© UNICEF/UNI643255/Pham Ha Duy LinhTaifun Yagi in Vietnam: Ein Junge watet durch das Hochwasser
Kinder weltweit

Überschwemmungen: Was bedeutet Hochwasser für Kinder?

Überschwemmungen: Weltweit richten Hochwasser und Überschwemmungen regelmäßig großen Schaden an. Die Naturkatastrophen als Folge von Stürmen und Starkregen werden häufiger - und sie gefährden besonders Kinder. Lesen Sie, welche Folgen Hochwasser für Kinder hat und wo ihre Familien besonders betroffen sind. 

Weltweit richten Hochwasser und Überschwemmungen regelmäßig großen Schaden an. In Vietnam hat der Tropensturm „Kalmaegi“ mit Überschwemmungen und Erdrutschen das Land verwüstet. In Mosambik waren im Januar 2026 nach wochenlangen Regenfällen mindestens 800.000 Menschen von Überschwemmungen betroffen. Naturkatastrophen durch Hochwasser werden häufiger – und sie gefährden vor allem Kinder. UNICEF ist in betroffenen Gebieten vor Ort, um zu helfen.

Wasser, soweit das Auge reicht. Die Bilder der Überschwemmungen in Mosambik im Januar 2026 zeigen das Ausmaß einer weiteren verheerenden Flutkatastrophe.

Über Wochen andauernde heftige Regenfälle haben Hochwasser verursacht, das Häuser, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Straßen zerstörte. Mehr als 513.000 Menschen waren unmittelbar von den Überschwemmungen betroffen, mehr als die Hälfte von ihnen Kinder. Rund 50.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und Schutz in provisorischen, oft völlig überfüllten Lagern suchen.

Das schmutzige Wasser verunreinigt das Trinkwasser und beschädigt sanitäre Anlagen. Damit steigt die Gefahr, dass sich Krankheiten wie Cholera ausbreiten. Zudem bietet das Wasser ideale Brutbedingungen für Mücken, die Malaria übertragen.

Weltweit sind die Auswirkungen von Hochwasser auf das Leben von Familien verheerend – nicht nur im Osten Afrikas. Auch aus Marokko, Kenia, Burundi, Pakistan, Afghanistan, Sri Lanka oder China erreichten uns in den letzten Monaten Nachrichten von schweren Überschwemmungen. Flutkatastrophen sind eine der häufigsten Naturkatastrophen. Sie gefährden rund 570 Millionen Kinder weltweit.

Folgen von Hochwasser: Risiken für Kinder

Flutkatastrophen haben massive Auswirkungen auf das Leben und die Zukunft von Kindern weltweit. Das gilt insbesondere in den ärmsten Ländern, in denen wichtige Infrastruktur wie Krankenhäuser, Wassersysteme oder Schulen nicht flutrobust sind und in denen Familien oft keine finanzielle Absicherung gegen die Katastrophe haben.

Bei Hochwasser herrscht Lebensgefahr

Überschwemmungen, insbesondere Sturzfluten, bringen Kinder und ihre Familien in Lebensgefahr. Wenn sie nicht schwimmen oder der Kraft der reißenden Flutwelle standhalten können, ist die Gefahr groß, dass sie sich in den Fluten lebensgefährlich verletzen oder ertrinken. 75 Prozent der Todesfälle bei Hochwasserkatastrophen sind auf Ertrinken zurückzuführen. Der Verlust eines Familienmitglieds oder die schreckliche Erfahrung, wie die Flut den Boden unter den Füßen wegreißt, ist traumatisch für Kinder und kann sie auch lange nach der Katastrophe noch schwer belasten.

Südsudan: Eine ältere Schülerin trägt ein jüngeres Mädchen durch das Hochwasser

Südsudan 2021: Auf dem Nachhauseweg von der Schule hilft eine ältere Schülerin einer jüngeren. Das Flutwasser ist für Nichtschwimmer*innen lebensgefährlich.

© UNICEF/UN0540659/Chol

Gesundheitliche Folgen von Überschwemmungen: tödlicher Kreislauf

Die Folgen des Hochwassers sind für Kinder oft lebensbedrohlicher als das Wetterextrem selbst. Denn die Überschwemmungen bergen eine Gefahr, die jeden Tag rund 1.000 Kinder das Leben kostet: gefährliche Krankheitserreger. Wenn Wassersysteme überflutet werden, können sich Fäkalien, Chemikalien oder Salzwasser ins Trinkwasser mischen. Viele Familien, deren Brunnen oder Wasserleitungen beschädigt wurden, sind gezwungen, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen.

