Hunger in Äthiopien: UNICEF hilft mangelernährten Kindern und leistet Nothilfe

Spenden für Äthiopien: Drohende Hungersnot Tigray

Region Tigray: Mangelernährte Kinder brauchen dringend Hilfe

In einem Gesundheitszentrum in der äthiopischen Region Tigray wird die eineinhalbjährige Meseret (Foto oben) von einem Gesundheitshelfer untersucht und gemessen. Sie leidet an Durchfall, der für mangelernährte Kinder schnell lebensgefährlich werden kann.

Hungerhilfe in Äthiopien

Helfen Sie den Kindern mit einer Spende für Lebensmittel und Trinkwasser!

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Die Hungerkrise im Norden Äthiopiens hat sich in den letzten Wochen weiter verschärft: Schätzungsweise 1,8 Millionen Menschen leben nach neuesten UN-Schätzungen am Rande einer Hungersnot (Stand: Anfang Juli 2021). Darunter sind mindestens 140.000 Kinder, die schon jetzt unter Bedingungen einer Hungersnot leben.

Die Kinder in der Region Tigray sind in einer katastrophalen Ernährungssituation. Sie brauchen Lebensmittel und andere lebenswichtige Hilfsgüter. Wenn wir ihnen jetzt nicht schnell helfen, könnten Zehntausende verhungern.

Hunger in Äthiopien: Ein Baby beißt in einen nährstoffhaltigen Keks.

UNICEF unterstützt die Ernährung von Kindern im Norden Äthiopiens, um Mangelernährung entgegenzuwirken – zum Beispiel mit nährstoffreichen Spezialkeksen.

© UNICEF/UN0412581/Leul Kinfu

Mangelernährung bedeutet Lebensgefahr

Immer mehr Kleinkinder und Babys in Äthiopien leiden Hunger. Unsere Expert*innen schätzen, dass mehr als 100.000 von ihnen bis Mitte 2022 so schwer mangelernährt sein könnten, dass ihr Leben in Gefahr ist. 

UNICEF-Helfer*innen sind vor Ort und versorgen die Kinder mit Spezialnahrung, Wasser und Medikamenten. Wir müssen jetzt gemeinsam handeln, um den Mädchen und Jungen in Äthiopien zu helfen.

Hungerhilfe in Äthiopien: So setzen wir Ihre Spende ein

Wir untersuchen Kinder auf ihren Ernährungszustand hin und behandeln mangelernährte Kinder mit therapeutischer Nahrung.

In großen Tanks liefern wir das dringend benötigte saubere Trinkwasser in die Region und versorgen so Hunderttausende Familien in Äthiopien und den Nachbarländern.

Wir beschaffen Medikamente für die Kinder und kümmern uns darum, dass die Mädchen und Jungen die wichtigsten Impfungen erhalten.

Unsere mobilen Gesundheitsteams erreichen auch Kinder in entlegenen Gebieten, damit auch sie eine medizinische Grundversorgung bekommen.

Hunger in Äthiopien: Eine Ernährungsexpertin misst den Armumfang eines Babys.
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Geübt misst die Ernährungsexpertin den Oberarmumfang eines Babys und sieht auf einen Blick, dass das Maßband Rot anzeigt: Das Baby ist unterernährt und braucht sofort spezielle Nahrung.

© UNICEF/NYHQ2011-1329/Indrias Getachew
Äthiopien: Eine Frau und ein Kind beim Händewaschen.
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Die kleinen Dinge machen den Unterschied: Händewaschen verhindert, dass sich Krankheiten ausbreiten. UNICEF-Mitarbeitende zeigen den Kindern an mobilen Wasserstationen, wie es geht.

© UNICEF/UN0140205/Sewunet
Flüchtlinge in Äthiopien: Eine Mutter und ihr Kind erhalten Nothilfe und Unterstützung.
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Eine Mutter und ihr Kind erhalten Unterstützung in einem kinderfreundlichen Zentrum im Flüchtlingscamp Um Rakoba im Sudan. Auf der Suche nach Sicherheit sind Tausende äthiopische Familien in das Nachbarland geflüchtet.

© UNICEF/UN0403219/Abdalkarim
Hunger in Äthiopien: Ein Baby in einer spielfreundlichen Zone sieht einen UNICEF-Helfer skeptisch an.
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Ein skeptischer Blick von der Seite: Dieses Baby scheint sich noch nicht sicher zu sein, was es von dem UNICF-Helfer mit Maske halten soll. Vielleicht merkt es in Zukunft, dass es hier in dieser kinderfreundlichen Zone viel zu spielen gibt, für jede Altersgruppe.

© UNICEF/UN0403199/Abdalkarim

Situation in der Region Tigray spitzt sich zu

Im vergangenen November ist der Konflikt in der umkämpften Region Tigray eskaliert. Seitdem hat sich die Lage für Millionen Menschen immer mehr zugespitzt, und Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht.

Sie haben ihr Zuhause zurückgelassen, können sich nicht mehr um die Landwirtschaft und die Ernten in ihrer Heimat kümmern. Dadurch hat sich die Nahrungsmittelkrise im Land noch weiter verstärkt. Hinzukommende Dürren verschärfen die Ernährungsunsicherheit in Äthiopien.

Katastrophe für Flüchtlinge: Ein äthiopischer Junge sitzt vor einer Zeltunterkunft in einem Flüchtlingscamp.

Tausende äthiopische Familien sind vor der Gewalt in ihrer Heimat geflüchtet.

© UNICEF/UN0403220/Abdalkarim

Durch den gewaltsamen Konflikt wurden auch Straßen, Brücken, Krankenhäuser und Wasserleitungen zerstört. Den Kindern in Äthiopien fehlen lebenswichtige Dinge, vor allem Lebensmittel und sauberes Trinkwasser.

Die äthiopischen Mädchen und Jungen sind einem hohen Todesrisiko ausgesetzt, vor allem in unzugänglichen Gebieten. Sie brauchen dringend unsere lebensrettende Hilfe. Offiziell wurde noch keine Hungersnot in Äthiopien ausgerufen, doch die Nahrungsmittel sind in manchen Regionen so knapp, dass die Situation einer Hungersnot gleich kommt.

Drei Mädchen in einem Flüchtlingscamp freuen sich, dass sie miteinander spielen und lachen können.

Die Kinder in der äthiopischen Krisenregion brauchen humanitäre Hilfe von Hilfsorganisationen wie UNICEF. Ihre Spende hilft in der aktuellen Hungerkrise!

© UNICEF/UN0403202/Abdalkarim
INFO

Situation in Äthiopien

  • Äthiopien ist eins der ärmsten Länder der Welt.
  • Noch dazu ist es eins der trockensten.
  • Immer wieder kommt es zu anhaltenden Dürreperioden und Missernten. Der Klimawandel verschärft die Naturkatastrophen.
  • In 2020 gab es eine Heuschrecken-Plage in Ostafrika, durch die Ernten noch schlechter ausfielen und viele Familien ihre Lebensgrundlage verloren.
  • Die Ernährungsunsicherheit in Äthiopien ist hoch: Millionen Kinder im Land haben nicht genug zu essen, vielen droht der Hungertod.
  • In besonders trockenen Regionen hat nur eine Minderheit Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • Die Zivilbevölkerung leidet unter dem Konflikt in der Provinz Tigray: Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht.
  • Hinzu kommt die weltweite Corona-Pandemie, die das Gesundheitssystem zusätzlich belastet.
  • Die Bevölkerung Äthiopiens wächst schnell und liegt mittlerweile bei weit über 110 Millionen Einwohner*innen.