Pressemitteilung

„Kinder in Afghanistan brauchen weiter dringend Hilfe“

UNICEF Deutschland zur internationalen Geberkonferenz am 31. März

Köln/ Berlin

 Anlässlich der heute virtuell stattfindenden Geberkonferenz für Afghanistan ruft UNICEF Deutschland die internationale Gemeinschaft dazu auf, ihre Hilfe für die Kinder im Land fortzusetzen und auszuweiten.

Afghanistan: Ein 8-Monate alter Junge wird auf Mangelernährung untersucht.

Der kleine Ibrahim (8 Monate) wird in einer von UNICEF unterstützten Gesundheitseinrichtung auf Mangelernährung untersucht.

© UNICEF/UN0594769/Karimi

In den vergangenen Monaten hat sich die humanitäre Lage der Kinder weiter dramatisch verschärft. Rund 13 Millionen Kinder benötigen dringend humanitäre Hilfe. Jedes zweite Kind leidet an akuter Mangelernährung: mehr als eine Million Mädchen und Jungen sind so schwer mangelernährt, dass ihr Leben in Gefahr ist. Immer mehr Kinder erkranken an Masern Millionen Kinder, insbesondere Mädchen, laufen Gefahr, langfristig nicht zur Schule gehen zu können. Fast die gesamte Bevölkerung lebt in Armut.

„Wir stehen an einem kritischen Punkt für Kinder in Afghanistan,“ sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Wir dürfen sie jetzt nicht allein lassen, sondern müssen alles dafür tun, um Leben zu retten und ihnen eine Perspektive für die Zukunft zu geben. Die lebenswichtige Grundversorgung der Mädchen und Jungen muss dringend aufrechterhalten werden. “ 

Die anhaltende Wirtschaftskrise, Armut, Hunger, die Covid-19 Pandemie und eine schwere Dürre wirken sich auf alle Lebensbereiche der Kinder aus. Dadurch steigt das Risiko, dass immer mehr Kinder arbeiten müssen oder verheiratet werden. 

UNICEF benötigt in diesem Jahr zwei Milliarden US-Dollar, um die dringendste humanitäre Hilfe in Afghanistan zu leisten. Allein im vergangenen Monat hat UNICEF unter anderem 31.000 schwer mangelernährte Kinder behandelt, rund 67.000 Kinder mit Masernimpfungen erreicht, für sauberes Trinkwasser gesorgt und die grundlegende Gesundheitsversorgung unterstützt. UNICEF sorgt dafür, dass Kinder in Gemeindeschulen lernen können, verteilt Lehr- und Schulmaterial und unterstützt die Ausbildung des Lehrpersonals, insbesondere von Lehrerinnen.

Die Bundesregierung, die unter anderem die internationale Geberkonferenz mit ausrichtet, gehört zu den wichtigsten Unterstützern der UNICEF-Hilfe in Afghanistan.


UNICEF ruft dringend zu weiteren Spenden für die Kinder in Afghanistan auf:

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Christine Kahmann (UNICEF/Sebastian Bänsch)

Christine KahmannPressesprecherin - Aktuelle Themen, Nothilfe

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