Verunreinigtes Wasser und mangelnde Hygiene sind der ideale Nährboden für die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria, Cholera oder wässrigem Durchfall – gerade in überfüllten Notunterkünften, wo Menschen dichtgedrängt zusammenleben. Gefährliche Durchfallerkrankungen entziehen dem Körper Wasser und Nährstoffe und können eine schwere Mangelernährung auslösen – insbesondere dann, wenn Wasser und Lebensmittel gleichzeitig knapp sind. Die Auszehrung des Körpers kann vor allem für Kinder lebensgefährlich sein – denn so werden sie wiederum besonders anfällig für Krankheitserreger, denen sie nichts entgegensetzen können. Ein tödlicher Kreislauf.

Hochwasser Folgen: Oberarmumfang eines Kleinkindes wird mit MUAC-BAnd gemessen

Somalia 2024: Der kleine Sabir wird im Kahary Camp für Binnenvertriebene wegen Mangelernährung behandelt. Extreme Dürre und schwere Überschwemmungen haben die Ernährungssituation vieler Familien verschärft.

© UNICEF/UNI534912/Hill

Flucht aus Hochwassergebieten

Jedes Jahr müssen Millionen Kinder und ihre Familien aufgrund von Wetterextremen fliehen. In vielen Fällen sind Stürme und Überschwemmungen die Ursache. Zwischen 2016 und 2021 kam es in diesem Zusammenhang zu mehr als 40 Millionen Vertreibungen. Das Flutwasser kann Wohnungen einfach wegreißen oder unbewohnbar machen: Im Osten Libyens verloren 44.800 Menschen ihr Zuhause, als riesige Wasser- und Schlammmassen im September 2023 über die Region hereinbrachen.

Bei schweren Überschwemmungen steht das Wasser oft tage- oder wochenlang, bevor es sich zurückzieht. Tausende Menschen suchen Zuflucht in Notunterkünften. Bei der überstürzten Flucht sind Kinder in Gefahr, von ihren Eltern getrennt zu werden. Werden Familien immer wieder durch Überschwemmungen getroffen, sehen viele keine andere Möglichkeit, als ihre Heimat dauerhaft zu verlassen.

Hochwasser folgen: Mutter isst mit ihren drei Kindern auf dem Boden einer Hütte

Bangladesch 2023: Atika und ihre drei Kinder haben ihr Zuhause durch Sturm und Flut verloren. Ihre Gemeinde in Cox’s Bazar wird immer wieder durch Wetterextreme getroffen, Überschwemmungen gibt es jedes Jahr.

© UNICEF/UN0824111/Map

Wegen Überschwemmungen können Kinder nicht lernen

Langfristig können Überschwemmungen auch Folgen für die Zukunftschancen von Kindern haben: Wenn Schulgebäude weggespült werden, Klassenzimmer unter Wasser stehen oder als Notunterkunft gebraucht werden, können Kinder nicht weiterlernen. Oder Familien können sich die Schulbildung nicht mehr leisten, wenn sie alles, was sie hatten, in der Flut verloren haben.

Bei der Flut frage ich mich, wann ich wohl wieder zur Schule gehen kann oder ob noch alle Stühle und Schreibtische da sein werden.

Anuwat Mark Kedkaew, Schüler aus Thailand

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind, das die Schule einmal unterbrochen hat, nicht mehr zurückkehrt, ist hoch. Die Überschwemmungen nehmen den Kindern auf diese Weise wichtige Möglichkeiten, ihre Zukunft zu gestalten und der Armut zu entkommen.

Hochwasser folgen: Ein Mädchen steht vor ihrer durch Überschwemmung zerstörten Schule.

Bei einem verheerenden Hochwasser in Pakistan im Jahr 2022 wurden rund 27.000 Schulen beschädigt oder zerstört. Rund zwei Millionen Kindern konnten dadurch nicht weiterlernen. Hier blickt Maryam auf ihre ehemalige Schule in Belutschistan. 

© UNICEF/UN0802739/Sohail

Ursachen von Überschwemmungen: Wie entsteht Hochwasser?

Hochwasser entsteht, wenn große Mengen Wasser nicht abfließen können. Etwa wenn es so stark und so lange regnet, dass der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen kann oder Flüsse über die Ufer treten. Auch plötzliches Tauwetter, das Schnee und Eis in kurzer Zeit zum Schmelzen bringt, kann zu Hochwasser beitragen. Ganze Landstriche können auf diese Weise im Wasser versinken und die gesamte Infrastruktur eines Gebietes zerstören.

