Zwei Kinder in einem Flüchtlingslager in Afghanistan.

Krise in Afghanistan – jetzt spenden

UNICEF bleibt in Afghanistan – für jedes Kind

Durch die Krise in Afghanistan hat sich die schon zuvor schwierige Lage für Kinder und Familien dramatisch verschärft. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. Zahlreiche Mädchen und Jungen wurden seit Anfang des Jahres durch Kämpfe im Land verletzt oder getötet.

In den Wochen nach der Machtübernahme durch die Taliban ist UNICEF trotz einer unsicheren Sicherheitslage weiter in Afghanistan im Einsatz. Mit unseren Partnern leisten wir jetzt Nothilfe. Wir versorgen die Familien etwa mit sauberem Trinkwasser und mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung. Außerdem leisten wir medizinische Hilfe in den Notlagern vor Ort.

Konflikt in Afghanistan: Ein Albtraum für Kinder

Krise in Afghanistan: Ein afghanischer Vater mit seiner Tochter in einem Notlager in Afghanistan.
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Dieser Vater ist mit seiner einjährigen Tochter geflohen. In einem Notlager haben sie Zuflucht gefunden. Die Sicherheitslage im Land ist unklar.

© UNICEF/UN0498792/UNICEF Afghanistan
Krise in Afghanistan: Tausende afghanische Kinder sind auf der Flucht.
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Tausende afghanische Familien haben ihre Heimat verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen.

© UNICEF/UN0502861/Kohsar/AFP
1 Million
Kinder unter 5

werden bis Jahresende 2021 schwer mangelernährt sein, wenn sie nicht jetzt ausreichend mit Spezialnahrung versorgt werden.

Über 4 Mio.
Kinder

gehen nicht zur Schule, davon sind die Mehrheit Mädchen.

Rund 10 Mio.
Kinder

brauchen humanitäre Hilfe, um zu überleben.

Mehr als 550.000
weitere Flüchtlinge

haben seit Jahresanfang 2021 ihre Heimat verlassen. Millionen waren schon vorher geflüchtet.

18 Millionen Menschen in Afghanistan sind derzeit auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter zehn Millionen Kinder. Hunger und Armut bedrohen das Leben der Mädchen und Jungen. Ohne schnelle Hilfe werden bis Ende des Jahres eine Million Kinder unter fünf Jahren lebensgefährlich mangelernährt sein.

"Afghanistan ist seit vielen Jahren einer der schlimmsten Orte der Welt, um ein Kind zu sein. In den letzten Wochen ist es noch schlimmer geworden."

Mit diesen Worten beschreibt Mustapha Ben Messaoud, Leiter der UNICEF-Nothilfe in Afghanistan, die Situation im Land. Bereits vor der Eskalation des langjährigen Konflikts litt die Bevölkerung unter mehreren Krisen: So hatte zuletzt eine schwere Dürre für Ernteausfälle gesorgt und den Hunger im Land verschärft. Auch die Corona-Pandemie und ihre Folgen setzen den Menschen weiter zu. Immer mehr Familien leben inzwischen in existenzieller Not.

Die nahenden Wintermonate sind eine weitere Bedrohung für die Kinder, denn in vielen Gegenden Afghanistans wird es gefährlich kalt. Für das Überleben der Kinder ist es entscheidend, dass wir uns schon jetzt auf den nächsten Winter vorbereiten und genug wärmende Kleidung, sichere Zelte und andere Hilfsgüter in die Region bringen.

So hilft UNICEF aktuell Kindern in Afghanistan

Die Familien bekommen regelmäßig Wasser von uns, vor allem in den Gebieten, die besonders von der Dürre betroffen sind. Auch die geflüchteten Menschen in den Notlagern erhalten von uns Trinkwasser.

Babys und Kleinkinder erhalten weiterhin lebenswichtige Impfungen von uns. Und mit unseren mobilen Gesundheitsstationen erreichen wir viele Menschen in Afghanistan, um sie medizinisch zu versorgen.

Mangelernährte Kinder bekommen von uns Spezialnahrung, um wieder zu Kräften zu kommen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilen auch Hygieneartikel, zum Beispiel Seife oder Windeln.

An verschiedenen Orten im Land stocken wir unsere Vorräte an Hilfsgütern weiter auf. Dazu gehören auch Hilfsgüter für den kommenden Winter, etwa warme Kleidung und wetterfeste Zelte.

Geflüchtete Mädchen und Jungen können zum Spielen eine unserer sicheren und kinderfreundlichen Zonen aufsuchen, die wir in einigen Notlagern zu ihrem Schutz eingerichtet haben.

Durch unseren langjährigen Einsatz in Afghanistan haben wir ein großes Netzwerk an Partnern aufgebaut. Darauf können wir jetzt zurückgreifen, damit die Hilfe weitergeht und auch ankommt.

Afghanistan-Krise: Ein Mädchen wird auf Mangelernährung hin untersucht.
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Eine Gesundheitshelferin in Herat untersucht die zweijährige Fatima auf Mangelernährung hin. In dem Gesundheitszentrum werden Kinder auch geimpft.

© UNICEF/UN0511133/Bidel
Kinder sind die Opfer der Krise in Afghanistan: Blick in eine kinderfreundliche Zone in einem UNICEF-Zelt.
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Hier können sie endlich einmal für ein paar Minuten abschalten und einfach spielen: Aus der Region Kabul geflüchtete afghanische Kinder in einer von UNICEF eingerichteten kinderfreundlichen Zone in einem Flüchtlingscamp.

© UNICEF/UN0502896

Wir müssen unsere Arbeit jetzt unbedingt fortführen. Dafür brauchen wir auch Ihre Unterstützung. Die Kinder benötigen unsere Hilfe dringender denn je.