Afghanistan Nothilfe: Mehrere Millionen Kinder brauchen humanitäre Hilfe.

Krise in Afghanistan – jetzt spenden

Hunger und Gewalt bedrohen Kinder

Wie ist es, jetzt in Afghanistan ein Kind zu sein? Die Situation der Mädchen und Jungen hat sich seit dem letzten Jahr dramatisch verschlechtert. Immer wieder aufflammende Gewalt, eine schwere Dürre sowie die Folgen der Corona-Pandemie bringen immer mehr Familien im Land in verzweifelte Not.

Eltern rutschen in die Armut ab und müssen furchtbare Entscheidungen treffen: Sollen sie das Geld für eine Fahrt mit einem kranken Kind ins Krankenhaus bezahlen oder Lebensmittel für alle Kinder der Familie kaufen? Unsere Expert*innen schätzen, dass noch in diesem Jahr jedes zweite Kind unter fünf Jahren akut mangelernährt sein wird. Hunderttausende Mädchen und Jungen könnten sterben, wenn sie nicht schnell Hilfe bekommen. 

Afghanistan Nothilfe: Mehrere Millionen Kinder sind von Hunger und Mangelernährung bedroht.

Millionen afghanische Kinder wie dieses Kleinkind sind von Mangelernährung bedroht.

© UNICEF/UN0596864/Fazel

Die Mädchen und Jungen können nichts für die Krise in Afghanistan, zahlen aber den höchsten Preis. Wir dürfen sie jetzt nicht allein lassen. Helfen Sie ihnen mit Ihrer Spende für dringende Hilfsgüter:

Humanitäre Krise in Afghanistan: Ein Albtraum für Kinder

Mehr als 24 Millionen Menschen in Afghanistan sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter fast 13 Millionen Kinder (Stand: Januar 2022). Nach der Machtübernahme der Taliban spitzt sich die schon zuvor schwierige Situation für die Kinder immer weiter zu. Die Wirtschaft liegt am Boden und die Dürre hat einen Großteil der Ernten zerstört. Im ganzen Land haben Menschen nicht genug zu essen. Der Hunger bringt Millionen Kinder in Lebensgefahr.

Eines dieser Kinder ist die 18 Monate alte Amina. Sie ist lebensbedrohlich mangelernährt und wird in einer Klinik behandelt. Wir von UNICEF unterstützen das Gesundheitssystem im Land und setzen zudem auf mobile Kliniken, die direkt zu den Kindern fahren – auch in die entlegensten Gebiete.

Afghanistan Nothilfe: Amina ist mangelernährt und wird über eine Sonde versorgt

Amina ist wegen ihrer Mangelernährung zu schwach, um selbst zu trinken. 

© UNICEF/UN0530483/Bidel
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Weil Amina zu schwach zum Trinken ist, bekommt sie therapeutische Spezialmilch über eine Sonde. Die Milch versorgt sie mit lebenswichtigen Nährstoffen und Kalorien. 

Aminas Mutter Jahan Bibi sagt: "Wir haben nichts zu essen zuhause. Wir verkaufen alles, was wir haben, um Lebensmittel kaufen zu können. Ich selbst esse kaum etwas und bin zu schwach, um Amina zu stillen." Einer Analyse des Welternährungsprogramms zufolge haben 95 Prozent der Haushalte in Afghanistan nicht genug zu essen. Viele Erwachsene verzichten auf Mahlzeiten, um die Lebensmittel ihren Kindern geben zu können.

"Afghanistan ist seit vielen Jahren einer der schlimmsten Orte der Welt, um ein Kind zu sein. In den letzten Wochen ist es noch schlimmer geworden."

Mit diesen Worten beschreibt Mustapha Ben Messaoud, Leiter der UNICEF-Nothilfe in Afghanistan, die Situation im Land. Mehrere Hundert Mädchen und Jungen wurden im vergangenen Jahr durch Kämpfe im Land getötet, weit über 1.000 verletzt. Zahlreiche Kinder sind traumatisiert, weil sie Zeuge schrecklicher Gräueltaten wurden. Auch die Gefahr durch Minen und Blindgänger ist hoch.

Sehr besorgt sind wir von UNICEF über die Einhaltung der Kinderrechte und den Zugang zu Bildung für alle Kinder. Schätzungsweise 4,2 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule, insbesondere in schwer zugänglichen Gegenden. 60 Prozent davon sind Mädchen.

