Nach dem Erdbeben und Tsunami waren unzählige Schulen und Gebäude kaputt.

Nach dem Tsunami in Indonesien

Nachhaltige Hilfe mit erdbebensicheren Schulen

Das Erdbeben auf der Insel Sulawesi hatte ihre Schule stark beschädigt. Aber jetzt freuen sich Biyan und Sisil (Foto oben, beide 12), dass wieder alles funktioniert – auch die sanitären Anlagen. Im September 2018 war es auf der indonesischen Insel Sulawesi zu einem schweren Erdbeben gekommen, das einen Tsunami auslöste. Die doppelte Naturkatastrophe tötete fast 5.000 Menschen und verletzte Tausende schwer. Zehntausende Häuser wurden durch die Flutwelle zerstört.

Nach dem Tsunami auf Indonesien steht der zweijährige Muhamad vor den Ruinen seines Hauses.

Muhamad Nafi war zwei Jahre alt, als der Tsunami auf Sulawesi sein Leben schlagartig veränderte.

© UNICEF/UN0245434/Wilander

Nach der verheerenden Naturkatastrophe haben wir viel für die Kinder auf Sulawesi erreicht: Unsere Helferinnen und Helfer haben Nothilfe geleistet, zahlreiche Schulen repariert und neue Toilettengebäude für die Kinder eingerichtet. Unsere Arbeit in Indonesien läuft aber auch jetzt noch weiter, denn viele Kinder auf Sulawesi brauchen langfristig Hilfe. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Arbeit in Indonesien.

Unsere Nothilfe nach der Katastrophe

Als weltweit tätige Hilfsorganisation waren wir unmittelbar nach dem Erdbeben und dem Tsunami mit lebensrettender Hilfe für die Kinder auf Sulawesi da. UNICEF ist schon seit Jahrzehnten in Indonesien mit einem eigenen Länderbüro und mehreren regionalen Büros vor Ort. So konnte unsere Nothilfe-Arbeit in dem größten Inselstaat der Welt direkt nach der Katastrophe starten. Wir brachten unsere Hilfslieferungen schnell dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wurden. Weit über eine Million Kinder und Familienmitglieder haben wir nach dem Unglück erreicht.

Was wir unmittelbar nach der Katastrophe getan haben? Wir haben ...

  • die Mädchen und Jungen mit Essen und Notunterkünften versorgt
  • sie gegen Krankheiten wie die Masern und Röteln geimpft
  • Familien wieder zusammengeführt
  • ihnen Medikamente und sauberes Trinkwasser geliefert
  • einfache Toiletten-Anlagen aufgebaut
  • die Kinder psychosozial bei der Verarbeitung ihrer Traumata begleitet.

Bildung und nachhaltiger Wiederaufbau

Die erste akute Nothilfe-Phase in Indonesien liegt längst hinter uns. Doch noch immer ist in Indonesien viel für uns zu tun. Einer unserer Schwerpunkte ist der Bau dauerhaft erdbebensicherer Schulen, Wohnungen und Krankenhäuser.

UNICEF baut Schulen in Indonesien

Noch mehr Schulen auf Sulawesi sollen erdbebensicher und stabil gebaut werden – so wie diese hier.

© UNICEF/UNI206459/Wilander

Beschädigte Schulen oder andere öffentliche Gebäude (zum Beispiel Krankenhäuser) setzen wir mit der Hilfe von Spendengeldern aus Deutschland wieder instand – und zwar so, dass sie sicher und langfristig genutzt werden können.

Wir bilden außerdem Lehrerinnen und Lehrer in Indonesien aus, und auch passendes Lernmaterial stellen wir zur Verfügung. Denn alle Kinder in Indonesien sollen zur Schule gehen können und eine gute Bildung bekommen. Sie müssen auch gesundheitlich versorgt werden können. Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir die Regierung deshalb unter anderem dabei, ein stabiles städtisches Wassersystem aufzubauen.

Fotostrecke: UNICEF-Hilfe auf Sulawesi

Tsunami in Indonesien: Eine UNICEF-Helferin spricht mit Kindern
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Unsere Nothilfe-Mitarbeiter*innen waren unmittelbar nach dem Tsunami für die Kinder auf Sulawesi da – so wie diese Gesundheitshelferin. Sie gab den Kindern Tipps, was sie tun müssen, um gesund zu bleiben.

© UNICEF/UN0268096/Wilander
Haikal ist eines der vielen Kinder, die nach der Katastrophe in einem provisorischen Zelt lebten.
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Haikal ist eines der vielen Kinder, die durch den Tsunami ihr Zuhause verloren hatten. Übergangsweise lebte er in einem Zelt in einer großen Notunterkunft, die von UNICEF unterstützt wurde.

© UNICEF/UN0241655/Wilander
Tsunami in Indonesien: Eine Helfern zeigt Kindern ein Puppenspiel
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Über eine Handpuppe spricht eine Helferin in einem Kinderzentrum auf Sulawesi mit den Kindern. Das Spiel ist Teil einer Trauma-Therapie für Kinder nach dem Tsunami.

