Afghanistan: Ein Mädchen blickt in die Kamera

Krise in Afghanistan – jetzt spenden

Hunger und Kälte bedrohen Kinder

Wie ist es, jetzt in Afghanistan ein Kind zu sein? Die Situation der Mädchen und Jungen verschlechtert sich dramatisch, mit jedem Tag. Immer wieder aufflammende Gewalt, eine schwere Dürre sowie die Folgen der Corona-Pandemie bringen immer mehr Familien im Land in verzweifelte Not.

Eltern rutschen in die Armut ab und müssen furchtbare Entscheidungen treffen: Sollen sie das Geld für eine Fahrt mit einem kranken Kind ins Krankenhaus bezahlen oder Lebensmittel für alle Kinder der Familie kaufen? Eine Million Mädchen und Jungen unter fünf Jahren werden bis Ende des Jahres lebensbedrohlich mangelernährt sein und könnten sterben, wenn sie nicht schnell Hilfe bekommen. Hunderttausende Kinder auf der Flucht brauchen dringend Schutz, wenn jetzt im Winter die Temperaturen auf bis zu -25 °C fallen. 

Krise in Afghanistan: Ein afghanischer Vater mit seiner Tochter in einem Notlager in Afghanistan.

Dieser Vater ist mit seiner einjährigen Tochter geflohen. In einem Notlager haben sie Zuflucht gefunden. Doch die Zelte bieten im Winter kaum Schutz vor der Kälte.

© UNICEF/UN0498792/UNICEF Afghanistan

Die Kinder können nichts für die Krise in Afghanistan, zahlen aber den höchsten Preis. Wir dürfen sie jetzt nicht allein lassen. Helfen Sie ihnen mit Ihrer Spende für dringende Hilfsgüter:

Konflikt in Afghanistan: Ein Albtraum für Kinder

18 Millionen Menschen in Afghanistan sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter zehn Millionen Kinder. Nach der Machtübernahme der Taliban spitzt sich die schon zuvor schwierige Situation für die Kinder immer weiter zu. Die Wirtschaft liegt am Boden und die Dürre hat einen Großteil der Ernten zerstört. Im ganzen Land haben Menschen nicht genug zu essen. Der Hunger bringt Millionen Kinder in Lebensgefahr.

Eines dieser Kinder ist die 18 Monate alte Amina. Sie ist lebensbedrohlich mangelernährt und wird in einer Klinik behandelt. Wir von UNICEF unterstützen das Gesundheitssystem im Land und setzen zudem auf mobile Kliniken, die direkt zu den Kindern fahren – auch in die entlegensten Gebiete.

Afghanistan: Amina ist mangelernährt und wird über eine Sonde versorgt
© UNICEF/UN0530483/Bidel
Jeder Beitrag hilft

Helfen Sie den Kindern in Afghanistan mit Ihrer Spende.

Ich möchte helfen

Weil Amina zu schwach zum Trinken ist, bekommt sie therapeutische Spezialmilch über eine Sonde. Die Milch versorgt sie mit lebenswichtigen Nährstoffen und Kalorien. 

Aminas Mutter Jahan Bibi sagt: "Wir haben nichts zu essen zuhause. Wir verkaufen alles was wir haben, um Lebensmittel kaufen zu können. Ich selbst esse kaum etwas und bin zu schwach, um Amina zu stillen." Einer Analyse des Welternährungsprogramms zufolge haben 95 Prozent der Haushalte in Afghanistan nicht genug zu essen. Viele Erwachsene verzichten auf Mahlzeiten, um die Lebensmittel ihren Kindern geben zu können.

Spenden für Afghanistan

Unser Versprechen: Ihre Spende kommt bei den Kindern an

Als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen sind wir unabhängig und politisch neutral. Wir ergreifen in jedem Land der Welt ausschließlich Partei für Kinder – so auch in der aktuellen Afghanistankrise. Wenn Sie für unsere Nothilfe-Arbeit in Afghanistan spenden, dann fließt das Geld direkt in unsere Hilfsprojekte vor Ort oder an unsere Partner, mit denen wir uns gemeinsam für die Kinderrechte in Afghanistan einsetzen. UNICEF ist seit über 70 Jahren ununterbrochen in Afghanistan für Kinder aktiv.

"Afghanistan ist seit vielen Jahren einer der schlimmsten Orte der Welt, um ein Kind zu sein. In den letzten Wochen ist es noch schlimmer geworden."

Mit diesen Worten beschreibt Mustapha Ben Messaoud, Leiter der UNICEF-Nothilfe in Afghanistan, die Situation im Land. Über 550 Mädchen und Jungen wurden seit Anfang des Jahres durch Kämpfe im Land getötet, über 1.400 verletzt. Zahlreiche Kinder sind traumatisiert, weil sie Zeuge schrecklicher Gräueltaten wurden. Auch die Gefahr durch Minen und Blindgänger ist hoch.