Jedes zweite
Kind unter 5

wird in 2022 akut mangelernährt sein, wenn es nicht jetzt ausreichend Spezialnahrung erhält.

Über 4 Mio.
Kinder

gehen nicht zur Schule, davon sind die Mehrheit Mädchen.

Rund 13 Mio.
Kinder

brauchen humanitäre Hilfe, um zu überleben.

UNICEF bleibt in Afghanistan – für jedes Kind

UNICEF ist trotz einer unsicheren Sicherheitslage weiter in Afghanistan im Einsatz. Mit unseren Partnern leisten wir jetzt Nothilfe. Wir versorgen die Familien etwa mit sauberem Trinkwasser und mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung und leisten medizinische Hilfe in den Notlagern. Zudem machen wir unseren Einfluss für Kinderrechte geltend.

Durch unseren über 70-jährigen Einsatz in Afghanistan haben wir ein großes Netzwerk an Partnern aufgebaut. Darauf können wir jetzt zurückgreifen, damit die Hilfe weitergeht und auch ankommt. Als UN-Kinderhilfswerk sind wir politisch neutral und ergreifen ausschließlich Partei für Kinder. Spenden für Afghanistan fließen direkt in unsere Hilfsprojekte vor Ort oder an unsere Partner, mit denen wir uns gemeinsam für die Kinderrechte in Afghanistan einsetzen.

Diese Nothilfe-Maßnahmen leisten wir vor Ort:

So hilft UNICEF aktuell Kindern in Afghanistan

Die Familien bekommen regelmäßig Wasser von uns, vor allem in den Gebieten, die besonders von der Dürre betroffen sind. Auch die geflüchteten Menschen in den Notlagern erhalten von uns Trinkwasser.

Babys und Kleinkinder erhalten weiterhin lebenswichtige Impfungen von uns. Mit unseren mobilen Gesundheitsstationen erreichen wir viele Menschen in Afghanistan, um sie medizinisch zu versorgen.

Mangelernährte Kinder bekommen von uns Spezialnahrung, um wieder zu Kräften zu kommen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilen auch Hygieneartikel, zum Beispiel Seife oder Windeln.

Die Kinder werden von uns mit vielen unterschiedlichen Hilfsgütern versorgt. In den Wintermonaten gehören dazu auch warme Kleidung, Decken und wetterfeste Zelte.

Geflüchtete Mädchen und Jungen können zum Spielen eine unserer sicheren, kinderfreundlichen Zonen aufsuchen, die wir in vielen Notlagern zu ihrem Schutz eingerichtet haben.

Afghanistan: UNICEF-Sprecherin Sam Mort besucht Kinder in einem Krankenhaus
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Wir sind im Einsatz, damit Kinder und Familien zumindest eine grundlegende medizinische Versorgung bekommen. Dafür unterstützen wir Krankenhäuser und mobile Kliniken.

© UNICEF/UN0506222/Fazel
Afghanistan-Krise: Ein Mädchen wird auf Mangelernährung hin untersucht.
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Eine Gesundheitshelferin in Herat untersucht die zweijährige Fatima auf Mangelernährung hin. In dem Gesundheitszentrum werden Kinder auch geimpft.

© UNICEF/UN0511133/Bidel
Kinder sind die Opfer der Krise in Afghanistan: Blick in eine kinderfreundliche Zone in einem UNICEF-Zelt.
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Hier können sie endlich einmal für ein paar Minuten abschalten und einfach spielen: Aus der Region Kabul geflüchtete afghanische Kinder in einer von UNICEF eingerichteten kinderfreundlichen Zone in einem Flüchtlingscamp.

© UNICEF/UN0502896
Afghanistan: Ein UNICEF-Helfer am Flughafen in Kabul
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Wir bringen lebenswichtige Hilfsgüter ins Land, zum Beispiel Spezialnahrung für mangelernährte Kinder und Medikamente. Dafür nutzen wir verschiedene Wege, unter anderem die humanitäre Luftbrücke der EU.

© UNICEF/UN0531646/Fazel
Info

Länderinfo Afghanistan

Afghanistan ist ein Binnenstaat in Asien, der an Pakistan, China, Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan und den Iran grenzt. 

Es leben etwa 38,9 Millionen Menschen im Land. Die meisten von ihnen sprechen Dari oder Paschtu. Die Hauptstadt ist Kabul.