Monsun in Asien: Mutter mit Kind im überschwemmten Viertel von Bangladesch

Monsun in Asien: Spenden und helfen Sie den Kindern

Überschwemmungen bringen Kinder in Gefahr

Jedes Jahr tritt der Monsun in Südasien auf. In diesem Sommer hat er bislang vor allem in Bangladesch, Nepal, Indien sowie Bhutan verheerende Überschwemmungen angerichtet.

Unsere Kollegen vor Ort schätzen, dass allein in Bangladesch fast 1,3 Millionen Kinder von dem Hochwasser betroffen sind. Etwa eine halbe Million Familien haben ihr Zuhause verloren, etwa durch Überflutungen oder Erdrutsche. 

Monsun 2020 in Bangladesch: Ein Vater steht mit seinem Kind auf dem Arm im Hochwasser

Bauer Sirajul Islam aus Bangladesch mit seinem Sohn Rabiul auf dem Arm. Im Hintergrund ist die Unterkunft der Familie zu sehen.

© UNICEF/UNI351914/Chakma

Covid-19 macht die Situation vor Ort noch kritischer. Denn in den Notunterkünften, in die zahlreiche Menschen vor den Wassermassen geflohen sind, ist Abstand halten schwierig bis unmöglich. Die Gefahr einer Ansteckung ist hier sehr groß.

Die Kinder in der Monsunregion brauchen jetzt dringend einfache Hilfsgüter wie Hygieneartikel und Trinkwasser.

Monsun in Asien: jedes Jahr heftige Regenfälle und Überschwemmungen

Jedes Jahr zwischen Juni und September treffen heftige Regenfälle Südasien. 2019 war der Monsun besonders verheerend: Unwetter und tagelang anhaltender Regen führten in Bangladesch, Indien und Nepal zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Viele Menschen starben.

Das zerstörerische Hochwasser der Regenzeit hatte viele bewohnte Gebiete und ganze Landstriche überflutet und unbewohnbar gemacht. Auch in den Flüchtlingscamps der Rohingya in Bangladesch standen die Wege unter Wasser, viele der am Hang gebauten Hütten waren akut erdrutschgefährdet. Zahlreiche Familien mussten umgesiedelt werden.

Der Monsun hat Südasien mit voller Wucht getroffen.
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Der drei Jahre Mahi Akter sitzt weinend in den Armen seiner Mutter. Ihr Haus im Rohingya-Camp in Bangladesch wurde durch den Monsun zerstört.

© UNICEF/UN0326881/Nybo
Die steigenden Wasserpegel in Nepal gefährden das Haus dieser Kinder.
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Umgeben von Wassermassen: Zwei Kinder in Nepal stehen vor ihrem Haus, das durch die tagelangen Regenfälle des Monsuns überflutet wurde. Und der Wasserpegel stieg noch weiter an ...

© UNICEF/Nepal/Rajesh Jha
Monsun in Bangladesch 2019: Der Abdruck eines Kinderfußes im Schlamm
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Schlamm, überall Schlamm: Der Fußabdruck eines Kindes im Matsch im Flüchtlingscamp Kutupalong während des Monsuns 2019.

© UNICEF/UN0326869/Nybo
Der anhaltende Regen hat Schulen und unzählige andere Gebäude zerstört.
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Hunderte Schulen wurden durch den Monsun im Norden Bangladeschs zerstört. Tausende Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht, um ein sicheres Dach über dem Kopf zu haben.

© UNICEF/Bangladesch/Zhantu
Der Monsun 2019 bringt zerstörerische Wassermassen.
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Im nepalesischen Distrikt Saptari hatte der Monsun ganze Gemeinden überflutet. Unzählige Menschen mussten ihre Häuser verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen.

© UNICEF/Nepal/Rajesh Jha
Monsun in Bangladesch 2019: Zwei Männer sichern einen Weg mit Sandsäcken
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Männer versuchen, ihre Hütten vor den Überflutungen und Erdrutschen zu schützen. Sie sichern einen Weg mit Sandsäcken.