Sehr besorgt sind wir von UNICEF über die Einhaltung der Kinderrechte und den Zugang zu Bildung für alle Kinder. Schätzungsweise 4,2 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule, insbesondere in schwer zugänglichen Gegenden. 60 Prozent davon sind Mädchen.

1 Million
Kinder unter 5

werden bis Jahresende 2021 schwer mangelernährt sein, wenn sie nicht jetzt ausreichend mit Spezialnahrung versorgt werden.

Über 4 Mio.
Kinder

gehen nicht zur Schule, davon sind die Mehrheit Mädchen.

Rund 10 Mio.
Kinder

brauchen humanitäre Hilfe, um zu überleben.

Mehr als 550.000
weitere Flüchtlinge

haben seit Jahresanfang 2021 ihre Heimat verlassen. Millionen waren schon vorher geflüchtet.

UNICEF bleibt in Afghanistan – für jedes Kind

UNICEF ist trotz einer unsicheren Sicherheitslage weiter in Afghanistan im Einsatz. Mit unseren Partnern leisten wir jetzt Nothilfe. Wir versorgen die Familien etwa mit sauberem Trinkwasser und mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung und leisten medizinische Hilfe in den Notlagern. Zudem machen wir unseren Einfluss für Kinderrechte geltend.

Durch unseren langjährigen Einsatz in Afghanistan haben wir ein großes Netzwerk an Partnern aufgebaut. Darauf können wir jetzt zurückgreifen, damit die Hilfe weitergeht und auch ankommt. Diese Nothilfe-Maßnahmen leisten wir vor Ort:

So hilft UNICEF aktuell Kindern in Afghanistan

Die Familien bekommen regelmäßig Wasser von uns, vor allem in den Gebieten, die besonders von der Dürre betroffen sind. Auch die geflüchteten Menschen in den Notlagern erhalten von uns Trinkwasser.

Babys und Kleinkinder erhalten weiterhin lebenswichtige Impfungen von uns. Und mit unseren mobilen Gesundheitsstationen erreichen wir viele Menschen in Afghanistan, um sie medizinisch zu versorgen.

Mangelernährte Kinder bekommen von uns Spezialnahrung, um wieder zu Kräften zu kommen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilen auch Hygieneartikel, zum Beispiel Seife oder Windeln.

An verschiedenen Orten im Land stocken wir unsere Vorräte an Hilfsgütern weiter auf. Dazu gehören auch Hilfsgüter für den Winter, etwa warme Kleidung und wetterfeste Zelte.

Geflüchtete Mädchen und Jungen können zum Spielen eine unserer sicheren und kinderfreundlichen Zonen aufsuchen, die wir in einigen Notlagern zu ihrem Schutz eingerichtet haben.

Afghanistan-Krise: Ein Mädchen wird auf Mangelernährung hin untersucht.
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Eine Gesundheitshelferin in Herat untersucht die zweijährige Fatima auf Mangelernährung hin. In dem Gesundheitszentrum werden Kinder auch geimpft.

© UNICEF/UN0511133/Bidel
Afghanistan: UNICEF-Sprecherin Sam Mort besucht Kinder in einem Krankenhaus
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Wir sind im Einsatz, damit Kinder und Familien zumindest eine grundlegende medizinische Versorgung bekommen. Dafür unterstützen wir Krankenhäuser und mobile Kliniken.

© UNICEF/UN0506222/Fazel
Kinder sind die Opfer der Krise in Afghanistan: Blick in eine kinderfreundliche Zone in einem UNICEF-Zelt.
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Hier können sie endlich einmal für ein paar Minuten abschalten und einfach spielen: Aus der Region Kabul geflüchtete afghanische Kinder in einer von UNICEF eingerichteten kinderfreundlichen Zone in einem Flüchtlingscamp.

© UNICEF/UN0502896
Afghanistan: Ein UNICEF-Helfer am Flughafen in Kabul
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Wir bringen lebenswichtige Hilfsgüter ins Land, zum Beispiel Spezialnahrung für mangelernährte Kinder und Medikamente. Dafür nutzen wir verschiedene Wege, unter anderem die humanitäre Luftbrücke der EU.

© UNICEF/UN0531646/Fazel

>> Wenn Sie mehr sehen möchten, wie wir von UNICEF jetzt ganz konkret in Afghanistan den Kindern helfen, gelangen Sie hier zu unserer Foto-Reportage von vor Ort.

Info

Länderinfo Afghanistan

Afghanistan ist ein Binnenstaat in Asien, der an Pakistan, China, Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan und den Iran grenzt. 

Es leben etwa 38,9 Millionen Menschen im Land. Die meisten von ihnen sprechen Dari und / oder Paschtu. Die Hauptstadt ist Kabul.