© UNICEF/UN0245438/Wilander
Diah ist traumatisiert und bekommt Hilfe durch eine UNICEF-Sozialarbeiterin.
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Diah (7) ist eins dieser traumatisierten Kinder: Ihre Cousine Rahmah ist im Tsunami umgekommen. In einem Zelt speziell für Kinder wie Diah spielt, singt und malt eine UNICEF-Mitarbeiterin mit ihr.

© UNICEF/UN0248637/Veska
Manche Kinder haben durch den Tsunami ihre Eltern verloren.
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In dem Chaos nach dem Tsunami sind einige Kinder von ihren Eltern getrennt worden. UNICEF kümmerte sich um sie und sorgte dafür, dass sie wieder mit ihren Familien zusammengeführt wurden.

© UNICEF/UN0240338/Wilander
Tsunami in Indonesien: Aril übt Schreiben in einer Notschule
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Die Schule des 11-jährigen Aril wurde durch den Tsunami zerstört. UNICEF kümmert sich darum, kaputte Schulen wieder aufzubauen. In der Zwischenzeit besucht Aril eine provisorische UNICEF-Notschule.

© UNICEF/UN0250141/Veska
UNICEF liefert Schulzelte und Lernmaterialien nach Indonesien.
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Nach dem Tsunami kamen in großen UNICEF-Kisten die Hilfsgüter im Krisengebiet auf Sulawesi an. UNICEF lieferte zum Beispiel Medikamente, Nahrung und auch Zelte, in denen Schulunterricht stattfinden kann.

© UNICEF/UN0248667/Watson

Hintergrund: Naturkatastrophen 2018 in Indonesien

Der durch ein starkes Erdbeben ausgelöste Tsunami 2018 hatte auf Sulawesi viele Schulen beschädigt oder zerstört. Hunderttausende Kinder konnten danach nicht mehr zur Schule gehen. Viele hatten nicht genug zu essen und konnten auch medizinisch nicht mehr versorgt werden. Manche Mädchen und Jungen waren durch das Chaos und die Zerstörung von ihren Familien getrennt worden.

Viele Straßen auf Sulawesi sind zerstört und nicht mehr passierbar.
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Die Folgen des Erdbebens auf Sulawesi waren katastrophal und überall sichtbar. Die Kinder Indonesiens brauchten schnelle Nothilfe.

© UNICEF/UN0239948/Tirto.id/@Arimacswilander
Zerstörte Häuser auf Sulawesi: Tausende Menschen sind durch das Erdbeben wohnungslos geworden.
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Die Zerstörung auf der Insel war gewaltig. Unzählige Häuser waren komplett zerstört, Tausende Menschen waren von einem Tag auf den anderen obdachlos.

© UNICEF/UN0240794/Wilander
Palu auf Sulawesi: Unzählige Gebäude sind zerstört.
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Die Küstenstadt Palu an der Westküste hatte es am härtesten getroffen. Manche Straßen waren kaum wiederzuerkennen und lagen völlig in Trümmern.

© UNICEF/UN0240797/Wilander
Indonesien Tsunami: Zwei Jungen vor Notunterkünften
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"Ich kann nicht mehr zur Schule gehen. Sie wurde durch den Tsunami zu stark beschädigt", erzählte Aril (auf dem Bild mit seinem kleinen Bruder) direkt nach dem Tsunami.

© UNICEF/UN0250149/Veska
Tsunami in Indonesien: Frau mit Baby in Notunterkunft
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Auch die 28-jährige Lusiana hatte alles verloren. Mit ihrem vier Monate alten Baby kam sie in einer Notunterkunft unter.

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Ein Mann inmitten von Trümmern, die der Tsunami hinterlassen hat.
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An manchen Stellen erinnert das Ausmaß der Zerstörung an den Mega-Tsunami von 2004.

© UNICEF/UN0239949/Tirto.id/@Arimacswilander

Kurz vor Weihnachten 2018 traf eine weitere heftige Flutwelle Teile von Indonesien – diesmal zwischen den Inseln Java und Sumatra. Erneut gab es Tote und Verletzte. Erdbeben und Tsunamis richten in Indonesien immer wieder große Schäden an.

INFO

Länderinfo Indonesien

  • Staat in Asien mit ca. 255 Millionen Einwohnern.
  • Viertbevölkerungsreichster Staat weltweit.
  • Weltgrößter Inselstaat: Indonesien besteht aus 17.508 Inseln.
  • Sulawesi: Eine der indonesischen Inseln mit einer Fläche von ca. 189.000 Quadrat-Kilometern.
  • Wiederholt kommt es in Indonesien zu Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen, die mit der geologischen Lage Indonesiens zu tun haben. Der tragische Tiefpunkt war der Tsunami im Jahr 2004, bei dem allein in Indonesien 160.000 Menschen ums Leben kamen.
Spenden für Indonesien: Für Bildung und medizinische Versorgung.

Mit Ihrer Hilfe haben wir schon viel für die Kinder in Indonesien erreicht.

© UNICEF/UNI206455/Wilander