Demokratische Republik Kongo Nothilfe: Eine in einem Flüchtlingscamp angekommene Familie in der Provinz Nord-Kivu

Demokratische Republik Kongo: Kinder in Gefahr

Kinder leiden unter Gewalt, Hunger und Fluchterfahrungen

Die andauernden schweren Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben verheerende Auswirkungen auf Kinder. Aus den Provinzen Nord- und Süd-Kivu erreichen uns seit Monaten erschütternde Berichte. Die Zahl schwerer Kinderrechtsverletzungen ist stark angestiegen – darunter systematische Vergewaltigungen und andere Fälle sexualisierter Gewalt.

In den ersten neun Monaten in 2025 wurden über 35.000 Fälle sexualisierter Gewalt gegen Kinder in der Demokratischen Republik Kongo registriert. (Stand: Dezember 2025)

Spenden für Kinder im Kongo

Die Kinder brauchen uns jetzt. Bitte helfen Sie mit einer Spende!

Millionen Menschen sind aufgrund des Konflikts auf der Flucht. Allein im Dezember 2025 wurden mehr als 100.000 Kinder in Süd-Kivu erneut vertrieben. Sie sind hungrig, durstig und erschöpft. Inmitten des Chaos werden Kinder von ihren Familien getrennt. Unbegleitete Kinder brauchen unseren besonderen Schutz. Sie sind in großer Gefahr, von bewaffneten Gruppen zum Kämpfen gezwungen zu werden.

Mehr als 11,5 Millionen Kinder in der Demokratischen Republik Kongo sind auf humanitäre Hilfe angewiesen (Stand: Dezember 2025). Unsere UNICEF-Teams arbeiten mit Hochdruck daran, die Kinder zu schützen und zu versorgen.

Demokratische Republik Kongo Nothilfe: Eine Mutter kümmert sich mit einem UNICEF-Helfer um ihr verletztes Baby

Bei Kämpfen Anfang des Jahres traf eine Kugel den Brutkasten einer Gesundheitsstation in Nord-Kivu, in dem dieses Neugeborene lag, und verletzte es am Ohr. 

© UNICEF/UNI729445/Benekire

In den überfüllten Flüchtlingslagern herrschen schlechte hygienische Bedingungen. Das Risiko von Krankheitsausbrüchen wächst. Krankenhäuser haben keine freien Betten mehr, und die Kinder leiden unter Hunger und Wassermangel. Die gefährliche Durchfallerkrankung Cholera breitet sich aus. Das Mpox-Virus und die Masern bedrohen die Kinder zusätzlich.

Unsere UNICEF-Kolleg*innen sind vor Ort für Kinder im Einsatz und erreichen sie mit Trinkwasser, therapeutischer Nahrung und medizinischen Hilfsgütern. Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfearbeit im Kongo mit einer Spende!

So hilft Ihre Spende in der Demokratischen Republik Kongo

UNICEF-Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo

UNICEF-Helfer*innen sind seit vielen Jahren für die Kinder im Kongo aktiv. Sie setzen alles daran, den Kindern eine gesunde und sichere Zukunft zu ermöglichen, und konnten schon vielen Kindern helfen.

  • Wir behandeln Hunderttausende mangelernährte Kinder im Kongo mit therapeutischer Nahrung gegen den Hunger, zum Beispiel mit Erdnusspaste und mit Spezialmilch. Werdende Mütter klären wir auf, dass Stillen die beste Ernährung für die ersten Lebensmonate ihrer Babys ist.

  • Wir nehmen unbegleitete Kinder im Kongo in Obhut und führen sie wieder mit ihren Familien zusammen. Unsere Ansprechpartner*innen in kinderfreundlichen Zentren sind für traumatisierte Kinder da, um über ihre Nöte und Sorgen zu sprechen. 

  • UNICEF kümmert sich um die Wasserversorgung für Hunderttausende Menschen im Kongo – damit die Familien Wasser haben zum Kochen, Waschen und um sich vor Krankheiten zu schützen.

  • Wir führen große Impfaktionen durch, um die Kinder im Kongo vor gefährlichen Krankheiten zu schützen. Millionen Kinder wurden beispielsweise gegen die gefährlichen Masern geimpft. Damit sie wirksam geschützt sind, brauchen sie zwei Impfungen. Zuletzt haben wir auch damit begonnen, Impfkampagnen gegen Mpox zu unterstützen.

Hintergrundinfos: Die Situation der Kinder in der Demokratischen Republik Kongo

Wir von UNICEF sind im Kongo im Einsatz. Helfen Sie mit Ihrer Spende, die Kinder vor Gewalt, Hunger und Krankheiten zu schützen. Jeder Beitrag zählt. Vielen Dank!

Helfen Sie den Kindern regelmäßig!

Kinder brauchen verlässliche und nachhaltige Hilfe. UNICEF ist dafür weltweit im Einsatz

Ihre regelmäßige Spende ermöglicht es uns zum Beispiel, akut mangelernährte Kinder schnell zu versorgen und Kinder vor Hunger zu schützen. Vielen Dank!

Sie bleiben flexibel: Sie können Ihr Engagement jederzeit anpassen oder beenden.

Spendenbetrag
Info
Demokratische Republik Kongo

Der Kongo hat rund 98 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Das Land ist flächenmäßig mit 2.344.858 km² extrem groß (mehr als sechsmal so groß wie Deutschland). Es ist ein sehr geburtenstarkes Land: Jede Frau bringt durchschnittlich sechs Kinder zur Welt. Ein Viertel aller Frauen im Kongo sind noch unter 18 Jahren alt, wenn sie das erste Mal Mutter werden. Gleichzeitig sind Müttersterblichkeit und Kindersterblichkeit im Kongo sehr hoch.

Ethnien — Sprachen — Rohstoffe 

Mehr als 200 verschiedene Ethnien leben im Land. Ähnlich viele Sprachen werden im Kongo gesprochen. Der Kongo ist zwar reich an Rohstoffen und Bodenschätzen, aber unter anderem durch Korruption und Ausbeutung eines der ärmsten der Welt. Fast 80 Prozent der Kongolesen haben weniger als zwei US-Dollar täglich, um zu überleben.

Unabhängigkeit und Kriege

1960 wurde der Kongo unabhängig. Davor war das Land eine belgische Kolonie. Das Land ist politisch schon seit mehreren Jahrzehnten extrem instabil. Seit den 1990-er-Jahren gab es im Kongo mehrere schwere Kriege zwischen unterschiedlichen Rebellengruppen. Vor allem im Osten des Kongos finden bis heute brutale Kämpfe verschiedener bewaffneter Gruppen statt. Dazu gehört auch die in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu aktive Rebellengruppe M23.

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