere verantwortungsvolle Verwaltung der Spendengelder. UNICEF Deutschland lässt sich regelmäßig prüfen, um höchste Transparenz und Seriosität zu gewährleisten. Mit dem DZI-Spendensiegel gehören wir seit vielen Jahren zu den besonders vertrauenswürdigen Spendenorganisationen.
Allein kann man wenig bewirken, gemeinsam aber viel. Mit Ihrer Spende werden Sie Teil einer großen UNICEF-Gemeinschaft. Über 300.000 Menschen in Deutschland unterstützen unsere Programme mit einer Dauerspende – zum Beispiel für Ernährung, Gesundheit, Bildung und Kinderschutz.
Dazu kommen Hunderttausende Einzelspenderinnen und -spender, Tausende Ehrenamtliche, zahlreiche Unternehmen sowie viele Prominente, die sich für UNICEF engagieren. Gemeinsam können wir die Welt für Kinder verändern.

UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern.
© UNICEF/UNI610093/Dejongh