Pressemitteilung

UNICEF unterstützt Weihnachtsaktion des ukrainischen Sozialministeriums und der Eisenbahn für Kinder

Kurz vor Weihnachten kommt der Nikolaus in der Ukraine mit der Eisenbahn / UNICEF-Programm für besonders hilfsbedürftige Kinder und ihre Familien

Kiew / Berlin

Kurz vor Weihnachten weitet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gemeinsam mit seinen Partnern die Hilfe für besonders bedürftige Jungen und Mädchen aus. Zum ukrainischen Nikolaustag bringen Züge der ukrainischen Eisenbahn Spiel- und Lernmaterialien insbesondere in neu zugängliche Gebiete. Gleichzeitig wird ein Programm mit kleinen Bargeldhilfen für besonders bedürftige Kinder und Familien ausgeweitet.

Ukraine: Kinder stehen vor einem Zug

Die Weihnachtszüge sind eine Initiative des ukrainischen Sozialministeriums und der ukrainischen Eisenbahn, die von UNICEF unterstützt wird.

© UNICEF

UNICEF arbeitet mit dem Ministerium für Sozialpolitik zusammen, um insgesamt 102 Millionen US-Dollar aus internationalen Mitteln in Form zusätzlicher Bargeldhilfen für rund 123.000 bedürftige Familien in der Ukraine bereitzustellen. Die Hilfe ist besonders für Familien mit vier oder mehr Kindern sowie Familien mit einem Kind mit Behinderung bestimmt. Insgesamt sollen damit rund 500.000 Menschen erreicht werden.

 Darüber hinaus unterstützt UNICEF eine Initiative des ukrainischen Sozialministeriums und der ukrainischen Eisenbahn Ukrzaliznytsia, um besonders bedürftige Kinder während der Feiertage mit Spiel- und Lerngeschenken zu erreichen, insbesondere in neu zugänglichen Gebieten wie Charkiw und Cherson. Dazu hat UNICEF rund 30.000 Schulranzen und Mal- und Bastelsets zur Verfügung gestellt. 

"Die Weihnachtszeit bringt den Familien in der Ukraine in diesem Jahr wenig Freude, aber wir hoffen, dass wir Eltern und Kindern inmitten dieses besonders schwierigen Winters ein wenig Hoffnung geben können, indem wir einige der bedürftigsten Familien mit wichtigen Bargeldhilfen und Schulmaterial erreichen", sagte Murat Sahin, UNICEF-Leiter in der Ukraine.

Angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Energieversorgung und eisigen Temperaturen haben die meisten Familien Mühe, sich und ihre Kinder warm zu halten. UNICEF hat in der Ukraine mehr als 140 Spilno-Kinderzentren – „Spilno“ steht für „Zusammen“ –  eingerichtet, an denen Kinder in einem warmen, kinderfreundlichen Umfeld mit anderen Kindern spielen können und psychosoziale Hilfe erhalten. Kinder und ihre Begleitpersonen erhalten dort zudem Zugang zu weiteren medizinischen und sozialen Hilfsangeboten.

"Während Familien inmitten einer extrem unischeren Zeit auf die Erlebnisse des vergangenen Jahres zurückschauen und auf das neue Jahr blicken, ist es wichtig, einen kleinen Funken Normalität und Hoffnung für die Zukunft zu vermitteln", sagte Sahin. "Wie schon in diesem Jahr wird UNICEF auch im neuen Jahr alles tun, um Kinder und ihre Familien in der Ukraine zu unterstützen."

UNICEF hat das sogenannte „Cash-Assistance“-Programm am 31. März 2022 gemeinsam mit dem Sozialministerium ins Leben gerufen, um Familien zu unterstützen, die besonders vom Krieg betroffen sind. Bis zum 30. November 2022 haben insgesamt 196.435 Familien in der Ukraine kleine Bargeldbeträge erhalten.

Das „Cash-Assistance“-Programm wird mit Geldern aus dem Zentralen Nothilfefonds der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, den Regierungen Bulgariens, Deutschlands, Italiens, Spaniens, Schwedens und des Vereinigten Königreichs sowie humanitären finanziellen Mitteln von UNICEF finanziert.

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Christine Kahmann (UNICEF/Sebastian Bänsch)

Christine KahmannPressesprecherin - Aktuelle Themen, Nothilfe

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