Überschwemmungen durch Stürme, Starkregen und Tsunamis

Oft sind Naturkatastrophen die direkte Ursache von Überschwemmungen:

  • Schwere Stürme peitschen große Wassermassen auf und drängen das Wasser in eine Richtung. Dadurch kann es gerade in Küstenregionen oder an Flussmündungen zu Sturmfluten kommen

  • Tropische Wirbelstürme wie Zyklone, Taifune oder Hurrikans bringen häufig Starkregen mit sich, der für Überschwemmungen und Erdrutsche sorgt, die alles unter sich begraben. In Pakistan kam es 2022 während des Monsunregens zu ungewöhnlich starken Regenfällen, die eine Sturzflut auslösten und riesige Wassermassen über das Land spülten.

  • Auch Tsunamis können ganze Küstenorte einfach wegspülen. Tsunamis entstehen, wenn sich riesige Flutwellen, meist als Folge von Erdbeben unter dem Meeresspiegel, in kürzester Zeit mit hoher Geschwindigkeit ausbreiten. 2018 brach nach einem Erdbeben ein Tsunami über Indonesien herein. Zehntausende Häuser wurden durch die riesige Flutwelle zerstört.

Hochwasser folgen: Kinder versuchen Trinkwasser aus einer überfluteten Wasserpumpe zu retten.

Pakistan 2022: Kinder versuchen Trinkwasser aus einer überfluteten Wasserpumpe zu retten.

© UNICEF/UN0701707/Zaidi

Klimawandel und Umweltzerstörung verstärken die Hochwassergefahr

Durch den Klimawandel werden heftige Überschwemmungen wahrscheinlicher. Durch die globale Erwärmung verdunstet viel mehr Wasser, das die Luft aufnimmt. Die Folgen sind extreme Trockenheit auf der einen Seite und extreme Regenfälle auf der anderen. Ausgetrocknete Böden, die kein Wasser mehr aufnehmen können, verstärken die Überschwemmungen, sodass ganze Dörfer zerstört werden wie in Mosambik.

Hochwasser folgen: Junge fährt mit Eselskarren durch überflutete Dorfstraße

Somalia 2023: Nach der Dürre kommt die Flut. Der Shabelle River ist 2023 nach heftigen Regenfällen über die Ufer getreten. Ein weiterer Schock für die bereits schwer getroffenen Familien.

© UNICEF/UNI484831/Mumin

Auch Gletscher schmelzen in Folge der Erderwärmung. Der Meeresspiegel steigt und Flüsse transportieren mehr Wasser, sodass insbesondere in Küstengebieten die Gefahr von Überschwemmungen größer wird. Auch das Trinkwasser versalzt durch den steigenden Meeresspiegel immer mehr und wird ungenießbar.

Auch Umweltzerstörung hat eine direkte Auswirkung auf das Überschwemmungsrisiko: Wenn Wälder abgeholzt werden oder in den Verlauf eines Flusses eingegriffen wird, fehlt der natürliche Schutz vor Überschwemmungen. Bebauung oder Asphaltierung sorgen zudem dafür, dass der Boden versiegelt ist, und kein Wasser aufnehmen kann.

Überschwemmungen infolge des natürlichen Wetterphänomens El Niño

Das natürliche Wetterphänomen El Niño, das in der Regel alle zwei bis sieben Jahre auftritt, kann in bestimmten Regionen wie Asien, Afrika und Südamerika zu schweren Überschwemmungen führen. Die steigenden Temperaturen im Pazifik führen zu veränderten Niederschlagsmustern. Klimaforscher*innen gehen davon aus, dass Überschwemmungen, die 2024 im Osten Afrikas und auch in Brasilien auftraten, im Zusammenhang mit einer El- Niño-Phase standen.

  • 330
    Millionen Kinder

    an Flüssen sind stark durch Überschwemmungen betroffen.

  • 240
    Millionen Kinder

    in Küstenregionen sind stark durch Überschwemmungen betroffen.

  • 1.000
    Kinder

    sterben täglich an Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden.

Welche Gebiete sind am stärksten von Überschwemmungen betroffen?

Weltweit leben rund 570 Millionen Kinder in Gebieten, die durch Überschwemmungen besonders gefährdet sind. Besonders Familien in Küstenregionen oder an Flussmündungen sind in Gefahr, immer wieder durch Hochwasser getroffen zu werden – gerade mit Voranschreiten des Klimawandels.

Im Süden und Osten Asiens ist das Risiko von Überschwemmungen besonders hoch. In Vietnam, Laos, Myanmar und Thailand wurden Familien 2024 durch heftige Überschwemmungen getroffen. Im Vorjahr traf es Indien, Pakistan und den Jemen. Aber auch in Afrika südlich der Sahara, in Madagaskar, am Horn von Afrika oder der Sahelzone, sowie in Lateinamerika bringen Flutkatastrophen immer wieder Menschen in Not.

