"WIR WOLLEN UNSERE KINDHEIT ZURÜCK!"

15. März 2017 von Tim Rohde 12 Kommentare

"Wir werden stärker sein und wachsen… unsere Herzen kehren zurück ins Leben", singt das zehnjährige, blind geborene Mädchen Ansam aus Syrien.

Im "Song für Syrien" gibt sie ihr Statement für Frieden – gemeinsam mit anderen Flüchtlingskindern.

Rund drei Millionen Kinder haben durch den mittlerweile sechs Jahre dauernden Syrienkrieg ihr Zuhause verloren. Ansam ist eines von ihnen. Im Musikvideo zum "Song für Syrien" erheben sie ihre Stimme.

Singen gegen den Schrecken

Ansam ist blind geboren. Mit ihrer Familie musste sie aus ihrem Heimatort in der Nähe von Damaskus fliehen. In einem von UNICEF unterstützten Programm für psychosoziale Hilfe lernte sie das Saiteninstrument Oud und Gitarre spielen.

Musikvideo Syrien: Ansam vor Trümmern der Stadt Aleppo

© UNICEF

Ansams Lieder werden in vielen Kinderzentren, die UNICEF in Syrien eingerichtet hat, gespielt. Sie machen den Kindern Mut und helfen ihnen, ihre schrecklichen Erfahrungen zu überwinden.

Den Text für das Musikvideo haben die Kinder gemeinsam geschrieben. Sie alle haben in einem UNICEF-Programm psychosoziale Hilfe erhalten, um die Schrecken des Krieges besser verarbeiten zu können. Und wie ginge das besser als in einem Lied?

In Syrien helfen: Spenden für Kinder in Not

Helfen Sie Kindern aus Syrien wie Ansam - UNICEF ist für die Mädchen und Jungen vor Ort. Wir helfen mit Medikamenten, Bildungs- und Betreuungsangeboten sowie Nahrung und Wasser. Machen Sie mit!

Musikvideo: Ein buntes Statement gegen den Krieg

Das Video zum Song haben unsere UNICEF-Kollegen im Nahen Osten produziert. Inmitten einer tristen Trümmerlandschaft am Rande von Damaskus steht Ansam und singt, umringt vom Kinderchor. Bunte Blumen und knallige Farben verwandeln den Kriegsschauplatz in einen Ort der Kinder. Der Spaß beim Videodreh ist unverkennbar. 

Hier das "Making of":

Die Musik zum "Song für Syrien" stammt vom international bekannten Komponisten und Pianisten Zade Dirani. Der UNICEF-Botschafter für den Nahen Osten und Nordafrika hat UNICEF das "Lied für Syrien" geschenkt. 

Zade Dirani hat erfolgreiche Alben veröffentlichte, vor Tausenden Menschen weltweit gespielt – unter anderem vor dem Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, dem Dalai Lama, Königin Elisabeth und Königin Rania von Jordanien. 

APPELL FÜR SYRIENS KINDER

Im Krieg und auf der Flucht gibt es keine Kindheit mehr. Gewalt und Verzweiflung bestimmen den Alltag. Schule ist nicht mehr möglich - und damit keine Zukunft.

Unterzeichnen Sie jetzt den UNICEF-Appell – damit jedes Kind in Krisengebieten Schutz und Bildung erhält. Danke!

KOMMENTARE

  • anonym
    02. April 2017 17:13 Uhr

    Ein wunderschönes Lied, das mich sehr berührt. Oft habe ich es in den vergangenenTagen gehört /gesehen, und ich gratuliere allen, die an der Produktion beteiligt waren.

  • anonym
    31. März 2017 15:52 Uhr

    Liebe Frau Thwaite,
    lieber Herr Lutter
    wir freuen uns, dass Sie so begeistert sind von dem Song und versuchen, mehr Details zu erhalten. Bitte haben Sie noch Geduld. Wir werden Sie dann per E-Mail kontaktieren.
    Viele Grüße
    Beatrix S. Hell
    UNICEF Spenderkommunikation

  • anonym
    31. März 2017 02:50 Uhr

    Ein fantastisches Video, ein toller Song! Wir haben das Video den Kinderen unseres Kinderchores KIMUNDI http://www.meinchor.de/kimundi/index.htm gezeigt, sie waren so ergriffen. Sie möchten unbedingt dieses Lied singen! Sie möchten, dass es bekannt wird und in unsere Welt getragen wird!!!
    Wo kann man die Noten erwerben? Unsere Kinder möchten es in allen kommenden Konzerten singen. Herzliche Grüße

  • anonym
    30. März 2017 18:30 Uhr

    Kinder sollten keine Angst haben vor Terror und Krieg...es bricht mir das Herz, wenn Kinder leiden müssen. Ich kann es nicht verstehen, dass die Mächtigen dieser Erde all das zulassen, ohne an die Menschen zu denken, die nichts dafür können, außer, dass sie zufällig da geboren worden und leben.

  • anonym
    29. März 2017 12:05 Uhr

    Für die Kinder in Syrien und mit ihnen ein Lied zu produzieren, ist ein absolut gutes Projekt. Ich finde allerdings sehr schade, dass es außer der Sprache kein Element syrischer Musikkultur enthält. Das blinde Mädchen, schreiben Sie, lernte im Flüchtlingslager Oud spielen, ein wundervolles Musikinstrument, auch die Harmonien syrischer Musik sind wunderbar, aber leider ist kein Ton davon in diesem Lied zu hören.
    Es ist ein schönes, rührendes Lied, aber ein Mainstreampopsong, sicher um schneller und weiter bekannt zu werden und so den Blick auf die zerstörten Leben der Kinder zu lenken. Dies nachzuempfinden gelingt aber nur, wenn man im Video auf die Ruinen, die zerstörte Welt und Umwelt der Kinder schaut und den krassen Gegensatz zu der für diese Aktion mobilisierten
    Lebendigkeit und Freude dieser – hier mitspielenden gesunden und unversehrten und gut gekleideten - Kinder wahrnimmt.
    Ich bin nicht sicher, ob das den Blick wirklich auf das Leid der Kinder lenkt und den damit verbundenen Appell an uns alle, Andersartigkeit zu schätzen, zu respektieren und sogar lieben zu lernen, oder ob es eher die Situation verharmlost. Auch das kann aber zum Weinen bringen.
    Um es mit Berthold Brecht zu sagen: im Gedicht an die Nachgeborenen:
    Ist, frei nach Bert Brecht das arglose Wort (Lied) töricht?
    Was sind das für Zeiten, wo
    Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
    Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!

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