SYRIEN: BABYS UND KINDER VOR KÄLTE SCHÜTZEN
Dienstag, 27. Januar 2015, 15:05 Uhr
von Ninja Charbonneau | 6 Kommentare

Drillinge! Für Vater Saleh beginnt das Jahr 2015 mit großer Freude und großem Schmerz.

Am Neujahrstag werden seine drei Söhne Khaled, Riad und Ahmad geboren. Doch die Mutter, Salehs geliebte Frau Amal, stirbt bei der Geburt.

Syrien: Babys als Flüchtlinge geboren

© UNICEF/Lebanon-2015/Romenzi

Die winzigen Drillinge sind gesund und können wenige Tage später nach Hause – „zu Hause“ heißt für die Babys, die als syrische Flüchtlinge geboren wurden, ein Zelt in einer eingeschneiten informellen Siedlung in Libanon.

Wintereinbruch im Nahen Osten

Anfang Januar hat ein Kälteeinbruch die schwierige Situation der Flüchtlinge im Nahen Osten verschärft. Mindestens sechs Kinder sind in Syrien und Libanon erfroren. Zahlreiche syrische und irakische Kinder, die ihre Heimat verlassen mussten, sind in ihren Zelten und Notunterkünften kaum vor der Kälte geschützt. UNICEF-Mitarbeiter begegnen immer wieder Kindern, die mit nackten Füßen oder Plastiksandalen durch Schnee und Matsch laufen. Viele müssen wegen Bronchitis oder Lungenentzündung behandelt werden.

Syrien: Winter ohne Schuhe

© UNICEF/NYHQ2015-0043/Yurtseve

Hilfe für mehr als 900.000 Kinder

UNICEF tut alles dafür, um möglichst viele Kinder im Winter zu schützen – so wie die Drillingsbabys Khaled, Riad und Ahmad. Sie leben zusammen mit ihrem Vater bei einer Verwandten, die bei der Versorgung der Babys hilft. UNICEF und die Partner-NGO Beyond Association sorgen dafür, dass ein kleiner Heizofen und viele kuschelige Decken die Brüderchen warm halten und genügend Milchpulver da ist. Ein Arzt sieht täglich nach den Babys, die leicht untergewichtig sind.

Insgesamt hat UNICEF in den vergangenen Wochen 900.000 Babys und Kinder in Syrien, Libanon, Jordanien, Irak und der Türkei mit Winterkleidung, Schuhen und Decken versorgt und ihre Unterkünfte und Notschulen mit Planen und Öfen winterfest gemacht.

Der Winter ist noch nicht überstanden! Bitte helfen Sie mit, die syrischen Kinder vor der Kälte zu schützen. Jeder Euro hilft und wird dringend gebraucht. Vielen Dank!

KOMMENTARE

  • anonym
    18. März 2015 16:01 Uhr

    Hallo Metaph,

    danke für Ihr Engagement für die drei Babys!

    Leider kann UNICEF keine Sachspenden entgegennehmen und weiterleiten - auch nicht im Ausland. Die für die internationalen Projekte benötigten Hilfsgüter beschafft UNICEF möglichst direkt vor Ort und die Hilfspakete sind standardisiert und auf die individuelle Situation und Logistik maßgeschneidert. Das hält die Kosten für Transport und Logistik gering und macht Hilfe schnell und effizient möglich.

    Wir danken Ihnen jedoch von Herzen für Ihre Bereitschaft zu helfen. Es ist sehr wichtig, dass es engagierte Menschen wie Sie gibt.

    Viele Grüße aus Köln

    Vera Mäusbacher
    Programmarbeit International UNICEF Deutschland

  • anonym
    12. März 2015 16:30 Uhr

    Ich werde in den nächsten Wochen in die Grenze Syrien fliegen in der Türkei. Jedoch möchte ich gerne für die Drillinge Baby Kleidungen mitbringen. Könnte ich mit einen Unicef Mitarbeiter vor Ort in der Türkei die Sachen abgeben? Ist dass möglich?

    Liebe Grüße

    Mehtap

  • anonym
    03. Februar 2015 16:12 Uhr

    Liebe Frau Schneider,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Das Leben der Drillinge beginnt mit einer Tragödie, die zu Herzen geht - dem Tod ihrer Mutter. Aber eine Familie, einen Vater, der sie liebt, und andere Angehörige, die sich kümmern, haben sie. Für UNICEF steht jetzt im Vordergrund, der Familie zu helfen, damit sie sich um die Drei kümmern können.

    Wiebke Eckau
    Infoservice UNICEF Deutschland

  • anonym
    03. Februar 2015 16:09 Uhr

    Liebe Frau Jäkel,

    vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement!
    Wir freuen uns sehr, dass Sie UNICEF unterstützen möchten.

    Leider kann UNICEF Deutschland keine Sachspenden abholen und weiterleiten. Die für die internationalen Projekte benötigten Hilfsgüter beschafft UNICEF möglichst in den Ländern selbst. Das hält die Kosten für Transport und Logistik gering und fördert die einheimischen Strukturen. Die Waren, die nicht vor Ort beschafft werden können, werden über ein zentrales UNICEF-Warenlager in Kopenhagen versandt.

    Nach unserer Erfahrung sind Frauenhäuser häufig dankbare Abnehmer von Kinderkleidung und Spielzeug. Unter http://www.frauenhaus-hannover.org/home.html finden Sie Kontaktdaten, um nachzufragen, ob auch eine Abholung möglich ist. Sie könnten aber auch über den Flüchtlingsrat Niedersachsen Kontakt mit Organisationen aufnehmen, die sich in Hannover um Flüchtlinge kümmern http://www.nds-fluerat.org/der-fluechtlingsrat-stellt-sich-vor/vorstand-und-mitarbeiter/.

    Wiebke Eckau
    Infoservice UNICEF Deutschland

  • anonym
    29. Januar 2015 12:06 Uhr

    Hallo liebes UNICEF Team,

    gerade habe ich die schlimme Nachricht gelesen, über die Drillinge. Ihre finde die Spendenaufrufe ehrenwert. Aber ist es nicht besser, für solche kleine Kinder geeignete Familien zu finden, wo sie sicher und geborgen sind? Viele Grüße

    Susann Schneider

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