In Europa steigt mit den Temperaturen auch das Risiko von Wetterextremen. Im Jahr 2024 gab es hier teils überdurchschnittlich hohe Niederschlagsmengen. Viele Flüsse hatten massives Hochwasser und es kam zu Fluten in verschiedenen Regionen Deutschlands, etwa im Januar 2024 unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Sachsen oder im Sommer 2024 in Süddeutschland. Auch in anderen europäischen Ländern kam es aufgrund von Starkregen zu Überschwemmungen, aktuell unter anderem in Portugal, Spanien und Italien.

Hilfe für Kinder bei Überschwemmungen: Das macht UNICEF

UNICEF ist weltweit im Einsatz, um Kindern zu helfen, die durch Überschwemmungen in Not sind. Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder nicht krank werden, dass sie an einem sicheren Ort zur Schule gehen können und besser auf Wetterextreme vorbereitet sind.

Diese drei Geschichten zeigen, was die UNICEF-Hilfe bewirken kann:

Sauberes Trinkwasser, Medikamente und Hygiene retten Leben: Gentille aus der Demokratischen Republik Kongo

Im Kazimba Camp für binnenvertriebene Familien in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) spielt Gentille fröhlich mit den anderen Kindern. Vor wenigen Wochen ging es dem kleinen Mädchen gar nicht gut. Sie hatte sich mit Cholera infiziert. DRC erlebt derzeit einen heftigen Cholera-Ausbruch. 2023 wurden mehr als 52.000 Fälle dokumentiert. Nach heftigen Überschwemmungen Anfang des Jahres 2024 drohte die Situation in den überfluteten Gebieten außer Kontrolle zu raten.

  • Gentille spielt mit ihren Freund*innen im Kazimba Camp für binnenvertriebene Familien in DRC.

    Gentille spielt mit ihren Freund*innen im Kazimba Camp für binnenvertriebene Familien in DRC.

    © UNICEF/UNI510500/Benekire
  • Im Afya Sake Cholera-Behandlungszentrum ist Visite: Dr. Ndoole Mutebwa Fabrice schaut nach seinen Patienten.

    Im Afya Sake Cholera-Behandlungszentrum ist Visite: Dr. Ndoole Mutebwa Fabrice schaut nach seinen Patienten.

    © UNICEF/UNI510465/Benekire
  • Sauberes Wasser ist das A und O, um einer Infektion mit Cholera vorzubeugen.

    Sauberes Wasser ist das A und O, um einer Infektion mit Cholera vorzubeugen.

    © UNICEF/UNI510480/Benekire

Um die Familien wirksam vor Cholera zu schützen, stellt UNCEF sauberes Wasser bereit und liefert medizinische Hilfsgüter in die überfluteten Gebiete. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern desinfizieren die UNICEF-Teams Sanitäranlagen und klären Familien über wirksame Schutzmaßnahmen auf. Zudem unterstützt UNICEF spezielle Cholera-Behandlungszentren. In einem dieser Zentren wurde auch Gentille nach ihrer Infektion behandelt. Schon sechs Tage später ging es ihr viel besser.

© UNICEF/UNI510509/Ushindi

Dank der Behandlung haben nicht nur meine Familie, sondern viele betroffene Familien überlebt. UNICEF hat die meisten von uns vor dem Schlimmsten bewahrt.

Manu, Gentilles Vater

Damit Familien auch bei Überschwemmungen Zugang zu sauberem Wasser haben, richtet UNICEF in besonders betroffenen Gemeinden weltweit klimarobuste Wassersysteme ein. So werden Latrinen und Wasserpumpen beispielsweise auf erhöhten Fundamenten gebaut, um eine Vermischung von Flut- und Trinkwasser zu vermeiden. In Bangladesch fördert UNICEF eine innovative Lösung, um einer Versalzung von Trinkwasser entgegenzuwirken. Dabei wird Wasser aus Teichen und Regenwasser von Dächern gesammelt, aufbereitet und unterirdisch gespeichert.

Bildung nach den Überschwemmungen sichern: Sylwa aus Madagaskar

Folgen von Hochwasser: Ein Junge und ein UNICEF-Mitarbeiter springen Seil im Schulzelt.

Sylwa beim Seilsprungwettbewerb im neuen Schulzelt in seiner Gemeinde in Madagaskar. Der elf Jahre alte Schüler ist froh, endlich wieder gemeinsam mit seinen Freunden lernen zu können.