© UNICEF/UN0325326/Brown
Monsun in Bangladesch 2019: Ein Mann schaufelt Schlamm aus seinem Haus
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Abdul Hakim (19) schaufelt in Bangladesch Schlamm aus seinem zerstörten Haus: "Ich schaufele und schaufele, aber der Schlamm kommt immer zurück."

© UNICEF/UN0326877/Nybo

In allen betroffenen Ländern brauchen die Mädchen und Jungen während der Monsunzeit unsere Unterstützung – am meisten diejenigen, die schon vorher in großer Armut lebten. Wir als Hilfsorganisation sind vor Ort, um schnell und zielgerichtet zu helfen – beispielsweise mit Nahrung und Medikamenten. Wir füllen unsere Lager jedes Jahr schon einige Zeit vor dem Monsun mit Hilfsgütern auf. Dann verlieren wir keine wertvolle Zeit, wenn es zum Hochwasser kommt.

Dank Ihrer Spende: So können wir in den Monsun-Gebieten in Südasien helfen

Das Wasser zerstört Häuser und reißt mitunter alles mit sich, was eine Familie besaß. Den Kindern und Familien in den vom Monsun betroffenen Gebieten fehlt es dann am Nötigsten.

Unsere Hilfsmaßnahmen nach der Naturkatastrophe

Hilfe gegen Unterernährung: Durch die extreme Lage sind Kinder, die ohnehin schon unternährt sind, besonders gefährdet. Wir liefern energiereiche Spezialnahrung, die Mädchen und Jungen schnell zu Kräften bringt.

Wasser und Hygiene: In den Rohingya-Camps in Bangladesch werden mit UNICEF-Unterstützung neue Toilettenanlagen gebaut. Wir bringen den Menschen zudem Hilfsgüter wie Trinkwasser und Hygienepakete mit Seife, Zahnbürsten und Waschmittel.

Medizinische Versorgung: Unsere Helfer impfen die Menschen in den Monsun-Gebieten gegen ansteckende Krankheiten wie die Cholera. Außerdem verteilen unsere Mitarbeiter Erste-Hilfe-Pakete.

Monsun in Bangladesch: UNICEF-Helfer erklärt Kindern Cholera-Impfung

Während der Regenzeit steigt die Gefahr, dass durch verschmutztes Wasser die Cholera ausbricht. Wir führen große Impfkampagnen durch, damit Kinder gegen die Krankheit geschützt sind.

© UNICEF/UN0208863/Brian Sokol

Ein weiterer zentraler Punkt unserer Hilfe ist es, durch Regen und Sturm beschädigte sanitäre Anlagen so schnell wie möglich zu reparieren. Dies ist besonders wichtig um zu verhindern, dass sich in den überschwemmten Gebieten Krankheiten wie Covid-19 oder Cholera ausbreiten. Danke, dass Sie die UNICEF-Nothilfe mit Ihrer Spende möglich machen!

Info

Wetterphänomen Monsun

Der Monsun kehrt jährlich wieder. Er ist eine besondere Form der Luftzirkulation und betrifft tropische und subtropische Regionen in Asien und Afrika sowie teilweise Europa und Australien. Der Monsun geht einher mit extrem starken Winden und heftigsten Regenfällen, die aus den Folgen der Luftzirkulation entstehen. Sie kosten jedes Jahr vor allem in Asien Menschenleben  und richten große Zerstörungen an, die lange Wiederaufbaumaßnahmen bedeuten.

Durch die starke Klimabeeinflussung des Monsuns auf Länder wie Nepal, Indien oder auch die Philippinen, Indonesien und Kambodscha, brauchen die Menschen vor Ort schnelle Hilfe, denn die Monsunwinde und ihre Auswirkungen sind unberechenbar. Wenn es zu Fluten und Überschwemmungen kommt, muss alles sehr schnell gehen. Darum ist UNICEF in allen betroffenen Regionen gut gewappnet, um den Kindern schnell und zuverlässig zu helfen.