© UNICEF/UN0866336/Ramasomanana

Ende Januar ist der Zyklon Fytia über Teile Madagaskars hinwegfegt und hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Viele Häuser wurden zerstört, überflutet oder schwer beschädigt – darunter auch die Schule, die der elf Jahre alte Sylwa bis dahin besucht hat. Mehrere Monate konnten Sylwa und seine Freund*innen nicht zur Schule gehen. UNICEF hat im Rahmen der Nothilfe vor Ort eine Zeltschule errichtet und liefert Lernmaterialien, damit die Kinder wieder unter guten Bedingungen lernen können.

  • Folgen von Hochwasser: Ein Junge steht lächelnd vor einem UNICEF-Schulzelt.

    Die vorübergehende Schule liegt in der Nähe von Sylwas Zuhause. So hat er einen sicheren Schulweg und kann regelmäßig in den Unterricht kommen.

    © UNICEF/UN0866326/Ramasomanana
  • Folgen von Hochwasser: Ein Junge schaut beim Aufbau eines UNICEF-Schulzelts zu.

    Sylwa beobachtet, wie die Zeltschule in seinem Dorf in der Gemeinde Amboroka in Madagaskar aufgebaut wird. Zunächst konnten nur die Schüler*innen im Abschlussjahr nach dem Zyklon weiter lernen – Sylwa war lange nicht in der Schule.

    © UNICEF/UN0865966/Ramasomanana
  • Folgen von Hochwasser: Mehrere Jungen lächeln in die Kamera.

    Sylwa und seine Freunde sind froh, dass sie nach mehreren Monaten wieder in den Unterricht zurückkehren können.

    © UNICEF/UN0866316/Ramasomanana

Vorbereitung auf den Ernstfall: Mim aus Bangladesch

Bangladesch 2023: Schwimmtrainerin Mim mit ihren Schüler*innen

Bangladesch 2023: Schwimmtrainerin Mim mit ihren Schüler*innen

© UNICEF/UNI499614/Kiron

Geduldig hilft Mim ihren Schützlingen, die Schwimmbewegungen im Wasser nachzumachen. Die Jugendliche gibt Kindern Schwimmunterricht – eine Maßnahme, die im Überschwemmungsfall Leben retten kann. Das hat Mim auf dramatische Weise erlebt, als ihr eigener Bruder beinahe in einem Teich ertrunken wäre: „Ich hatte so Angst und dachte, ich verliere meinen Bruder. Ich konnte ihn nur retten, weil mein Vater mir beigebracht hatte zu schwimmen“, erzählt sie.

  • In einem geschützten Bereich zeigt Mim den Kindern erste Schwimmübungen.

    In einem geschützten Bereich zeigt Mim den Kindern erste Schwimmübungen.

    © UNICEF/UNI487210/Himu
  • Hochwasser Folgen: Ein Mädchen macht mit Kindern Aufwärmübungen am Fluss.

    Vor dem Schwimmunterricht macht Mim mit den Kindern Aufwärmübungen. Die Kinder lernen spielerisch die Schwimmtechniken und Sicherheit im Wasser.

    © UNICEF/UNI499603/Kiron
  • Hochwasser Folgen: Ein Mädchen macht im Fluss Schwimmübungen mit Kindern.

    Nicht nur bei Hochwasser sind Flüsse eine große Gefahr für die Kinder in Bangladesch. Jihad, einer der Jungen auf dem Bild, ist vor einigen Jahren fast ertrunken, als er beim Spielen in den Fluss gefallen ist.

    © UNICEF/UNI487219/Himu

Im Rahmen des SwimSafe-Programms von UNICEF und des Familienministeriums in Bangladesch engagieren sich Mim und andere Jugendliche für Kinder in ihrer Gemeinde. Neben praktischen Schwimmübungen erhalten Eltern durch das Programm auch Informationen, wie sie ihr Kind vor dem Ertrinken schützen können.

Das Schwimmtraining ist ein wichtiges Beispiel dafür, wie Familien in ihren Gemeinden besser auf die Auswirkungen des Klimawandels wie zunehmende Überschwemmungen vorbereitet werden können. Neben wirksamen Katastrophenschutzplänen, Frühwarnsystemen und der Lagerung von Hilfsgütern für den Ernstfall können diese Maßnahmen im Notfall Leben retten.

Helfen Sie Kindern in Überschwemmungsgebieten!

Jeder Beitrag hilft, Kinder vor den Folgen von Flutkatastrophen zu schützen. Bitte unterstützen Sie die UNICEF-Hilfe für Kinder weltweit. Danke!

Autor*in UNICEF Redaktion

Diesen Artikel hat das Team der UNICEF-Redaktion für Sie recherchiert und verfasst.